Til Schweiger

Til Schweiger: Neuer Auftritt sorgt für Kopfschütteln! ARD zieht Konsequenzen

Ein missglückter Auftritt an einer Hochschule sorgt für Ärger: Til Schweiger enttäuscht Fans – und die ARD reagiert prompt.

Til Schweiger blickt ernst nach vorne, er trägt einen dicken, grauen Schal.
Til Schweiger hat sich mit seinem jüngsten Auftritt keinen Gefallen getan. Foto: IMAGO / Gartner

Was als spannender Filmabend angekündigt war, endete in peinlichem Schweigen. Til Schweiger besuchte im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Fokus Film“ die Hochschule für Musik und Theater in Rostock.

Doch statt spannender Anekdoten oder interessanter Einblicke in die Filmwelt erhielt das anwesende Publikum nur einen lust- und kraftlosen Schweiger, der höchstens gegen ehemalige Kolleginnen und Kollegen austeilen wollte.

Schon der Einstieg verlief holprig. Während der Hörsaal den prominenten Gast mit Applaus begrüßte, ließ Schweigers Körpersprache erahnen, dass dies kein gewöhnlicher Abend werden würde.

Statt eines offenen Gesprächs mit Moderator und Regisseur Andreas Dresen gab es einsilbige Antworten, wiederholtes Gähnen und die heutzutage recht ungewöhnliche Frage, ob im Saal geraucht werden dürfe.

Vom Filmgespräch zum Fremdschäm-Moment

Schweiger ist weiterhin Deutschlands kommerziell erfolgreichster Filmemacher, weshalb die Anwesenden gerne 20 Euro zahlten, um Schweiger dabei zuzuhören, wie er aus dem Nähkästchen plaudert. Doch Til Schweiger wirkte stattdessen überfordert, distanziert und teilweise schlichtweg unvorbereitet. Während Dresen versuchte, das Gespräch zu lenken und dem Abend Struktur zu verleihen, wich Schweiger Fragen aus, schüttete demonstrativ sein Wasserglas voll und trank es in einem Zug leer.

Als schließlich das heikle Thema seiner früheren Eskapaden am Set zur Sprache kam, reagierte Schweiger zunächst abwehrend und später mit überraschender Offenheit. Er gab zu, vor einem Drehtag zwei Flaschen Wein getrunken zu haben, und räumte eine Ohrfeige gegen einen Mitarbeiter ein.

ARD nimmt die Aufnahme aus dem Programm

Til Schweiger am Filmset, er blickt knapp an der Kamera vorbei.
Til Schweiger traf mit seinen Filmen den Nerv des Publikums. Foto: Thomas Niedermueller/Getty Images for ZFF

Dass dieser Abend so schnell kein zweites Mal stattfinden wird, zeigt auch die Reaktion der ARD bzw. des NDR. Ein ursprünglich veröffentlichtes Video mit dem Titel „Til Schweiger zu Gast in der Rostocker HMT“ ist nicht mehr abrufbar. Stattdessen erscheint lediglich eine Fehlermeldung. Laut offizieller Stellungnahme seien urheberrechtliche Probleme mit gezeigten Filmausschnitten der Grund für die Löschung – ob eine überarbeitete Version folgen wird, ließ der Sender offen.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: Schließlich wirkte der gesamte Auftritt wie ein PR-Desaster. Auf der Webseite des NDR ist ebenfalls kein Hinweis auf die Veranstaltung mehr zu finden. Nur ein Radiobeitrag blieb bisher online – vielleicht, weil dort die kritischen Szenen fehlen.

Schweiger zwischen Selbstkritik und Selbstüberschätzung

Trotz aller Bemühungen von Gastgeber Dresen, dem Abend doch noch einen Mehrwert zu entlocken, blieb Schweigers Verhalten unverständlich. Er selbst sprach über seine frühen Schauspieljahre mit einer Mischung aus Frust und Arroganz: Seine Zeit bei der „Lindenstraße“ sei „scheiße“ gewesen – ebenso wie die Kolleg*innen und die Bezahlung. Auch für die Besetzung von „Manta, Manta“ hatte Schweiger kein gutes Wort übrig.

Während sich in den sozialen Medien Diskussionen über Schweigers Zustand und Auftreten häufen, fragten sich viele Besucher*innen vor Ort, was genau sie da eigentlich erlebt hatten.

Ein Besucher brachte es auf den Punkt: „Dass Schweiger manchmal wortkarg ist, kennt man. Aber die Art des Dialogs war schon gewöhnungsbedürftig.“ Tatsächlich wollen einige sogar gesehen haben, wie ihm während gezeigter Filmszenen die Augen zufielen.

Quellen

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