RTL: Mehrere Programmänderungen nach Bombenfund – Sender räumt Sendezentrum
Wegen einer Weltkriegsbombe in Köln muss RTL sein Sendezentrum räumen. Mehrere Sendungen sind betroffen. Das ist der aktuelle Stand.

Ein Bombenfund in Köln hat am Donnerstag für eine kurzfristige Programmänderung bei RTL gesorgt. Weil das Sendezentrum von RTL und ntv innerhalb des Evakuierungsbereichs liegt, müssen Mitarbeitende das Gebäude verlassen. Der Sender hat bereits bekannt gegeben, welche Sendungen betroffen sind und wie das Programm trotzdem weiterläuft.
RTL und ntv müssen Sendezentrum räumen
Am Mittwochabend wurde im Rhein auf Höhe des Rheinparks in Köln-Deutz eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Noch am Donnerstag soll der Blindgänger entschärft werden. Zuvor muss jedoch ein größerer Bereich rund um den Fundort evakuiert werden. Davon betroffen ist auch das Sendezentrum von RTL und ntv.
Diese Sendungen sind von der Programmänderung betroffen
Trotz der Evakuierung konnte „Punkt 12“ wie geplant bis 15 Uhr live aus Köln gesendet werden. Moderatorin Angela Finger-Erben erklärte während der Sendung: „Um 15.15 Uhr müssen hier alle raus sein.“ Sie räumte ein, dass sie trotz aller Sicherheitsmaßnahmen „ein leichtes mulmiges Gefühl“ habe.
Auch für die weiteren Sendungen hat RTL bereits vorgesorgt:
„Explosiv“ wird vorab aufgezeichnet und läuft wie gewohnt um 18 Uhr auf RTL sowie im Livestream bei RTL+.
„RTL Aktuell“ um 18.45 Uhr wird nicht aus Köln, sondern aus dem Hauptstadtstudio in Berlin gesendet. Die Moderation übernimmt Lothar Keller.
ntv berichtet ab 15 Uhr aus einem mobilen Studio vor dem Hyatt-Hotel in Köln, das außerhalb der Evakuierungszone liegt.
Lothar Keller springt kurzfristig ein
Der langjährige Nachrichtenmoderator erklärte, dass RTL auf solche Situationen vorbereitet sei: „Wir sind gut darauf vorbereitet, in solch einem Fall RTL Aktuell und das Nachtjournal aus Berlin zu senden.“ Nach fast 20 Jahren als Moderator in Köln springe er gerne in Berlin ein, falls die Bombe nicht rechtzeitig entschärft werde.
Bombenentschärfung läuft unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen
Nach Angaben der Stadt Köln liegt die Bombe noch rund 50 Zentimeter unter der Wasseroberfläche des Rheins. Nach der Bergung soll sie in einem eigens aufgebauten Zelt am Rheinufer entschärft werden. Wann die Arbeiten beginnen können, hängt davon ab, wann die Evakuierung vollständig abgeschlossen ist.
Bis dahin bleibt die Lage dynamisch. RTL begleitet die Entwicklungen in einem Liveticker und hat seinen Sendebetrieb entsprechend angepasst.
Quellen
RTL






