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„Danke, Aykut“: „In meinem Garten“ stürmt die Charts – Reinhard Meys Nachricht an Haftbefehl

„Babo – Die Haftbefehl Story“ bewegt auch Musiker Reinhard Mey. Nachdem er die Doku gesehen hat, meldet er sich bei Aykut Anhan und würdigt den Menschen hinter den Schlagzeilen.

Reinhard Mey bei einem Auftritt auf der Bühne.
Reinhard Mey gab Haftbefehl seinen Segen. Foto: IMAGO / Photopress Müller

Die Netflix-Dokumentation Babo – Die Haftbefehl-Story sorgt weiter für bewegende Momente – diesmal zwischen zwei Künstlern, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten: Reinhard Mey, Liedermacher-Legende, und Haftbefehl, der Offenbacher Rapper, dessen Leben zwischen Schmerz, Ruhm und Rückfall Millionen berührt.

Zwei Wochen nach Veröffentlichung hält sich die Doku weiterhin in den Netflix-Charts – nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich und der Schweiz. Sie zeigt Haftbefehls tiefste Abstürze, seine Kämpfe mit Drogen und Depression – und den mühsamen Weg zurück.

Der Song, der alle berührt

Einer der emotionalsten Momente des Films: Haftbefehl sitzt an seinem Geburtstag, körperlich und seelisch am Ende, spielt auf seinem Handy Reinhard Meys Klassiker „In meinem Garten“ – und singt mit. Ein stiller Augenblick, der selbst hartgesottene Zuschauer zu Tränen rührt.

Dass dieses Lied überhaupt in der Doku verwendet werden durfte, ist eine Geschichte für sich. Reinhard Mey, bekannt für seine Zurückhaltung bei kommerziellen Projekten, hatte den Song zunächst nicht freigeben wollen. Erst ein persönlicher Brief des Regisseurs und die Fürsprache des Sohns von Meys Managerin, der bekennender Haftbefehl-Fan ist, überzeugten den 82-Jährigen.

Eine unerwartete Nachricht

Nun hat sich die Geschichte auf bewegende Weise fortgesetzt. Haftbefehl selbst enthüllte auf Instagram, dass Reinhard Mey ihn nach der Veröffentlichung der Doku persönlich angeschrieben hat. In seinem Post schreibt der Rapper:

„Was mich besonders berührt hat, ist die anfängliche Skepsis im Team von Reinhard Mey.

Sie zögerten, an meiner Dokumentation teilzunehmen – verständlich, denn was sie zuvor im Netz über mich fanden, weckte wohl eher Zweifel als Vertrauen.

Doch gerade deshalb erfüllt es mich heute mit umso größerer Freude, dass Reinhard Mey nach dem Sehen der Doku persönlich zu mir fand, mir schrieb, und mir damit etwas gab, das tiefer geht als Zustimmung – eine stille, ehrliche Bestätigung:

Dass man den Menschen hinter dem Bild, den Künstler hinter den Schlagzeilen, erst wirklich verstehen sollte, bevor man sich ein Urteil erlaubt.“

Mehr zu „Babo – Die Haftbefehl Story“:

Der Song „In meinem Garten“ erlebt seit der Doku einen unerwarteten zweiten Frühling: Meys Spotify-Aufrufe sind sprunghaft gestiegen, zahlreiche junge Fans entdecken seine Musik neu – viele von ihnen über Haftbefehl.

Das weiß auch Reinhard Mey selbst. Auf seiner eigenen Website ließ er Haftbefehl nun noch einmal ganz öffentlich eine Dankesbotschaft zukommen:

„Danke, Aykut,

für Deine Zuneigung und all das, was gerade daraus in unserem Garten erblüht.

Reinhard“