TV-Tipp

„Sternstunde der Mörder“: Historischer Krimi trifft auf düstere Kriegsrealität

„Sternstunde der Mörder“ läuft im Ersten und in der ARD Mediathek: Der aufwühlende Vierteiler verbindet Krimi-Spannung mit den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs und setzt auf ein hochkarätiges Ensemble.

Ermittler Jan Morava (Jonas Nay) befragt den Hausmeister in Sternstunde der Mörder in der ARD
Lohn sich „Die Sternstunde der Mörder“ in der ARD an Karfreitag? Foto: ARD Degeto Film/NDR/Servus TV/Canal+Austria/HR/Zeitgeist Filmproduktion/EPO-Film/Petro Domenigg

Mit „Sternstunde der Mörder“ zeigt Das Erste einen außergewöhnlichen TV-Tipp: Die vierteilige Miniserie verbindet packenden Kriminalfall mit einem historischen Ausnahmezustand. Schauplatz ist Prag im März 1945 – kurz vor Kriegsende, als Chaos, Gewalt und Unsicherheit den Alltag bestimmen.

Bereits seit dem 29. März 2026 ist der Mehrteiler in der ARD Mediathek abrufbar. Im linearen TV läuft „Sternstunde der Mörder“ am Freitag, 3. April 2026, ab 20:15 Uhr im Ersten in vier aufeinanderfolgenden Episoden.

Darum geht es in „Sternstunde der Mörder“

Im Zentrum steht der junge Ermittler Jan Morava (Jonas Nay), der gemeinsam mit seinem Vorgesetzten einen grausamen Mordfall aufklären soll: Eine deutsche Offizierswitwe wird brutal getötet. Schnell zeigt sich, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt.

Während Morava dem sogenannten „Witwenmörder“ auf die Spur kommt, wird er unter Druck gesetzt. Denn der NS-Befehlshaber Meckerle verfolgt eigene Ziele und stellt ihm den Gestapo-Beamten Erwin Buback (Nicholas Ofczarek) zur Seite.

Was zunächst wie ein klassischer Kriminalfall beginnt, entwickelt sich zu einem vielschichtigen Drama über Macht, Misstrauen und Moral. Parallel zur Mordserie spitzt sich die politische Lage zu: In Prag formiert sich der Widerstand, während das NS-Regime langsam zusammenbricht.

Mehr als ein Krimi: Wenn Geschichte zur Bühne wird

„Sternstunde der Mörder“ basiert auf dem Roman von Pavel Kohout und geht über klassische Krimi-Strukturen hinaus. Der Vierteiler zeigt nicht nur die Jagd nach einem Serienmörder, sondern auch ein erschütterndes Bild der letzten Kriegstage.

Im Verlauf der Handlung verschiebt sich der Fokus zunehmend: Vom individuellen Verbrechen hin zu kollektiver Gewalt und moralischem Zerfall.

Gerade diese Mischung macht die Serie so besonders. Der Kriminalfall ist nur der Einstieg in eine größere Geschichte über Schuld, Verantwortung und das Ende eines Systems.

Hochkarätige Besetzung und starke Figuren

Die Serie überzeugt vor allem durch ihr Ensemble:

  • Jonas Nay verkörpert den idealistischen Ermittler Morava, der zwischen Pflicht und Menschlichkeit steht.

  • Nicholas Ofczarek spielt den zwielichtigen Gestapo-Mann Buback, der zunehmend innere Konflikte zeigt.

  • Jeanette Hain sorgt als Schauspielerin Marleen Baumann für emotionale Tiefe, während Devid Striesow als skrupelloser NS-Offizier Meckerle eine bedrohliche Präsenz entfaltet.

Die Figuren sind bewusst ambivalent gezeichnet und zeigen, wie Menschen in Extremsituationen zwischen Gut und Böse verschwimmen.

Sendetermine und Ausstrahlung

Alle vier Episoden laufen am Stück im Ersten:

  • Episode 1: 20:15 Uhr

  • Episode 2: 21:00 Uhr

  • Episode 3: 21:45 Uhr

  • Episode 4: 22:30 Uhr

Alternativ ist die komplette Miniserie bereits in der ARD Mediathek verfügbar.

Wem könnte „Sternstunde der Mörder“ gefallen?

„Sternstunde der Mörder“ ist kein klassischer Krimi für nebenbei. Die Serie fordert Aufmerksamkeit, belohnt aber mit intensiver Atmosphäre, starken Schauspielern und einer Geschichte, die lange nachwirkt.

Wer düstere, anspruchsvolle Stoffe wie „Babylon Berlin“ oder internationale Historien-Serien mag, sollte hier unbedingt einschalten.

Quellen

  • ARD