„Unter Uns“-Enthüllung: Wahrer Grund für Aus schockt alle
Sein plötzliches „Unter uns“-Aus liegt rund zehn Jahre zurück. Jetzt spricht Marvin Linke erstmals offen darüber, was damals hinter den Kulissen geschah.

Von 2009 bis 2015 gehörte Marvin Linke als Moritz Schönfeld zum festen Ensemble von „Unter uns“. Danach war für den Schauspieler überraschend Schluss mit der RTL-Soap. Über die Hintergründe seines Ausstiegs schwieg Linke lange.
Nun, kurz vor dem endgültigen Ende der Soap, schildert er erstmals, dass er damals unter einer Sexsucht gelitten habe – und dass sein Verhalten schließlich auch bei der Produktion zum Problem geworden sei.
Linke war erst 17 Jahre alt, als er für „Unter uns“ von Hannover nach Köln zog. Plötzlich wurde er auf der Straße erkannt und von Fans angesprochen. Mit der frühen Bekanntheit sei er damals nur schwer zurechtgekommen.
Auch sein Verhältnis zu Frauen habe sich dadurch verändert. „In den ersten zwei, drei Jahren war es dadurch leicht, bei Frauen zu landen. Und das ist auch ein Grund gewesen, warum ich in die Sexsucht gerutscht bin“, erklärte er gegenüber BILD.
Später habe die Suche nach Sex und Bestätigung seinen Alltag immer stärker bestimmt. „Sex gab mir den Kick! Ich war so krass von meiner Libido gesteuert. Mein Alltag war nur noch von Sex gesteuert. Ich habe eigentlich den ganzen Tag an Sex gedacht“, erinnert sich der Schauspieler.
Nach eigener Aussage führte Linke damals mehrere Beziehungen gleichzeitig. Rückblickend bereut er sein Verhalten: „Allen Frauen habe ich etwas vorgespielt, worauf ich überhaupt nicht stolz bin.“
Sex am „Unter uns“-Set: Security erwischte Marvin Linke

Die Situation blieb offenbar nicht auf Linkes Privatleben beschränkt. Nach seinen heutigen Schilderungen hatte er während dieser Zeit auch in seiner Garderobe Sex. Die Verantwortlichen der Produktion bekamen demnach irgendwann davon mit. Linke berichtet, er habe Abmahnungen erhalten.
Besonders folgenreich sei schließlich ein Abend nach einer „DSDS“-Aftershow-Party geworden. Gemeinsam mit einem weiblichen Fan ging Linke nach eigener Aussage auf das „Unter uns“-Gelände. Dort hatten die beiden Sex in der Außenkulisse der Schillerallee, in der Linke sonst für die Serie vor der Kamera stand.
Später wurden sie laut Linke vor dem Studioeingang von den Überwachungskameras der Security aufgezeichnet. „Die Security hat uns quasi beim Quickie erwischt“, erzählt er.
Anschließend sei er im Produktionsbüro mit den Aufnahmen konfrontiert worden. Linke spricht von einem „unschönen Gespräch“. Kurze Zeit später endete seine Zeit bei „Unter uns“.
Ob allein dieser Vorfall unmittelbar zu seinem Ausscheiden führte, geht aus seinen Aussagen nicht eindeutig hervor. Linke stellt seine damalige Sexsucht und die daraus entstandenen Probleme am Arbeitsplatz jedoch selbst in einen direkten Zusammenhang mit dem Ende seiner Soap-Zeit.
Nach „Unter uns“ änderte Marvin Linke sein Leben
2016 zog Linke zurück nach Hannover. Dieser Schritt habe ihm dabei geholfen, Abstand von seinem damaligen Leben zu gewinnen. „Mein Wegzug von Köln nach Hannover hat mir geholfen, von der Sexsucht wegzukommen“, sagt er heute.
Später lernte er seine heutige Ehefrau kennen und erzählte ihr von seiner Vergangenheit. Mittlerweile ist das Paar seit neun Jahren zusammen, Linke ist außerdem Vater einer kleinen Tochter. Nach eigener Aussage ist er seiner Frau seit Beginn ihrer Beziehung treu.
Dass er erst jetzt öffentlich über seine damaligen Probleme spricht, begründet der Schauspieler auch mit einem veränderten Umgang mit Suchterkrankungen. Vor zehn Jahren habe er befürchtet, nach einem solchen Geständnis abgestempelt zu werden.
Mit seiner Offenheit möchte Linke nun auch Verantwortung für sein früheres Verhalten übernehmen. An die Frauen, die er damals belogen habe, richtet er eine Entschuldigung: „Jetzt ist es an der Zeit, dafür sorry zu sagen.“
Heute sieht der ehemalige „Unter uns“-Star seine Lebenssituation grundlegend anders. Auf die Frage, ob er noch einmal Gefahr laufen könnte, in alte Verhaltensweisen zurückzufallen, antwortet er eindeutig: „Null Komma null! Das ist es mir gar nicht wert, weil jetzt auch so viel auf dem Spiel steht.“







