„Stralsund“: Letzter Auftritt von Alexander Held – dieser Satz berührt besonders
Ein bewegender Abschied im ZDF: Am heutigen Samstag ist der im Mai verstorbene Alexander Held ein letztes Mal als Kommissar Karl Hidde in „Stralsund“ zu sehen. Besonders eine Szene aus dem neuen Krimi „Dunkle Tiefen“ dürfte vielen Fans nahegehen.

Für die Fans der ZDF-Krimireihe „Stralsund“ wird dieser Samstagabend ein besonderer. Am 31. Oktober 2026 um 20:15 Uhr zeigt der Sender den neuen Film „Stralsund – Dunkle Tiefen“. Darin übernimmt Alexander Held noch einmal die Rolle des Kriminalhauptkommissars Karl Hidde, mit der er über viele Jahre das Gesicht der Reihe geprägt hat.
Es ist ein Abschied, der inzwischen eine traurige Bedeutung bekommen hat. Alexander Held starb am 12. Mai 2026 im Alter von 67 Jahren nach kurzer Krankheit. Die Dreharbeiten zu seinem letzten „Stralsund“-Film lagen zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als ein Jahr zurück. Dass Karl Hidde die Krimireihe verlassen würde, war also keine Reaktion auf den Tod des Schauspielers.
„Stralsund“: Alexander Helds letzte Szene bekommt besondere Bedeutung
Im neuen Krimi wird deutlich, dass Karl Hidde über seine berufliche Zukunft nachdenkt. Die körperlichen Belastungen seines Polizeialltags machen dem erfahrenen Ermittler zunehmend zu schaffen. Deshalb spielt er mit dem Gedanken, seinen Dienst zu beenden. In einem Gespräch mit seiner Ex-Frau Vera Hidde (Lena Stolze) sagt er: „Ich denke, es ist an der Zeit für ein neues Kapitel.“ Dann fügt er hinzu: „Wer weiß, wie viele noch kommen.“
Worte, die ursprünglich zum geplanten Abschied einer Serienfigur gehörten, erhalten durch Alexander Helds Tod eine ganz andere Wirkung. Dabei hatte der Schauspieler selbst entschieden, seine Arbeit bei „Stralsund“ zu beenden. Nach vielen Jahren vor der Kamera wollte er sein Arbeitspensum reduzieren. Sein Ausstieg wurde deshalb bereits bei den Dreharbeiten im März und April 2025 vorbereitet.
„Stralsund – Dunkle Tiefen“: Darum geht es im letzten Fall von Karl Hidde
Auch abseits des emotionalen Abschieds erwartet das Publikum ein düsterer Kriminalfall. Im Hafen von Stralsund wird der Fischereiunternehmer Hark Reimers (Thomas Ziesch) auf grausame Weise ermordet. Der Täter schlägt ihn nieder, wickelt ihn in ein Fischernetz und ertränkt ihn. Kriminalhauptkommissar Karl Hidde ermittelt gemeinsam mit Jule Zabek (Sophie Pfennigstorf) und Tomasz Nowak (Jakub Gierszał). Doch innerhalb des Teams gehen die Meinungen über die möglichen Täter schnell auseinander.
Während Hidde und Nowak den Bruder des Opfers ins Visier nehmen, verfolgt Zabek eine andere Spur. Sie interessiert sich besonders für die junge Auszubildende Ella Brodersen (Hannah Schiller), deren Familie eine tragische Vergangenheit mit der Fischereibranche verbindet.
Auch Jule Zabek hat mit persönlichen Problemen zu kämpfen. Nach ihrem Sturz von der Rügenbrücke im vorherigen Film leidet sie weiterhin unter einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung. Der neue Fall verlangt ihr deshalb nicht nur beruflich einiges ab.
Nicht nur Alexander Held: Auch Jakub Gierszał verlässt „Stralsund“
Mit „Dunkle Tiefen“ verabschiedet sich nicht nur Karl Hidde von der ZDF-Reihe. Auch Jakub Gierszał, der seit 2025 den Kriminalkommissar Tomasz Nowak spielt, ist in diesem Film zum letzten Mal dabei. Damit steht „Stralsund“ vor einem größeren personellen Neuanfang. Sophie Pfennigstorf bleibt der Reihe als Jule Zabek erhalten. An ihre Seite tritt künftig Torben Liebrecht als Kriminalkommissar Stefan Witt.
Auch auf der Führungsebene gibt es eine Veränderung: Samuel Weiss übernimmt als neuer Kripo-Chef Achim Mahron eine wichtige Rolle. Die Zukunft der Krimireihe ist trotz der Abschiede gesichert. Weitere Filme sind bereits produziert beziehungsweise angekündigt. Dazu gehören „Stralsund – Haus des Henkers“ und „Stralsund – Das letzte Gebot“. Wann diese Folgen im ZDF zu sehen sein werden, steht bislang nicht fest.
Alexander Held starb überraschend: ZDF nahm bewegend Abschied
Alexander Helds Tod im Mai löste große Bestürzung in der deutschen Film- und Fernsehbranche aus. Der gebürtige Münchner war nicht nur durch „Stralsund“, sondern auch durch die ZDF-Reihe „München Mord“ bekannt. Sein langjähriger Freund und Produzent Sven Burgemeister würdigte ihn damals als außergewöhnlichen Menschen und Schauspieler. Die beiden hatten bei mehr als 30 Filmen zusammengearbeitet. „Als Freund und Produzent war Alexander Held ein Geschenk: ein Mensch, ein Gentleman, ein Herr mit Feinsinn, Witz und großer Zuwendung“, erklärte Burgemeister nach dem Tod des Schauspielers.
Auch das ZDF erinnerte an Helds besondere Ausstrahlung. Frank Zervos, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie I und stellvertretender Programmdirektor, hob dessen melancholischen Blick und feinen Humor hervor. Eine genaue Todesursache wurde nicht öffentlich bekannt gegeben. Nach Angaben seines Freundes starb Held überraschend nach kurzer Krankheit.
Alexander Held: In „München Mord“ steht noch ein weiterer Abschied bevor
Während Karl Hiddes Geschichte bei „Stralsund“ nun zu Ende geht, können sich Fans von Alexander Held noch auf einen weiteren Fernsehauftritt freuen. In der ZDF-Reihe „München Mord“ verkörperte der Schauspieler seit 2014 den eigenwilligen Ermittler Ludwig Schaller. Gemeinsam mit Marcus Mittermeier als Harald Neuhauser und Bernadette Heerwagen als Angelika Flierl bildete er das beliebte Krimitrio.
Ein weiterer Film mit dem Arbeitstitel „München Mord – Das Recht auf Glück“ wurde noch im November und Dezember 2025 mit Alexander Held gedreht. Seine Ausstrahlung ist für Dezember 2026 vorgesehen.
Wie die Reihe danach mit dem Verlust ihrer zentralen Figur umgehen wird, ist noch nicht abschließend bekannt. Fest steht allerdings, dass „München Mord“ fortgesetzt werden soll.
„Stralsund – Dunkle Tiefen“ heute im ZDF: Alle Sendetermine
Wer Alexander Held noch einmal als Karl Hidde sehen möchte, sollte sich den heutigen Samstagabend vormerken. „Stralsund – Dunkle Tiefen“ läuft am 31. Oktober 2026 um 20:15 Uhr im ZDF. Der 28. Film der Reihe erzählt nicht nur einen neuen Mordfall, sondern markiert zugleich das Ende einer langen Ära. Für viele Fans dürfte vor allem Karl Hiddes Satz über ein neues Kapitel in Erinnerung bleiben.






