Brisantes Politdrama über Putin

„The Wizard of the Kremlin“: Wo kann man den Putin-Film sehen?

„The Wizard of the Kremlin“: Der Politthriller, den Russland nie zeigen würde – hier erfährst du alles zum Start mit Jude Law!

Jude Law im weißen Smoking auf dem roten Teppich der Filmfestspiele von Venedig. Er trägt eine schwarze Krawatte, im Hintergrund fotografiert ihn die Presse.
Vom Gentleman zum Kreml-Herrscher: Jude Law überrascht in seiner wohl heikelsten Rolle seiner Karriere. Foto: IMAGO / NurPhoto

Am Puls der Zeit und gleichzeitig hoch umstritten: Der neue Kinofilm „The Wizard of the Kremlin“ sorgt schon lange vor seinem offiziellen Start für Gesprächsstoff. Das liegt nicht nur an der hochkarätigen Besetzung, sondern vor allem am brisanten Thema. Jude Law verkörpert den jungen Wladimir Putin und zeigt eindrucksvoll dessen Aufstieg an die Macht – ein Werk, das laut ersten Kritiken unter die Haut geht und lange im Gedächtnis bleibt. Wann der Film von Regisseur Olivier Assayas in Deutschland starten wird, steht noch nicht fest. Doch eines gilt als sicher: Auch hierzulande dürfte die Premiere zu einem großes Ereignis werden!

„The Wizard of the Kremlin“: Deutscher Kinostart

Für „The Wizard of the Kremlin“ wird im wahrsten Sinne des Wortes der rote Teppich ausgerollt. Nach der glanzvollen Premiere in Venedig steht im September schon das Toronto International Film Festival an – und dazu hagelt es erste große Nominierungen: beim Venice Film Festival für den Goldenen Löwen und beim San Sebastián Film Festival für den Audience Award. In Frankreich läuft der Politthriller ab dem 21. Januar 2026 im Kino.

Und wie sieht es bei uns aus? Einen offiziellen Starttermin für Deutschland gibt es bisher noch nicht – doch alles deutet darauf hin, dass wir das umstrittene Werk zuerst bei einem großen Festival wie der Berlinale oder dem Filmfest München erleben werden. Mit Blitzlichtgewitter garantiert!

„The Wizard of the Kremlin“: Polit-Drama nach Bestseller-Vorlage

„Ich hatte keine Angst vor den Auswirkungen“, äußerte Jude Law vor der Premiere bei den Filmfestspielen von Venedig. Er habe großes Vertrauen in Regisseur Olivier Assayas gehabt, das Drehbuch sei „intelligent“ und „nuanciert“, und der Film strebe „keine Kontroverse um der Kontroverse willen“ an. Dass „The Wizard of the Kremlin“ dennoch eine große Welle auslöst, liegt vor allem an seiner besonderen Vorlage: dem gleichnamigen Bestseller von Giuliano da Empoli. Seine literarische Aufarbeitung der realen Ereignisse machte den Roman 2022 in Frankreich preiswürdig – er wurde mit dem Literaturpreis der Académie française ausgezeichnet.

In der Geschichte tauchen viele Figuren mit ihren echten Namen auf – allen voran Wladimir Putin, aber auch der mächtige Oligarch Boris Beresowski, der ihn einst groß machte und später ins Exil ging. Beresowski wurde 2013 unter bis heute ungeklärten Umständen tot in London aufgefunden – ein Schicksal, das auch im Roman mitschwingt. Daneben gibt es Charaktere, die zwar fiktiv heißen, aber klar erkennbar auf realen Personen beruhen. So ist Putins Berater Wadim Baranow eine Kunstfigur, die unverkennbar an den langjährigen Kreml-Strategen Wladislaw Surkow angelehnt ist.

Diese Mischung aus harten Fakten und literarischer Zuspitzung macht die Geschichte so brisant. Sie reicht vom Chaos der frühen 1990er-Jahre bis zur Annexion der Krim 2014 – Ereignisse, die bis heute die Schlagzeilen bestimmen. Genau deshalb gilt der Roman nicht nur als Politthriller, sondern auch als Warnung: Er zeigt, wie gefährlich es werden kann, wenn Macht in den Händen weniger konzentriert ist – und liefert nun den Stoff für einen Film, der weltweit für Diskussionen sorgt.

Quellen

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