Sauberkugel nach „Die Höhle der Löwen“: Das wurde aus dem Krümelfänger für die Handtasche
Eine Kugel gegen Krümel in der Handtasche: Susanne und Bernd Schmekel kamen mit starken Verkaufszahlen in die Höhle – und lösten einen Bieterkampf aus.

Krümel, Sand und Staub sammeln sich in einer Handtasche oft dort, wo man sie nur mühsam wieder herausbekommt. Susanne Schmekel wollte das nicht länger hinnehmen. Gemeinsam mit ihrem Mann Bernd entwickelte sie die Sauberkugel: einen kleinen, wiederverwendbaren Helfer, der Schmutz unterwegs aufnehmen soll. In „Die Höhle der Löwen“ zeigte das Paar aus Wangen im Allgäu, dass aus dieser Idee längst ein beachtliches Geschäft geworden ist.
Eine Kugel mit Millionenumsatz
Die Sauberkugel ist außen klebrig und bewegt sich mit ihrem Inhalt durch die Tasche. Dabei bleiben Krümel, Sand und Staub an ihr haften. Anschließend lässt sie sich reinigen und erneut verwenden. „Mein Naturell ist immer, Probleme zu lösen“, erklärt die 50-jährige Gründerin im Pitch. Neben der Kugel stellen Susanne und Bernd Schmekel (52) den Saubergeist vor. Er soll dort Schmutz aufnehmen, wo man mit den Fingern schlecht hinkommt – etwa in engen Ablagen im Auto.
An Erfahrung im Verkauf mangelt es den beiden nicht: Nach eigenen Angaben haben sie bereits mehr als 1,5 Millionen Sauberkugeln verkauft und rund acht Millionen Euro Umsatz erzielt. Ihre Produkte sind unter anderem in Deutschland, den USA, Japan, Taiwan und Korea erhältlich. Kein Wunder, dass die Löwen sowohl die Zahlen als auch den Erfindergeist des Paars würdigen.
Trotzdem wünschen sich die Schmekels Unterstützung. Für 250.000 Euro bieten sie zehn Prozent ihrer Firmenanteile an. Die unverbindliche Preisempfehlung für die Sauberkugel liegt beim Pitch bei 8,90 Euro, die Gewinnmarge nach Angaben der Gründer bei 80 Prozent. Frank Thelen fragt deshalb nach, wofür ein so umsatzstarkes Unternehmen überhaupt einen Investor braucht. Mit zusätzlichem Kapital, erklären die Gründer, könnten sie die Herstellung vereinfachen und beschleunigen.
Drei Angebote – und eine Entscheidung
Nicht alle Löwen sehen darin ein überzeugendes Investment. Dagmar Wöhrl hält den Verbesserungsbedarf für größer, als es die geforderten 250.000 Euro auffangen könnten. Frank Thelen wiederum irritiert, dass das Unternehmen trotz seiner bisherigen Einnahmen nicht mehr Mitarbeiter beschäftigt. Beide steigen aus.
Andreas W. Herb macht den Gründern ein Angebot, verlangt zunächst aber 25,1 Prozent der Anteile. Judith Williams ist ebenfalls begeistert – und stellt sich auf Konkurrenz durch Ralf Dümmel ein. Judith und Ralf bieten jeweils die gewünschten 250.000 Euro, fordern dafür allerdings 20 Prozent. Andreas zieht nach und senkt seine Forderung ebenfalls auf 20 Prozent.
Damit liegt die Entscheidung bei Susanne und Bernd Schmekel: drei interessierte Löwen, dieselbe Investitionssumme und zuletzt dieselbe Beteiligung. Die Gründer beraten sich und wählen Ralf Dümmel als Partner für ihren Deal in der Sendung.
Was Sauberkugel heute kostet
Die Produkte sind weiterhin erhältlich. Im eigenen Onlineshop kostet die Kugel, dort als Sauberball angeboten, 8,95 Euro. Hinzu kommen 4,95 Euro Versandkosten; ab einem Bestellwert von 30 Euro entfallen sie. Wer mehrere Kugeln möchte, kann zu einem günstigeren Zweier- oder Dreierset greifen.
Auch der Saubergeist steht im Shop: Er kostet 12,95 Euro. Ein Duo aus beiden Produkten gibt es für 17,95 Euro.
Bei Amazon wird die Sauberkugel für 9,95 Euro ohne zusätzliche Versandkosten angeboten, der Saubergeist für 14,95 Euro. Wer nur eine Kugel bestellen möchte, sollte deshalb nicht allein auf den Produktpreis schauen – entscheidend ist der Gesamtpreis inklusive Versand.
Die genannten Produkte wurden von unserer Redaktion persönlich und unabhängig ausgewählt. Beim Kauf in einem der verlinkten Shops (Affiliate Link bzw. mit Symbol) erhalten wir eine geringfügige Provision, die redaktionelle Selektion und Beschreibung der Produkte wird dadurch nicht beeinflusst.








