RTL spricht Klartext

RTL räumt Fehler ein: Gil Ofarims Behauptungen im Dschungel hätten „klargestellt“ werden müssen

Kaum ein Fernsehmoment war dieses Jahr (bisher) kontroverser als Gil Ofarims „Dschungelcamp“-Sieg. Nun gibt auch RTL zu, dass es einige Aspekte gäbe, die man diesbezüglich besser hätte regeln können.

Gil Ofarim steht mit Sonnenbrille am Frankfurter Flughafen. Neben ihm sind zwei weitere Personen zu sehen.
Unerwarteter Gewinner: RTL bezieht Stellung zum überraschenden Dschungelkönig Gil Ofarim. Foto: IMAGO / Matthias Wehnert

Am 8. Februar gewann der Musiker Gil Ofarim die diesjährige Ausgabe des „Dschungelcamp“ – zur großen Überraschung des Publikums, denn Ofarims Teilnahme an der Show war schon für sich genommen eine Kontroverse. Dann folgten auch noch Aussagen innerhalb der Sendung, die die Debatte um ihn erneut ankurbelten. Knapp zwei Monate später äußert sich nun RTL zu der Causa Ofarim.

Gil Ofarim: Welche Kontroverse umgibt den Dschungelkönig?

2021 gab es den sogenannten „Davidstern-Skandal“, der entstand, weil Gil Ofarim einen Leipziger Hotelmitarbeiter beschuldigte, ihm kein Zimmer zu geben, weil er eine Kette mit ebenjenem Stern getragen habe. 2023 stellte sich im Rahmen des dazugehörigen Gerichtsprozesses heraus, dass die Geschichte nicht der Wahrheit entsprach.

Trotz dieser Kontroverse wurde Ofarim als Kandidat im „Dschungelcamp“ aufgenommen und äußerte sich entgegen der Empfehlung seines Anwalts zu dem „Davidstern-Skandal“. Vorab stellte er fest, dass er sich zu dem Fall nicht geäußert habe, weil es eine Verschwiegenheitserklärung gegeben haben soll. Im Nachhinein wurde jedoch klargestellt, dass es sich dabei um eine Unterlassungserklärung handelte. Darüber hinaus stellte er die Theorie in den Raum, dass das Überwachungsvideo des Hotels, das ihn ohne Davidstern zeigte, manipuliert sein könnte.

Die Zuschauerschaft nahm all das sehr gemischt auf und war der Ansicht, dass RTL die Aussagen hätte einordnen müssen.

RTL: Das sagt der Fernsehsender zum Fall Gil Ofarim

In einem Interview mit DWDL hat sich RTL-Chef Stephan Schmitter zu der Kontroverse geäußert: „Natürlich haben wir das intern reflektiert. Das Team vor Ort in Australien hat das Thema an vielen Stellen in den Sendungen sehr gut verarbeitet.“ Ferner: „Aus heutiger Sicht wäre es an der einen oder anderen Stelle besser bzw. richtig gewesen, die Fakten direkt in der Livesendung klarzustellen und nicht nur in der „Stunde danach“. Da hätten wir in Köln redaktionell reagieren müssen.“

Das sagt die Staatsanwaltschaft über Gil Ofarim

Bevor RTL reagierte, gab es in der Vergangenheit bereits ein Interview, das die „Zeit“ mit dem Hotelmitarbeiter geführt hatte. „Er inszeniert sich wie ein Opfer, obwohl ich das bin, und das ist schwer für mich“, stellt er fest. Und auch die Staatsanwaltschaft ordnete den Fall Ofarim noch einmal ein und sagte, dass es sich um bloße „Wiederholungen von Vermutungen und Andeutungen angeblicher Manipulationen an letztlich nicht verfahrensrelevanten Aufnahmen“ handle.