Fernsehen

Sturm der Liebe: Rassismus-Skandal um SdL-Star

„Sturm der Liebe“-Star Gabrielle Scharnitzky hat aus Angst vor dem Coronavirus eine Chinesin aus ihrer Wohnung geschmissen.

Sturm der Liebe: Gabrielle Scharnitzky spielte Cosima Saalfeld
Gabrielle Scharnitzky (links, hier mit Mona Seefried) spielte in "Sturm der Liebe" von 2009 bis 2010 Cosima Saalfeld. Foto: ARD

Gabrielle Scharnitzky (63), die in „Sturm der Liebe“ Cosima Saalfeld spielte, hat einen Rassismus-Skandal an der Backe. „Ich war nach der Kündigung so geschockt, dass ich mehrere Tage nicht mehr zur Uni gehen konnte. Diese Vorverurteilung, nur weil ich eine Chinesin bin, hat mich sehr getroffen“, äußerte eine chinesische Studentin aus Berlin jüngst gegenüber „Bild“. Doch was war passiert?

 

Sturm der Liebe: Scharnitzky hat Angst vor dem Coronavirus

Laut Angaben der Bild war Scharnitzky die Studentin aus ihrer Wohnung. „Ich möchte nicht, dass du aus China in meine Wohnung zurückkommst und unsere Gesundheit gefährdest, denn der Coronavirus breitet sich schnell aus“, heißt es im Kündigungsschreiben, das „Bild“ vorliegt.

Die Studentin erhielt es, nachdem sie Scharnitzky im Januar mitgeteilt hatte, in ihre chinesische Heimatstadt Chengdu reisen zu wollen. Allerdings, so die Studentin gegenüber „Bild“, sei sie gar nicht in ihre Heimat gereist und habe diese Information auch an ihre Vermieterin weiter gegeben.

 

Sturm der Liebe: Gabrielle Scharnitzky rechtfertigt sich

Gegenüber „Bild“ erklärte die Schauspielerin nun:

„Ich stellte und stelle auch nach wie vor nicht alle Chinesen unter Generalverdacht, sondern musste mich vor einer real möglichen Ansteckungsgefahr durch einen Menschen schützen, der aus einem virenverseuchten Gebiet zurückkehrt, bei mir ein- und ausgeht und damit meine Gesundheit und die Gesundheit meiner Besucher in Gefahr bringt. Nicht umsonst warnt das Auswärtige Amt mittlerweile vor Reisen nach China in die vom Virus besonders betroffenen Regionen, nicht umsonst sind mittlerweile diese Teile des Landes isoliert worden und nicht umsonst haben mittlerweile viele Fluggesellschaften die Flüge von und nach China eingestellt.“

Sie habe in den letzten zehn Jahren immer wieder Untermieter aus aller Welt, von Indien über Afrika, Türkei, Südamerika, Europa, Amerika und Vietnam, gehabt, und immer genossen, „mit den unterschiedlichsten Kulturen in Kontakt zu kommen“.

Die Studentin hat jetzt zwei Wochen Zeit, eine neue Bleibe zu finden.

 
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