Kino

„Tomb Raider“-Kritik: Kampfmaschine wird menschlich

Tomb Raider, Lara Croft, Alicia Vikander
Alicia Vikander spielt eine menschliche, aber auch taffe Lara Croft / Warner Bros

Vor 22 Jahren erschien das erste „Tomb Raider“ Videospiel. Damals war Lara Croft nur eine sexy Kampfmaschine. Der neue Film mit Alicia Vikander geht einen anderen Weg.

Gerade in den ersten Spielen war Lara Croft hauptsächlich sexy. Klar, dass Angelina Jolie (42) vor 17 Jahren die perfekte Besetzung für den Film "Lara Croft: Tomb Raider" war. Mit Alicia Vikander ging das Studie jetzt einen anderen Weg. Die neue Lara Croft hat viel Herz, ist tapfer und wächst während des Films über sich hinaus.

Alicia Vikander (29) wurde durch "The Danish Girl" mit Eddie Redmayne bekannt. "Tomb Raider" ist ihr erster Actionfilm. Umso beeindruckender, dass sie alle Szenen selbst gedreht hat.

 

Davon handelt der neue „Tomb Raider“ Film

 

Am Anfang ist Lara eine gewöhnliche, wenn auch sehr sportliche und kluge, junge Frau. Sie ist arm seit ihr Vater spurlos verschwand. Als sie erfährt, wo er sich aufhalten könnte, reist sie ans andere Ende der Welt auf eine Insel vor der Küste Japans – und wird zu der Action-Heldin, die Fans seit über 20 Jahren lieben.

 

Viel Lara Croft – wenig "Tomb Raider"

Wer einen zweiten Film à la Angelina Jolie erwartet, wird im Kino enttäuscht. „Tomb Raider“ ist kein 90-Minuten-Kampffilm mit viel nackter Haut. Lara Croft ist in der Neuverfilmung weder unverwundbar noch stets perfekt gestylt. Dafür lässt sich der Film viel Zeit, Lara als Mensch vorzustellen.

Die als Kampfmaschine bekannte Sexbombe ist in der Neuverfilmung eine sensible Frau, die ihren Vater vermisst. Obwohl sie arm ist, weigert sie sich, ihren Vater für Tod zu erklären um dessen Geld zu erben. Stattdessen arbeitet sie hart, um sich das Notwendigste zu verdienen. Diese Alltags-Lara durfte man bisher nicht kennen lernen. 

Erst nach einem Drittel des Films landet Lara Croft endlich auf der Insel. Das geht auf Kosten der Handlung: Ab hier hastet der Film durch die Actionszenen, um alle Aspekte im Film unterzubringen, die ein „Tomb Raider“-Fan sehen möchte. Lara wird angeschossen, halb ertränkt, erwürgt und erschlagen.

Gerade für die wenigen Kampf-Szenen hätte sich der Film gerne mehr Zeit lassen können. Sie sind meist vorbei, bevor sie richtig angefangen haben. Das ist schade, denn in allen Szenen sieht man: Lara hat richtig was drauf! Egal was ihr passiert: Sie steht wieder auf und kämpft weiter. 

 

Fazit: So ist der neue „Tomb Raider“-Film

Der neue „Tomb Raider“-Film mit Alicia Vikander ist ein kurzweiliger Actionstreifen mit einer starken Protagonistin. Eine großartige Story bietet der Film aber nicht.

Gerade Fans der Videospiele haben immer wieder kleine Déjà-Vu-Momente. Aber auch wer neu im „Tomb Raider“-Universum ist, kann seinen Spaß haben.

Alles zu dem neuen Spiel "Shadow of the Tomb Raider" erfahrt ihr mit einem Klick auf den hinterlegten Link.

Malina Mies



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