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Die Klassiker auf Nintendo Switch

„Super Mario Galaxy 1+2“ im Test: Ist der happige Preis wirklich gerechtfertigt?

Zwei der besten 3D-Plattformer aller Zeiten kehren zurück: „Super Mario Galaxy“ und „Super Mario Galaxy 2“ sind für die Switch & Switch 2 erschienen. Aber lohnt sich der teure Bundle-Preis wirklich?

Das Artwork für beide Cover von Super Mario Galaxy 1+2
Lohnen sich die beiden Ausnahmespiele auch für Switch und Switch 2? Foto: Nintendo

Es gibt Videospiele, die bleiben unvergessen. „Super Mario Galaxy“ (2007) und „Super Mario Galaxy 2“ (2010) gehören zweifellos dazu – zwei 3D-Plattformer, die ihrer Zeit weit voraus waren und die Messlatte für das Genre bis heute hoch halten. Nun bringt Nintendo beide Klassiker im Doppelpack zurück auf die Switch. Doch bei einem Preis von knapp 70 Euro stellt sich die Frage: Meisterwerke hin oder her – ist das wirklich gerechtfertigt? Und was bringt die neue Edition auf Nintendo Switch 2?

Zwei Meisterwerke, die kaum gealtert sind

Mario steht ohne seine Mütze in Super Mario Galaxy da. Sie wird gehalten von einem Luma
„Super Mario Galaxy“ hat nichts von seiner Faszination eingebüßt. Foto: Nintendo

Wer sich noch einmal in die Weiten des Alls stürzt, merkt schnell: Die Galaxy-Spiele sind zeitlose Glanzstücke. Das Spielgefühl, die Vielfalt der Galaxien, die Kreativität der Power-Ups und die spektakulären Bosskämpfe – all das wirkt auch 15 Jahre später frisch. Ob das Klettern mit Bienen-Mario, die Schwerkraftspielereien in schwindelerregenden Levels oder die epischen Duelle gegen Bowser: „Super Mario Galaxy“ und „Super Mario Galaxy 2“ gelten bis heute völlig zurecht als zwei absolute Ausnahmespiele des Genres.

Remaster mit Liebe – aber nicht makellos

Visuell hat Nintendo spürbar nachgebessert: höhere Auflösung (bis 4K im Docked-Modus auf der Nintendo Switch 2 bzw. 1080p-Auflösung im Handheld), sauberere Texturen, klarere UI-Elemente. Tatsächlich erstrahlen die Spiele wieder in neuem Glanz, der sich sehen lassen kann – besonders auf der Nintendo Switch 2. Im Vergleich zur „3D All-Stars“-Version von 2020 wirkt das Paket endlich so, wie es die Spiele verdient haben

Dazu gibt es kleine, aber nette Extras: neue Storybuch-Kapitel, ein Assist-Modus für Einsteiger und der Co-Star-Modus für Koop-Fans. Wer Lust hat, kann also auch zu zweit Sternenteile einsammeln oder Gegner ärgern. Allerdings: Die Remaster bleiben hinter anderen Nintendo-Remastern der vergangenen Jahre, wie bspw. „Metroid Prime Remastered“, zurück. Es ist eher ein sanftes Aufpolieren als eine komplette Neugestaltung.

Schwachpunkte: Steuerung und Kamera

So großartig die beiden Abenteuer sind und so hübsch sie technisch aufpoliert wurden, so sehr zeigen sich in einigen Details die Zeichen der Zeit. Das betrifft insbesondere die schon damals zu Wii-Zeiten einzigartige Steuerung, die schon in den bisherigen Neuauflagen kaum sinnvoll neuaufgelegt werden konnte. Doch nicht nur das:

  • Im Docked-Modus fühlt sich das Gyro-Zielen mit dem Pro Controller sperrig an, man muss oft mit „R“ die Cursor-Position neu zentrieren.

  • Im Handheld-Modus geht das Einsammeln der Sternteile zwar auch per Touchscreen, wirkt aber fummelig.

  • Die Kamera ist in den meisten Situationen erstaunlich stabil, kann aber bei plötzlichen Perspektivwechseln frustrierend sein. Und generell ist einfach unverständlich, warum man ein freies Positionieren der Kamera nicht neu hinzugefügt hat.

Hier hätte Nintendo mit kleinen Anpassungen viel Komfort nachliefern können – schade, dass diese Chance verpasst wurde.

Die große Preisfrage: Sind diese Klassiker wirklich 70 Euro wert?

Die wohl größte Diskussion dreht sich um den Preis: Rund 70 Euro für das Bundle oder knapp 40 Euro pro Spiel. Für zwei alte Wii-Titel klingt das nicht nur happig, sondern ist ehrlicherweise auch, weil die beiden Remaster dann doch eher dezent ausfallen.

Doch gleichzeitig muss man nüchtern festhalten: Inhaltlich sind die Spiele jeden Cent wert. Beide Galaxy-Abenteuer bieten zusammen 40+ Stunden Spielzeit, dutzende Galaxien, Geheimnisse und ein Level-Design, das bis heute Maßstäbe setzt. Wer die Originale nie gespielt hat, bekommt mit diesem Paket zwei der besten Plattformer aller Zeiten – in aufgehübschter Optik und mit kleinen Komfort-Extras.

Besitzer der Wii-Originale hingegen könnten abwägen, ob ihnen die optischen Verbesserungen und Extras den Preis wert sind.

Fazit: Zwei Meisterwerke mit einem cleveren Hintergedanken

„Super Mario Galaxy“ und „Super Mario Galaxy 2“ bleiben auch 2025 zwie der besten Verteter des Genres. Die Neuauflagen machen vor allem auf der Nintendo Switch 2 visuell viel richtig, versäumen aber Verbesserungen bei Kamera und Steuerung. Der Preis ist hoch – doch wer bereit ist, ihn zu zahlen, erhält zwei Spiele, die noch immer zur absoluten Spitze des Genres gehören.

Und natürlich nutzt Nintendo die Gunst der Stunde für cleveres Marketing: Denn im April 2026 erscheint dann „The Super Mario Galaxy Movie“, der die Verkaufszahlen der Spiele sicherlich nochmal nach oben schießen lassen dürfte. Vielleicht dann auch mit einer Ankündigung von „Super Mario Galaxy 3“? Da hätten wir tatsächlich gar nichts dagegen.

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