„Gefragt – gejagt"-Kandidat erhob Betrugsvorwürfe gegen ARD und Jäger Jacoby – so ging es aus
Ein knapp verlorenes Finale, 36.000 Euro Verlust und schwere Vorwürfe gegen den Sender: Ein „Gefragt – gejagt"-Teilnehmer machte seinem Ärger öffentlich Luft.

In der ARD-Quizshow „Gefragt – gejagt" kommt es regelmäßig zu knappen Entscheidungen – doch was Kandidat Michael Meichsner aus Knüllwald nach seiner Teilnahme öffentlich machte, ging weit über gewöhnliche Enttäuschung hinaus. Er warf dem Sender und der Produktion Betrug vor und machte damit einen der größten Eklats in der Geschichte der Sendung publik.
Im Finale hatte Meichsners Team eine beachtliche Summe von 108.000 Euro angehäuft, ehe das Team in der Schlussrunde gegen Jäger Sebastian Jacoby unterlag. Auf Meichsner persönlich wären 36.000 Euro entfallen. Was ihn jedoch besonders wurmte, war nicht die Niederlage an sich, sondern die Art, wie sie zustande kam: Der Kandidat fühlte sich durch eine ungleiche Regelauslegung um seinen Gewinn gebracht.
Zwei Antworten, zwei Maßstäbe
Im Interview mit Bild schilderte Meichsner zwei konkrete Szenen, die seinen Verdacht der Ungleichbehandlung begründeten. Bei einer Frage nach einer glücksbringenden Pflanze, deren Name auch ein berühmter Künstler war, antwortete Jacoby mit „Kleeblatt". Meichsner zufolge wäre ausschließlich „Klee" korrekt gewesen – die Jury akzeptierte die Antwort des Jägers dennoch.
Anders lief es für sein eigenes Team: Auf die Frage, in welchem Stadtteil New Yorks der legendäre „Cotton Club" stehe, antworteten Meichsner und seine Mitstreiter mit „Manhattan". Die Redaktion bestand jedoch auf „Harlem" – obwohl Harlem ein Teil von Manhattan ist – und wertete die Antwort als falsch. Für Meichsner war das der entscheidende Beweis: Dem Jäger wurde eine großzügige Auslegung gewährt, dem Kandidatenteam hingegen nicht. Er sprach deshalb offen von „Betrug".
Der Versuch, die Entscheidung nachträglich anzufechten, scheiterte. Die Regelauslegung der Redaktion hatte Bestand, eine nachträgliche Korrektur gab es nicht. Meichsner und sein Team gingen leer aus – das Preisgeld wanderte zurück in den ARD-Topf. Der Fall blieb damit einer der meistdiskutierten Momente in der Geschichte von „Gefragt – gejagt".









