Rückkehr nach Eternia: So überzeugend ist das „Masters of the Universe“-Reboot!
„Masters of the Universe“ ist zurück im Kino und verbindet 80er-Jahre-Nostalgie mit moderner Action, Humor und starken Animationen. Warum das Reboot alte Fans und neue Generationen begeistern könnte, liest du hier!

Mehr als vier Jahrzehnte ist es her, dass He-Man erstmals die Kinderzimmer eroberte. Was einst als Actionfigur begann, wurde mit Comics und Serien schnell zu einem popkulturellen Phänomen. Mit dem neuen Kinofilm „Masters of the Universe“ hebt Regisseur Travis Knight die legendäre Geschichte nun auf eine zeitgemäße, visuell beeindruckende Ebene – ohne ihren Ursprung zu vergessen.
Ob das Reboot nur von der Nostalgie lebt oder tatsächlich eigenständig funktioniert? Unser Review verrät, warum „Masters of the Universe“ die Balance zwischen Kult und Moderne überraschend gut meistert.
Darum geht’s in „Masters of the Universe“
Prinz Adam wächst als Thronfolger von Eternia auf, bis der finstere Skeletor das Königreich ins Chaos stürzt. Um ihn vor dem Zugriff des Tyrannen zu schützen, wird Adam mit dem magischen Schwert von Grayskull auf die Erde geschickt. Dieses ist der einzige Schlüssel zurück nach Eternia und zugleich die letzte verbliebene Verbindung zu seiner wahren Herkunft. 15 Jahre später holt ihn seine Vergangenheit ein: Als Adam das Schwert wiederfindet, erfährt er von seiner Bestimmung und wird zu He-Man. Zurück in seiner Heimat stellt er sich nicht nur Skeletor und dessen dunklen Mächten, sondern auch der Verantwortung, die Macht von Grayskull zu tragen – und dem Anspruch, ein wahrer Held zu sein.
Der Film schwankt zwischen trockenem Humor und epischer Action
Manchmal fühlt sich der Film so an, als hätte dein pubertierender Bruder gerade entdeckt, wie Humor funktioniert – aber im besten Sinne. Der trockene, leicht selbstironische Witz, der schon die frühen Comics und Serien prägte, findet auch im Reboot seinen Platz. Dabei werden spektakuläre Kampfszenen immer wieder mit charmanten Momenten aufgelockert. Prinz Adam (Nicholas Galitzine) ist kein unnahbarer Überheld, sondern ein unsicherer, stellenweise tollpatschiger junger Mann, der irgendwie nicht so richtig seinen Platz auf der Welt zu finden scheint. Kleine Blamagen gehören bei ihm demnach genauso dazu wie große Heldentaten.
Auch der größte Feind von ihm, Skeletor, bleibt nicht nur ein bedrohlicher Strippenzieher – er bekommt Szenen, in denen sein Größenwahn fast schon tragikomische Züge annimmt. Diese Mischung sorgt durch den ganzen Film für besondere Momente.
Eternia in neuem Glanz
Visuell ist „Masters of the Universe“ ein echtes Statement. Die Welt von Eternia wurde mit viel Liebe zum Detail neu interpretiert, ohne ihren ikonischen Look zu verlieren. Schon fast originalgetreu sehen wir gleich zu Anfang des Films „Schloss Grayskull“, zum verwechseln ähnlich mit dem Original aus den ersten Zeichentrick-Versionen. Und auch die Charaktere sind mit so vielen traditionellen und neuen Details ausgestattet.
Besonders die Neuinterpretationen bekannter Figuren wie „Beast Man“ oder „Clawful“ zeigen, wie respektvoll Travis Knight mit dem Original umgeht. Die Designs sind moderner, die Animationen beeindruckend, doch die Wiedererkennbarkeit bleibt.
Es gibt mehr zu sehen als Muskeln und Magie
Neben Action und Nostalgie überrascht der Film mit emotionaler Tiefe. Im Zentrum steht Adams innere Reise: vom verunsicherten Außenseiter zum selbstbewussten Helden. Denn selbst vor seinem Leben auf der Erde, wirkte er auch in Eternia wie ein Außenseiter. Er scheint nie so wirklich reinzupassen, fällt immer aus der Reihe. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart gefangen, kämpft er nicht nur gegen Skeletor, sondern auch gegen eigene Zweifel.
Der Film erzählt von Rückschlägen, Selbstfindung und der Erkenntnis, dass wahre Stärke nicht allein aus einem magischen Schwert kommt. Freundschaft, Zusammenhalt und das Akzeptieren von Niederlagen werden zu zentralen Themen und verleihen der Geschichte eine moderne, emotionale Ebene.
Ein Reboot mit Herz
„Masters of the Universe“ startet am 4. Juni in den deutschen Kinos und liefert genau das, was man sich von einem gelungenen Reboot erhofft: Respekt vor dem Original, gepaart mit frischer Energie.
Ob langjährige He-Man-Fans oder neue Action-Abenteurer:innen – der Film bietet packende Kämpfe, starke Animationen, humorvolle Momente und eine Heldengeschichte mit Herz.








