„Das erste Mal Todesangst“

ProSieben-Reporter im Überlebenskampf: Fernseh-Team gerät ungewollt in Taifun

Eigentlich wollten sie nur eine Reportage über den Marianengraben drehen. Stattdessen mussten drei Galileo-Reporter fünf Tage um ihr Überleben kämpfen.

Ein Galileo-Reporter neben einem umgekippten Auto.
Für die Galileo-Reporter wurde der Dreh zum Überlebenskampf. Foto: Joyn

Kameramann Daniel Ritter, Tonmann Samuel Kaufmann und Redakteur Tim Grübl wollten auf den Marianen-Inseln eine Reportage über den Marianengraben drehen. Eigentlich. Doch ihr Drehschluss wurde zum Beginn einer lebensbedrohlichen Katastrophe.

Als einziges Kamerateam gerieten die drei Galileo-Reporter in den Super-Taifun „Sinlaku“. Der Wirbelsturm gilt als der weltweit stärkste Sturm des Jahres 2026. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 320 km/h wurde er in die höchste Wirbelsturm-Kategorie 5 eingeordnet.

Fünf Tage im Hotel eingeschlossen

Nach ihrem ursprünglichen Drehschluss über den tiefsten Punkt der Welt wollten die Reporter eigentlich zurück nach Unterföhring fliegen. Doch ihr Flug wurde gestrichen. Der Taifun nahm Kurs auf ihre Insel.

Der Notstand wurde ausgerufen, die Insel wurde zum Gefängnis. Eine Flucht mit dem Schiff wäre fünf Tage lang gewesen – zu lange, um vor dem Sturm auf das sichere Festland zu gelangen. Selbst das Auswärtige Amt konnte dem Filmteam nicht helfen.

Ihre einzige Überlebenschance: das Verschanzen in den Badezimmern ihres Hotels. Fünf Tage lang war die Außenwelt von den Marianen abgeschnitten. Daniel, Samuel und Tim drehten unter diesen hochgefährlichen Bedingungen einen spektakulären Film.

„Das erste Mal Todesangst“

Kurz vor der stärksten Phase des Wirbelsturms zwang sie ein Evakuierungs-Alarm, ihre Zimmer zu verlassen. „Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich wirklich Todesangst hatte“, beschreibt Redakteur Tim Grübl die nächtliche Notfall-Evakuierung.

Sie überlebten, doch die Insel war komplett zerstört. Fünf Tage lang konnte die Außenwelt die Marianen wegen der Katastrophe nicht erreichen. Das Galileo-Team dokumentierte als weltweit einziges Kamerateam die Folgen und Ausmaße des Monstersturms.

Am Ende wurde das Team vom amerikanischen Militär auf die US-Basis Guam evakuiert. Die Dokumentation erzählt die Geschichte des Wirbelsturms aus den Augen der Überlebenden.

Die Reportage geht über den Sturm hinaus. Sie beantwortet die Frage, welchen Einfluss die umstrittenen Deep-Sea-Mining-Pläne der chinesischen und amerikanischen Regierung auf die Naturkatastrophe hatten. Eine Geschichte, die weitreichende politische Konsequenzen hat.

Die Dokumentation „Im Auge des Taifuns“ ist am Sonntag, 30. August 2026, um 19:05 Uhr auf ProSieben zu sehen und zum Streamen auf Joyn verfügbar.

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