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Rauswurf wegen Sexismus-Vorwurf

Neuer Moderator für „ttt – titel, thesen, temperamente“: Neue Details zu Thilo Mischkes Ersatz

Nach dem geplatzten Moderatorendeal mit Thilo Mischke steht fest: Ein neuer Co-Moderator für „ttt – titel, thesen, temperamente“ muss her! Jetzt kommt Bewegung in die Suche.

Siham El Maimouni - ttt Moderatorin.
Wer steht im Kulturmagazin „ttt“ bald an der Seite von Moderatorin Siham El-Maimouni? Foto: WDR/Linda Meiers

Beim ARD-Kulturmagazin „ttt – titel, thesen, temperamente“ wird hinter den Kulissen kräftig geschraubt. Erst sollte Thilo Mischke als neuer Co-Moderator verpflichtet werden. Nach heftiger Kritik an seiner Person platzte der Deal. Jetzt verrät die ARD erstmals, wie weit das Casting wirklich ist – und welche überraschenden Pläne es zusätzlich für die Marke „ttt“ gibt.

Wer tritt Mischkes Platz bei „ttt“ an? Ein Casting steht bevor

Nachdem sich die ARD Anfang des Jahres nach heftigem Gegenwind wieder von Thilo Mischke getrennt hatte, blieb bei „ttt“ eine Lücke zurück. Doch offenbar wollten viele diese Chance nutzen: Laut MDR-Kulturchefin Jana Cebulla habe es eine riesige Resonanz gegeben – zahlreiche Moderatorinnen und Moderatoren hätten sich initiativ beworben, berichtet „DWDL“.

Zuvor hatte es heftige Kritik an der Personalentscheidung der ARD gegeben, Thilo Mischke als Co-Moderator zu verpflichten. In einem offenen Brief zahlreicher Kulturschaffenden hieß es, Mischke würde dem Ruf des Formats nachhaltig schaden. Grund dafür seien seine sexistischen Äußerungen in der Vergangenheit, mit denen er sich bis heute nicht richtig auseinandergesetzt habe. Die ARD reagierte und verabschiedete sich wieder von Mischke, bevor er bei „ttt“ vor die Kamera trat.

Thilo Mischke vor dem Logo der Sendung „ttt“.
Deal geplatzt: Thilo Mischke wird doch nicht Co-Moderator bei „ttt“. Foto: ARD/Marc Rehbeck

Nach einer Phase des Stillstandes kommt jetzt wieder Bewegung in das Moderatoren-Casting. Aktuell läuft die Sondierungsphase. Ein Pool an möglichen Kandidatinnen und Kandidaten existiert bereits. Der Fahrplan: Im ersten Halbjahr 2026 soll ein großes Casting stattfinden. Nach der Sommerpause 2026 wird die gecastete Person dann schon als Co-Moderator oder -Moderatorin vor der Kamera zu sehen sein. Siham El-Maimouni bleibt aber weiterhin das Gesicht der Sendung.

Interessant: Die Anforderungen der ARD haben sich offenbar geändert. Während früher besonders auf digitale Reichweite geachtet wurde, zählen jetzt im Castingprozess Kulturkompetenz, Diskussionsfähigkeit und die Fähigkeit, Debatten zu führen.

Abstimmungen hinter den Kulissen

Die ARD-Sender, die „ttt“ produzieren – BR, HR, MDR, NDR, WDR und RBB – müssen sich allerdings einstimmig auf eine Person einigen. Das bedeutet: Alle müssen „Ja“ sagen. Jeder Sender hat im Auswahlprozess aber auch ein Veto-Recht. Damit soll verhindert werden, dass es nach der Entscheidung wieder Unruhe gibt – wie bei der Mischke-Entscheidung.

Zwei neue Formate – eines startet schon jetzt

Neben der Moderatorensuche will die ARD „ttt“ breiter aufstellen und kündigte gleich zwei neue Formate für die Sendung an. Schon am 7. Dezember um 23:35 Uhr soll das neue Dialogformat „ttt Talk“ Premiere feiern. Moderatorin Siham El-Maimouni trifft dabei im Bauhaus Dessau auf Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. In der Sendung soll es um Themen wie den Staatseinfluss auf Kunst, Gender-Debatten, KI und Weimers Aussagen zur ARD selbst gehen.

Das zweite neue Format, eine „ttt“-Reportage-Reihe, startet 2026. Die Reihe soll tiefe Einblicken in Kultur- und Gesellschaftsthemen liefern. Dabei gibt es eine Besonderheit: Auch der SWR steigt in das neue Format ein und liefert damit mehr ARD-Power als bisher.

Und wie steht es um Thilo Mischke selbst? Eine mögliche rechtliche Auseinandersetzung scheint vom Tisch. Laut Cebulla habe die ARD ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllt – und derzeit gebe es keine Hinweise auf juristische Schritte. Mischke selbst äußert sich nicht mehr dazu.

Quellen
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