Große Augen bei den Fans

„Tatort“: Gleich zwei überraschende Comebacks für ehemalige Lieblinge

Im aktuellen „Tatort: Mike & Nisha“ feierte Bruno Cathomas ein unerwartetes Comeback. Und während Fans noch über seinen Auftritt staunen, kündigt sich bereits das nächste Highlight an: Schauspiel-Ikone Jutta Speidel kehrt nach fast drei Jahrzehnten in den „Tatort“ zurück. im „Tatort“

Collage: Jutta Speidel als Schwester Lotte in „Um Himmels Willen“ und Bruno Cathomas als Fosco Cariddi im „Tatort“
Jutta Speidel als Schwester Lotte in „Um Himmels Willen“ und Bruno Cathomas als Fosco Cariddi im „Tatort“. Foto: SF und HR/Degeto

Der Sonntagabend stand wieder ganz im Zeichen des Kult-Krimis: Im „Tatort: Mike & Nisha“, der in der Kritik sehr schlecht wegkam, überraschte ein bekanntes Gesicht die Zuschauer – Bruno Cathomas, einst in der Rolle des Chefs der Frankfurter Mordkommission im Einsatz, kehrte zurück. Doch diesmal nicht als Ermittler, sondern als Leiche. Parallel dazu sorgt Jutta Speidel für Schlagzeilen: Nach 27 Jahren übernimmt sie bald eine Hauptrolle im Kieler „Tatort“. Zwei Comebacks, die für Begeisterung sorgen – und zeigen, wie lebendig die Krimi-Reihe bleibt.

Bruno Cathomas: Vom Kommissar zur Leiche

Im Frankfurter „Tatort“ war Bruno Cathomas von 2017 bis 2019 als Fosco Cariddi, Chef von Margarita Broich und Wolfram Koch, zu sehen. Nun meldete sich der 60-jährige Schweizer im neuen Ludwigshafener Fall „Mike & Nisha“ zurück – allerdings auf der anderen Seite des Verbrechens.

Cathomas spielte Gustav, das dominante Oberhaupt einer zerrütteten Familie, das beim gemeinsamen Essen mit Sohn Mike (Jeremias Meyer) und dessen Freundin Nisha (Amina Merai) immer stärker unter Druck gerät. Der Twist: Nisha ist Gustavs eigene Tochter aus einer Affäre – eine Enthüllung, die die Geschichte zur tragischen Familientragödie macht. Noch bevor das Geheimnis ans Licht kommt, ist Gustav tot – erschlagen von den eigenen Kindern.

Trotz seines kurzen Auftritts – nur elf Minuten Screentime, gedreht an zwei Tagen – hatte Cathomas großen Spaß an der Rolle: „Die Leiche zu spielen, machte mir sogar mehr Spaß als jeder Kommissar“, erklärte er in einem Interview mit Bild.de. „Es war nicht nur die Leiche, sondern auch vorher dieser fiese Vater – das war eine tolle Aufgabe.“

Auch die vermeintlich leichte Aufgabe, als Leiche stillzuliegen, entpuppte sich als Herausforderung: „Ich durfte mich nicht bewegen und nicht atmen – minutenlang. Das war eine echte Konzentrationsübung.“

Damit feierte der Schauspieler ein kurioses, aber charmantes „Tatort“-Comeback, das Fans der Reihe sofort erkannten und in den sozialen Netzwerken kommentierten.

Jutta Speidel: Nach 27 Jahren zurück beim „Tatort“

Während Cathomas für eine Episode zurückkehrte, steht für Jutta Speidel ein größeres Comeback bevor. Die 71-jährige Schauspielerin, bekannt aus Serien wie „Forsthaus Falkenau“ und „Um Himmels Willen“, übernimmt in der kommenden Kieler Folge „Der Goldspinner“ eine zentrale Episodenrolle.

Laut „TVWunschliste“ ist es ihr erster „Tatort“-Auftritt seit 1998 – und damit ein echtes Highlight für Fans des deutschen Fernsehens. Die Dreharbeiten laufen bereits. Erst 2027 soll die Folge dann ausgestrahlt werden. Regie führt Grimme-Preisträger Jens Wischnewski.

„Der Goldspinner“ spielt in der Fußballszene und behandelt den gewaltsamen Tod eines Fans. Parallel entsteht mit „Wer Wölfe ruft“ bereits der nächste Fall. Beide Episoden sind Teil eines Doppeldrehs mit dem neuen Ermittlerinnen-Duo Mila Şahin (Almila Bagriacik) und Elli Krieger (Karoline Schuch), das den Kieler „Tatort“ künftig prägen wird.

Damit feiert Speidel nicht nur ihr „Tatort“-Comeback, sondern steht zugleich für einen Neuanfang der Krimireihe in Kiel. Für die Schauspielerin ist es eine Rückkehr zu den Wurzeln – schließlich spielte sie schon 1975 in „Tatort – Mordgedanken“ mit.

Warum beide Comebacks so gut ankommen

Ob als Leiche oder als Episoden-Hauptrolle – beide Rückkehrer stehen für die große Bandbreite des „Tatort“-Universums. Während Cathomas mit einem kurzen, aber intensiven Auftritt für Gesprächsstoff sorgt, bringt Speidel klassische Schauspielkunst und Erfahrung in ein neues Ermittlerteam.

Der Reiz liegt in der Mischung aus Nostalgie und Neuanfang: Altbekannte Gesichter treffen auf neue Konstellationen, vertraute Formate auf frische Ideen. Für viele Fans ist das genau der Grund, warum der „Tatort“ seit über 50 Jahren erfolgreich bleibt.

Der „Tatort“ wird nicht alt

Mit Bruno Cathomas und Jutta Speidel erlebt der „Tatort“ gleich zwei unerwartete Rückkehrer, die auf ganz unterschiedliche Weise begeistern. Während Cathomas im Ludwigshafener Fall als Leiche für Aufsehen sorgt, bringt Speidel frischen Glanz nach Kiel. Zwei Comebacks, die zeigen: Der „Tatort“ bleibt spannend – und voller Überraschungen.