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"Star Wars: Battlefront 2" Test – Weltraum-Epos sorgt für mächtig Frust!

Star Wars Battlefront 2
"Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis..." Stirbt die Hoffnung auf ein gutes Spiel im "Star Wars"-Universum zuletzt? DICE will mit "Star Wars: Battlefront 2" alle Fans der kultigen Sci-Fi-Reihe zusammenbringen! DICE/EA

Es hätte so schön sein können: Spektakuläre Multiplayer-Schlachten im "Star Wars"-Universum und eine mitreißende Kampagne. Leider kann „Battlefront 2“ die Erwartungen nicht erfüllen. Warum lest ihr in unserem Kurztest!

 

Star Wars: Battlefront 2 - Worum geht’s?

Mit großer Spannung wurde die Fortsetzung des Multiplayer-Hits „Star Wars: Battlefront“ erwartet. EA und das Entwicklerstudio DICE betonten im Vorfeld auf das Feedback der Spieler gehört zu haben: Neben einem erweiterten Klassensystem und abwechslungsreichen Multiplayer-Gefechten sollten auch Solo-Spieler auf die dunkle Seite der Macht gelockt werden.

Tatsächlich klingt vor allem die Solo-Kampagne wie ein wahrgewordener Traum: Erstmals dürfen wir eine weibliche (!) Soldatin des Imperiums (!) spielen, die mitansehen muss wie der zweite Todesstern durch die Rebellen zu Schutt und Asche verwandelt wird. Die Solo-Kampagne soll die Geschichte zwischen Episode 6 und 7 ausfüllen. Im Multiplayer-Modus können sich hingegen bis zu 40 Spieler in galaktische Schlachten stürzen.

Star Wars Battlefront 2 Solo
Die dunkle Seite der Macht steht im Mittelpunkt der Solo-Kampagne!          EA/DICE
 

Star Wars: Battlefront 2 – Was ist gut?

Ein mitreißendes „Star Wars“-Spiel haben sich alle Sternenkrieger-Fans schon lange verdient. Zumindest grafisch und atmosphärisch leisten EA und Dice vorzügliche Arbeit: Gerade im Multiplayer wird die Schlachtenatmosphäre brillant auf Konsole und PC aufgefangen. Der tolle Soundtrack, die coolen Raumschlachten, die Helden-Modi und die perfekt steuerbaren Gefechten versetzen uns tatsächlich so gut wie möglich ins „Star Wars“-Universum. Kino-Helden wie Kylo Ren, Han Solo oder Darth Maul sind außerdem steuerbar.

Im Singleplayer-Modus gefallen vor allem die aufwendig gestalteten Zwischensequenzen sowie der nahtlose Übergang der einzelnen Passagen.

 

Star Wars: Battlefront 2 – Was ist enttäuschend?

Trotz der vielversprechenden Prämisse der Kampagne konnte uns der ca. fünfstündige Solo-Ausflug nur selten fesseln: Zu dramaturgisch unausgegoren wirkt das Drehbuch und zu beliebig wurden Helden-Missionen eingestreut, die Spieler eher aus den Geschehnissen hinausreißen, als ihn für die Kampagne zu begeistern. Zwar schafft es „Star Wars: Battlefront 2“ eine einigermaßen erzählerisch zufriedenstellende Brücke zu "Star Wars 7: Das Erwachen der Macht" zu schlagen, doch trotz aufwendiger Zwischensequenzen wirkt die Solo-Kampagne nur wie ein müdes Beiwerk.

Zwar liefert "Battlefront 2" mit elf Welten, 14 spielbaren Helden und vielen Fahrzeugen und Raumgleitern deutlich mehr Inhalt als der Vorgänger, doch ärgerlich ist vor allem, dass Spieler nicht selbst entscheiden können, in welcher Spielwelt sie teilnehmen wollen. Lediglich der Spielmodus lässt sich im Vorfeld frei wählen – danach ist es Glückssache, in welcher Partei und auf welchem Planeten der Spieler landen wird.

Star Wars Battlefront 2 Weltraum
"Star Wars: Battlefront 2" bietet spektakuläre Weltraum-Schlachten!          DICE/EA

Die Charakter-Entwicklung ist von so genannten Lootboxen abhängig, die kurz nach Release großer Kritik seitens der Fanschar auf sich gezogen hatten. Zwar hat EA seinen Pay2Win-Content vorerst komplett abgeschafft, doch trotzdem ist das Sternenkarten-System insgesamt misslungen, weil das Aufleveln oftmals von Losglück oder viel Grinding abhängig ist.

Das wirkt sich leider ingesamt auch auf die Multiplayer-Gefechte aus, die stark davon abhängig sind, inwiefern die Balance zwischen den Spielern stimmt.  

 

Fazit

Leider ist „Star Wars: Battlefront 2“ nicht das erhoffte Spiel geworden, dass das leiderprobte Fanlager endlich wieder für eine Videospiel-Umsetzung begeistern kann. Dabei waren die Voraussetzungen selten so gut: Grafisch und soundtechnisch begeistert das Multiplayer-Abenteuer und lässt ohne Performance-Einbruch zu, dass sich 40 Spieler auf abwechslungsreichen Karten duellieren.

Doch nicht nur die lieblose Singleplayer-Kampagne sorgt für Ernüchterung: Auch das zufallsbetriebene Lootbox-Upgrade-System kann schnell demotivieren. Zudem sorgt es dafür, dass das Balancing in den Multiplayer-Schlachten oftmals fragwürdig ist. Schade eigentlich, denn der deutlich umfangreichere Inhalt und die zeitweise fantastische Kulisse hatten den Eindruck geweckt, als hätte DICE die Wünsche seiner Fans erhört.

Star Wars: Battlefront II ist seit dem 17. November 2017 für PS4, Xbox One und PC erhältlich!



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