Shirin David rechnet mit Netflix-Doku ab: „Es war wie Brainwash“
In einer Fragerunde auf Instagram spricht Shirin David ungewohnt offen über ihre Netflix-Doku. Die Rapperin macht deutlich: So authentisch, wie viele Zuschauer:innen glauben, sei das fertige Werk ihrer Meinung nach nicht geworden.

Mit ihrer Netflix-Doku landete Shirin David einen Erfolg. Schon in den ersten 24 Stunden schaffte es die Produktion auf Platz 2 der Netflix-Filmcharts. Trotzdem blickt die Musikerin heute mit gemischten Gefühlen auf das Projekt zurück.
Shirin David erhebt Vorwürfe gegen Netflix
In ihrer Instagram-Story beantwortete Shirin David die Frage, was die Öffentlichkeit ihrer Meinung nach völlig falsch über sie einschätze. Ihre Antwort fiel deutlich aus: Viele Menschen glaubten, die Netflix-Doku sei authentisch gewesen. Für sie selbst sei das jedoch nicht der Fall.
Die Musikerin erklärte, sie habe das Produktionsteam sehr geschätzt. Entscheidungen über Schnitt und Darstellung seien am Ende aber von Regie und Netflix-Marketing getroffen worden. Bei Netflix gebe man das Schnittrecht ab, da das Format journalistisch sein solle.
Warum war „Nur das Leiden“ im Fokus?
Besonders kritisch sieht die Rapperin die inhaltliche Gewichtung der Doku. Sie habe gehofft, mehr Tiefe und einen stärkeren Fokus auf ihre Herkunft zu zeigen. Stattdessen sei ihrer Ansicht nach vor allem ihr Leiden in den Vordergrund gerückt worden.
Tatsächlich dürften viele Zuschauer:innen diesen Eindruck nachvollziehen. In der Doku, in der sie auch über ihre optischen Veränderungen spricht, stehen vor allem ihre Trauer, ihr Druck und ihr Perfektionismus oft im Mittelpunkt. Weniger sichtbar bleibt dagegen die Künstlerin hinter dem Erfolg. Gleichzeitig könnte ausgerechnet jener Perfektionismus, den die Doku zeigt, auch heute noch ihre Sicht auf das Projekt beeinflussen.
Doku sorgte bereits für Kritik
Zusätzlich veröffentlichte Shirin einen Screenshot einer Privatnachricht, in der sie gefragt wurde, warum die Doku überhaupt erschienen sei. Sie behauptet, sie habe das Werk nachträglich zurück kaufen wollen. Dies sei jedoch abgelehnt worden.
Mit ihrer Kritik steht sie nicht allein. Rapperkollegin Loredana hatte sich bereits öffentlich negativ über die Doku geäußert und das gezeigte Umfeld als „oberflächliche, ekelhafte Welt“ bezeichnet.






