Top-News

„The Voice“-Teilnehmerin Vera Kravtsova aus Belarus nach Südostasien gelockt und ermordet

Das Schicksal der von Vera Kravtsova (26) aus Belarus, die mit einem an „The Voice“ angelehnten Format bekannt wurde, schockiert. Sie soll Menschenhändlern zum Opfer gefallen sein, die ihre Organe verkauft haben sollen.

„The Voice Belarus“-Kandidatin Vera Kravtsova mit Kappe und ernstem Blick
„The Voice Belarus“-Kandidatin Vera Kravtsova soll ermordet worden sein. Foto: Instagram.com/vera_kravth/

Die belarussische Sängerin und Model-Anwärterin Vera Kravtsova aus Minsk, bekannt aus der Castingshow aus Balarus, die dem Konzept von „The Voice“ nachempfunden wurde, soll einem skrupellosen Menschenhändlernetzwerk zum Opfer gefallen sein. Laut mehreren übereinstimmenden Berichten wurde die 26-Jährige unter falschen Versprechungen nach Thailand und anschließend nach Myanmar gelockt – mit offenbar tödlichem Ausgang.

Model-Traum wird zur tödlichen Falle

In ihrer Heimat Belarus war Vera Kravtsova als talentierte Sängerin und Tattoo-Model bekannt. Im September 2025 erhielt sie ein verlockendes Online-Angebot: ein angeblich lukrativer Modelvertrag in Bangkok. Doch die Reise wurde ihr zum Verhängnis. Wie das belarussische Nachrichtenportal „Minska Pravda“ berichtet, wurde Kravtsova nach ihrer Ankunft nach Myanmar verschleppt – in eines der berüchtigten „Scam Center“, auch bekannt als Cyber-Sklavenfabriken.

Zwang zur Internetkriminalität in Scam-Fabriken

In diesen Zentren werden laut mehreren Quellen Tausende Menschen festgehalten und zur Internetkriminalität gezwungen. Opfer müssen dort unter anderem Online-Betrugsaktionen durchführen. Das Ziel: Über soziale Medien und Dating-Plattformen emotionales Vertrauen aufbauen, um später Geld zu erpressen – eine Masche, die international als „Pig Butchering“ bekannt ist.

Insiderberichte sprechen von brutalen Bedingungen: Menschen werden bewacht, misshandelt und ohne gültige Papiere festgehalten. Wer sich weigert oder nicht genug Geld „verdient“, wird weiterverkauft – oder verschwindet spurlos.

Vera Kravtsovas Familie erhielt Lösegeldforderung

Nach Angaben ihrer Familie brach Anfang Oktober der Kontakt zu Vera Kravtsova plötzlich ab (darüber, wie es der Familie vor diesem Zeitpunkt trotz der „Gefangenschaft“ überhaupt möglich war, sich mit der jungen Frau auszutauschen, gibt es keine Informationen). Wenige Tage später erreichten die Angehörigen aber offenbar eine Erpresser-Nachricht: Die Entführer forderten 500.000 US-Dollar Lösegeld. Da die Familie sich an die belarussische Botschaft wandte und nicht zahlen konnte, erhielten sie eine grausame Nachricht – Vera sei tot, ihre Organe verkauft und ihr Körper eingeäschert worden.

Offizielle Bestätigungen über ihren Tod liegen bislang nicht vor. Sowohl die belarussischen Behörden als auch diplomatische Vertreter in Thailand und Myanmar ermitteln laut „Bild.de“ derzeit in dem Fall.

Um auszuschließen, dass es sich um eine Falschmeldung handelt oder eine Verwechslung vorliegt, haben wir versucht, Vera Kravtsova via Instagram zu kontaktieren und erhielten keine Nachricht.

„Eine lebensfrohe, kreative Seele“ – Freunde trauern

Freunde und Bekannte beschreiben Vera Kravtsova als offene, kreative und lebensfrohe junge Frau, die an ihre Zukunft glaubte. Ihre tragische Geschichte steht sinnbildlich für ein wachsendes Problem in der Region.

Menschenhandel und Zwangsarbeit in Südostasien nehmen zu

Der Fall Kravtsova lenkt erneut den Blick auf das boomende Geschäft mit Menschenhandel und Zwangsarbeit in Südostasien. Besonders die Grenzregion zwischen Thailand und Myanmar gilt als Brennpunkt: Dort betreiben kriminelle Organisationen ganze Scam-Fabriken, in denen Tausende Opfer festgehalten und zur Arbeit in digitalen Betrugssystemen gezwungen werden. Internationale Ermittler fordern schon länger verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Regierungen, um die Netzwerke hinter diesen Verbrechen zu zerschlagen.

Das Schicksal von Vera Kravtsova zeigt auf tragische Weise, wie gefährlich betrügerische Online-Angebote im Ausland sein können. Der Fall steht stellvertretend für viele Opfer, die mit falschen Jobversprechen in die Fänge von Menschenhändlern geraten.

Warnung: Wer Jobangebote im Ausland erhält, sollte daher immer die Echtheit und Seriosität prüfen und bei Zweifeln offizielle Stellen oder Botschaften kontaktieren.

Quellen

Idris Elba in der 2026-Version von Masters of the Universe - Foto: Sony Pictures International/Amazon MGM Studios
Filme
Im Kino ein Flop, bei Amazon jetzt Bestseller – und endlich auch im Stream

Nur weil ein Film im Kino floppt, heißt nicht zwangsläufig, dass er schlecht ist. Das beweist „Masters of the Universe", der jetzt neu auf Prime Video kostenlos im Stream verfügbar ist.

Kripke, Denise, Stuart und Bert mit der Universumsreisemaschine. - Foto: Colin Remas Brown/HBO Max
Kritik zum Spin-off auf HBO Max
„Stuart Fails to Save the Universe“: Kurze Laufzeit, große Wirkung – so überzeugt das StuartVerse selbst TBBT-Hasser

Das „The Big Bang Theory“-Spin-off „Stuart Fails to Save the Universe“ macht großen Spaß, obwohl – oder gerade weil – von Sheldon und Leonard jede Spur fehlt.

Gandalf und Sauron stehen beide in der Natur. - Foto: Ben Rothstein / Prime Video
Zauberei und Frevelei
Gandalf, Sauron und der Eine Ring: „Die Ringe der Macht“ Staffel 3 klingt vielversprechend

Lange mussten Fans darauf warten, jetzt ist es offiziell: Staffel 3 von „Die Ringe der Macht“ wird eines der wichtigsten Kapitel aus Tolkiens Geschichte erzählen. Und auch Gandalf soll endlich die Rolle einnehmen, auf die viele seit zwei Staffeln gehofft haben.

Elize küsst ihren Ehemann Marcos auf die Wange. - Foto: Ana Pazian/Netflix
True Crime
„Elize: Schatten einer Frau“ bei Netflix: Wo ist Elize Matsunaga heute?

Schockierender True-Crime-Fall bei Netflix: „Elize: Schatten einer Frau“ erzählt Elize Matsunagas Mord an ihrem Mann nach Doch was wurde aus der verurteilten Mörderin – und wo lebt sie heute?

Eine junge Frau in einem rosafarbenen Nachthemd und mit Schlafmaske auf dem Kopf steht erschrocken in einem Wohnzimmer und blickt mit offenem Mund nach vorn. - Foto: Columbia
Comeback eines Kult-Streifens
„30 über Nacht“ bekommt ein Netflix-Reboot: Jennifer Garner ist wieder dabei

Eine der beliebtesten Romcoms der 2000er kehrt zurück: Netflix arbeitet an einem Reboot von „30 über Nacht“ – und auch Original-Star Jennifer Garner bleibt dem Kultfilm erhalten.

Collage: Carlos schaut Zoe an, Nina guckt ernst. - Foto: RTL / Rolf Baumgartner
Vier Ausstiege in 2026
GZSZ baut den Hauptcast um: Was hinter der Ausstiegswelle steckt

Bei GZSZ gibt es 2026 einen der größten Umbrüche der Seriengeschichte. Was hat das für Konsequenzen?