Schlecht, schlechter, „Tatort“ …

Schlechter als der „Tatort“ heute: Das ist der schlechteste „Tatort“ 2025

Neben vielen guten „Tatort“-Fällen gab es 2025 auch einige Ausrutscher. Um welche es sich dabei handelt, haben wir für dich zusammengesucht …

Man sieht das Logo der ARD-Krimireihe „Tatort“.
So beliebt der „Tatort“ sein mag, gab es dieses Jahr doch einige Fälle, die niemanden überzeugen konnten. Foto: WDR

Wo Licht ist, ist auch Schatten – auch in Bezug auf den „Tatort“. Und obwohl die diesjährige „Tatort“-Saison durch viele geistreiche, spannende oder kreative Beiträge auffiel, gab es auch eine Handvoll an Fällen, die weder Publikum noch Kritiker oder Kritikerinnen begeistern konnten. Welche Fälle das waren, erfährst du im Folgenden.

Der schlechteste „Tatort“ 2025: Das sagen die Kritiker

Hans-Jochen Wagner (l.) und Eva Löbau stehen vor Neonlichtern.
Tobler (Eva Löbau) und Berg (Hans-Jochen Wagner) aus dem Schwarzwald sorgten dieses Jahr für den „schlechtesten Tatort aller Zeiten“. Foto: SWR/Benoît Linder

Wenn man den Kritikern und Kritikerinnen Glauben schenken darf, dann erschien gleich Anfang des Jahres ein „Tatort“, der von vielen Seiten sogar als „schlechtester Tatort aller Zeiten“ bezeichnet wird. Nun ist das eine Bezeichnung, die inflationär häufig benutzt wird, aber im Falle des Falls „Die große Angst“ – ein Beitrag aus dem Schwarzwald mit Tobler (Eva Löbau) und Berg (Hans-Jochen Wagner) – scheint man den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben. Ebenjener Fall behandelte eine schwangere Frau (Pina Bergemann), die mit ihrem Partner (Benjamin Lillie) in der Schauinslandbahn sitzt. Doch aus der friedlichen Fahrt entwickelt sich ein Handgemenge, das tödlich endet, nachdem ein Mann sich weigert das Fenster der Bahn zu öffnen.

Was wie eine recht interessante Ausgangslage für einen „Tatort klingt, wurde laut der Kritik schnell zu einem Wirrwarr seltsamster Plot-Entscheidungen. Egal, ob in den Kritiken verschiedenster „Tatort“-Fan-Foren oder bei renommierten Outlets wie der Zeit – man war sich einig, dass dieser „Tatort“ kein Wiedergutmachungspotenzial besitzt.

Der schlechteste „Tatort“ 2025: Das sagt das Publikum

Wotan Wilke Möhring (l.) und Denis Moschitto stehen an einem Geländer und schauen in die Ferne.
Quatschköpfe unter sich: Die allererste „Tatort“-Doppelfolge konnte gar nicht begeistern. Foto: NDR/Georges Pauly

So sehr manche Zuschauer und Zuschauerinnen „Die große Angst“ nicht leiden konnten, fällt unter dem herkömmlichen Publikum ein aktuellerer Beitrag weitaus negativer auf.

„Ein guter Tag“ und „Schwarzer Schnee“ mit Ermittler Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) waren der erste Versuch einer „Tatort“-Doppelfolge seitens der ARD. Dieses Experiment erfreute sich jedoch eher negativer Stimmen. Viele der Zuschauer bemängelten auf Social-Media-Plattformen wie zum Beispiel Facebook, dass die kontinuierlichen Einblendungen der Handlungsorte störend seien. Dieselbe mentale Einstellung galt auch der schieren Menge an Untertiteln, die dem Publikum vorgesetzt worden waren. Dazu kam die Überlänge des Falls, der jedoch nicht genügend Geschichte hatte, um diese Überlänge zu rechtfertigen – ebenso wenig wie Wotan Wilke Möhrings Spiel.

Der schlechteste „Tatort“ 2025: Das sagen wir

Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser (r.) stehen umringt von anderen Personen vor einer Leiche.
Ideologisch fehlgeleitet: „Wir sind nicht zu fassen“ aus Wien hat gar keine Freude gebracht. Foto: ORF/Landsiedl/Petro Domenigg

Während „Die große Angst“ und die erste Tatort“-Doppelfolge aufgrund ihrer seltsamen narrativen und teilweise stümperhaften Entscheidungen auffielen, war es für die TV Movie Online-Redaktion ein ideologisch fehlgeleiteter Fall, der uns negativ aufstieß. „Wir sind nicht zu fassen“ aus Wien mit Fellner (Adele Neuhauser) und Eisner (Harald Krassnitzer) war ein gigantischer Mittelfinger in Richtung aller Personen, die in diesem Jahrtausend geboren wurden. Kontinuierlich wurden junge Menschen als nicht rechtschaffend, unzuverlässig, kriminell und generell fehlgeleitet dargestellt, während die alten Haudegen – repräsentiert durch Fellner und Eisner – die Welt in Ordnung bringen. Abgesehen von dieser plumpen Schwarz-Weiß-Darstellung komplexer Sachverhalte konnte der Krimi auch auf technischer Ebene nicht überzeugen. Aber das können Fellner und Eisner ja generell eher selten …

Quellen