Offene Worte

Trank er während „Let’s Dance“? Ben Zucker spricht über Alkoholprobleme

Ben Zucker sorgt mit seiner ehrlichen Alkohol-Beichte für Aufsehen und wirft zugleich Fragen zu seiner Zeit bei „Let’s Dance“ auf. Jetzt spricht der Sänger offen über seine Abhängigkeit, Rückfälle und den Neuanfang ohne Alkohol.

„Let’s Dance“ 2025: Alle Infos über Kandidat Ben Zucker!
Ben Zucjer war Kandidat bei „Let's Dance“ 2025. Foto: RTL / Jörn Strojny

Er war einer der beliebtesten Kandidaten der diesjährigen Staffel von „Let’s Dance“ – charmant, emotional, mitreißend. Doch hinter dem strahlenden Lächeln auf dem Tanzparkett verbarg sich eine dunkle Wahrheit: Ben Zucker kämpfte zu dieser Zeit gegen eine massive Alkoholsucht. Erst Wochen nach dem Show-Aus wurde öffentlich, wie ernst es um den Sänger stand. Heute zieht der 42-Jährige Bilanz – ehrlich, reflektiert und entschlossen, nie wieder in alte Muster zurückzufallen.

„Der Alkohol begann mich zu umgarnen“

Seit seinem Durchbruch 2017 mit dem Hit „Na und?!“ gilt Ben Zucker als einer der erfolgreichsten und sympathischsten Stars der deutschen Schlagerszene. Millionen Fans feiern seine rauchige Stimme und seine Energie – doch der Ruhm hatte eine Schattenseite. „Der Alkohol begann mich zu umgarnen, als es mit meiner Musikkarriere bergauf ging. Er gab mir das Gefühl, Dinge leichter bewältigen zu können und Druck abzubauen. Leider entwickelte sich daraus eine starke Abhängigkeit,“ erklärte der Musiker in einem Interview mit der Bild.

Was als harmloser Shot vor dem Auftritt begann, wurde schnell zur täglichen Routine. Irgendwann griff Zucker selbst an ruhigen Tagen zum Glas – bis er schließlich eine Flasche Wodka pro Tag konsumierte. Der Druck, ständig funktionieren zu müssen, habe ihn immer tiefer in die Sucht gezogen, wie er offen zugab.

Hat er bei „Let’s Dance“ getrunken?

Im Frühjahr 2025 wagte Ben Zucker den Schritt aufs Tanzparkett und begeisterte mit seiner herzlichen Art Jury wie Zuschauer:innen. Doch während die Fans tanzende Leichtigkeit sahen, tobte in ihm offenbar ein anderer Kampf. Denn: Seine Alkohol-Beichte kam nur wenige Wochen nach seinem Ausscheiden bei „Let’s Dance“. Das legt nahe, dass der Sänger zu Show-Zeiten noch getrunken haben könnte. Offiziell bestätigt hat er das zwar nicht, doch in Interviews sprach er darüber, wie präsent der Alkohol noch vor Kurzem in seinem Alltag war: „Ich habe meine Telefonate in die erste Tageshälfte gelegt, da ich am Nachmittag oft schon schwer gelallt habe.

Dass die TV-Show in eine Phase seiner Abhängigkeit fiel, ist also mehr als wahrscheinlich und erklärt, warum Ben Zucker die Teilnahme im Nachhinein wohl als Warnsignal betrachtet.

So kam es zu dem Wendepunkt

Nach dem Ende von „Let’s Dance“ zog Ben Zucker die Reißleine. Er begab sich in eine Klinik für Suchttherapie und stellte sich seiner Krankheit. „Ich bin alkoholkrank,“ gestand er offen. Doch der Weg in die Abstinenz war kein geradliniger, mehrfach kam es zu Rückfällen.

Heute blickt er mit Stolz auf seine Entwicklung: „Seit 50 Tagen bin ich trocken, und es fühlt sich richtig gut an.“ Neben professioneller Hilfe setzt der Musiker vor allem auf Struktur und Bewegung: tägliche Spaziergänge, gesunde Ernährung und Krafttraining sind fester Bestandteil seines neuen Alltags. Das Ergebnis: zehn Kilo weniger, mehr Energie und ein klarer Kopf.

Ein neues Leben ohne Ausreden

Ben Zucker hat gelernt, dass Disziplin und Geduld entscheidend sind. Statt sich mit unrealistischen Zielen unter Druck zu setzen, arbeitet er Schritt für Schritt an seiner Stabilität. „Zu sagen ,Ich trinke zehn Jahre nichts mehr‘, wäre unrealistisch. Ich weiß, dass das Thema mich mein Leben lang begleiten wird.“ Deshalb ersetzt er alte Gewohnheiten durch neue Rituale – auch wenn es manchmal schwerfällt. „Natürlich ist es kein Highlight, mit Wasser anzustoßen – aber es tut mir gut, und das zählt.

Ben Zucker ist stärker denn je

Beim großen „Schlagerbooom“-Event Mitte Oktober zeigte sich der Sänger so fit und energiegeladen wie lange nicht mehr.

Der Musiker weiß: Die Sucht wird immer ein Teil seiner Geschichte bleiben, doch er lässt sich nicht mehr von ihr definieren. „Die öffentliche Alkohol-Beichte hat mich gezwungen, Verantwortung zu übernehmen. In meinem Dorf spricht sich so was schnell rum, und das hält mich wachsam.

Damit sendet Zucker eine klare Botschaft – Ehrlichkeit ist kein Schwächezeichen, sondern ein Akt von Stärke.

Quellen