Stranger Things: Mikes Theorie entkräftet – SPOILER ist wirklich tot!
Einer der größten Todesfälle im „Stranger Things“-Finale wird in der letzten Szene von Mike angezweifelt. Doch es tut uns leid, Mike: SPOILER lebt nicht mehr.

Das große Finale von „Stranger Things“ bietet mit dem Opfer von Elfi einen letzten tragischen Moment, bevor die Serie deutlich hoffnungsvoller 18 Monate in die Zukunft springt. Dort erstrahlt Hawkins wieder im alten Glanz, die Grauen der Vergangenheit wurden oder werden verarbeitet und wir sehen, was aus unseren Lieblingsfiguren geworden ist.
Allein Mike beschäftigt sich noch mit den Ereignissen am 6. November 1987. Etwas an Elfis Tod scheint für ihn keinen Sinn zu ergeben, und nach einer letzten Runde „Dungeons & Dragons“ teilt er seine Theorie mit seinen Freunden: Elfi ist gar nicht tot, sondern hat ihren Tod mithilfe von Kali nur vorgetäuscht. Stattdessen hat Elfi ein neues Leben angefangen, weit weg von bösen Soldaten und gefährlichen Experimenten.
Das klingt erst mal durchaus plausibel, immerhin begründet Mike seine Theorie, und „Stranger Things“ zeigt uns sogar, wie es wohl aussehen würde, wenn Elfi endlich die drei Wasserfälle erreicht, die ihr Mike einst versprochen hat.
Zudem ist „Stranger Things“ im Kern eine sehr hoffnungsvolle Serie, und allein deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine der beliebtesten Hauptfiguren der Serie überlebt hat, nicht gerade gering. Eine klare Antwort bleibt uns das Finale bewusst schuldig, doch wenn man sich etwas genauer mit Mikes Theorie beschäftigt, wird schnell klar – Elfi ist tot!
Live your best life, girl!

Kali ist in Staffel 5 nicht gerade eine heitere Zeitgenossin, aber wer kann es ihr verübeln? Nach den Experimenten in ihrer Kindheit und der späteren Gefangenschaft durch Dr. Kay hat sie nur ein Ziel – die finsteren Pläne, die einst von Dr. Brenner geschmiedet wurden, müssen beendet werden.
Deshalb ist es für sie auch nicht damit getan, Henry/Vecna zu besiegen, denn solange Elfi lebt, wird Dr. Kay Jagd auf sie machen und versuchen, mit ihrem Blut zu experimentieren. Elfi versteht diese Logik und willigt ein, gemeinsam mit Kali auf der Anderen Seite zu bleiben, wenn diese zerstört wird.
Mikes Theorie besagt allerdings, dass Kali im Angesicht des Todes ihre Meinung geändert hat und mit letzter Kraft gemeinsam mit Elfi einen Plan schmieden konnte, damit Elfi doch überleben kann. Aber warum sollte es zu diesem plötzlichen Sinneswandel kommen? Das von Kali vorgeschlagene Opfer ist ja durchaus nachvollziehbar, der plötzliche Plan B allerdings nicht – und er hat auch einige Schwächen.
„Ich sterbe – demnächst“

Damit Mikes Theorie funktioniert, müsste Folgendes passiert sein: Kali, tödlich verwundet, aber nicht tot, wird von Elfi allein zurückgelassen, in der festen Annahme, dass Elfi vermutlich in naher Zukunft von Dr. Kay und ihren Soldaten umstellt wird. Das setzt voraus, dass Elfi ihre „Schwester“ einfach allein lassen würde, Kali sicher davon ausgeht, dass sie noch mindestens eine Stunde (oder länger) überlebt und kurz vor ihrem Tod noch genug Kraft hat, um eine Illusion von Elfi herzustellen.
Glück und Zufall spielen in diesem Plan eine auffällig große Rolle – was verständlich ist, wenn man davon ausgeht, dass diese Theorie von einem verzweifelten Mike aufgestellt wurde. Auch sein nächstes Argument lässt sich schnell entkräften.
Mikes wackelige Hochfrequenz-Logik

Kurz vor ihrem „Verschwinden“ nutzt Elfi ihre Kräfte, um sich von Mike verabschieden zu können. Das wäre, laut Mike, gar nicht möglich gewesen, wenn Elfi wirklich im Übergang zur Anderen Seite gestanden hätte, immerhin richteten gleich mehrere Soldaten die Hochfrequenz-Lautsprecher auf sie. Das müsste Elfis Kräfte eigentlich stoppen und ihr zudem starke Schmerzen zufügen, doch sie zeigt sich stattdessen völlig unbeeindruckt davon.
Allerdings gibt es auch keinen Beweis dafür, dass die Hochfrequenz-Lautsprecher tatsächlich eingeschaltet sind. Soldaten stehen bei ihnen und bewegen sie auch, doch möglicherweise warten sie darauf, dass Elfi die Andere Seite verlässt, bevor sie sie mit dem Frequenzstrahl lähmen. Was bringt es schließlich, wenn sie auf der Anderen Seite zusammenbricht, wenn dort doch gleich eine Bombe explodiert?
Und selbst wenn die Hochfrequenz-Lautsprecher eingeschaltet wurden, ist nicht gesagt, dass die Frequenz von Hawkins bis auf die Andere Seite reicht. Somit lässt sich Elfis Einsatz ihrer Kräfte auch so erklären, ganz ohne hinzu erfundenen Plan B.
Sicherlich leben Mike und viele Fans glücklicher mit der Wunschvorstellung, dass Elfi sich auf einem endlosen „Work & Travel“-Trip befindet, doch zumindest die vom „Stranger Things“-Finale gebotene Erklärung hat zu viele Lücken und Ungereimtheiten, um ernst genommen zu werden.










