Peter Weck: Bittere Wahrheit um die „Sissi“-Filme enthüllt
Die „Sissi“-Filme gehören zu Weihnachten wie der Tannenbaum – doch hinter dem Kultklassiker steckt eine ernüchternde Wahrheit, wie Schauspieler Peter Weck enthüllt.

Jahr für Jahr laufen die „Sissi“-Filme mit Romy Schneider zur Weihnachtszeit im Fernsehen – für viele Zuschauer ein fester Bestandteil der Feiertage, wie viele andere Weihnachtsfilme in diesem Jahr. Die romantischen Historienklassiker sind fast 70 Jahre alt und erreichen bis heute Millionenpublikum. Doch während die Filme regelmäßig Quoten bringen, sieht es für die damaligen Darsteller finanziell ganz anders aus, als viele vermuten.
Peter Weck verrät: Keine Tantiemen trotz Dauerpräsenz im TV
Der österreichische Schauspieler Peter Weck, der in der Filmreihe den Erzherzog Karl Ludwig spielte, hat bereits 2018 gegenüber der „Bild“ eine wenig bekannte Seite der Produktion offengelegt. Demnach profitierten die Schauspieler nicht von späteren Ausstrahlungen der Filme.
„Nach den Dreharbeiten haben wir nicht einen Cent bekommen. Wäre ich daran beteiligt, hätte ich wahrscheinlich nie mehr arbeiten müssen. Für die Ausstrahlungen bekommen heute nur noch die Produzenten, nicht aber die Schauspieler etwas“, so der Mime.
Die Verträge aus den 1950er-Jahren sahen keine Beteiligung an Wiederholungen vor. Einnahmen aus den jährlichen TV-Ausstrahlungen flossen ausschließlich an die Produzenten. Für die Darsteller bedeutete das: keine Tantiemen, keine Boni, keine nachträglichen Zahlungen – trotz des anhaltenden Erfolgs der Filme.
Das kaufte er sich von der „Sissi“-Gage
Peter Weck machte deutlich, wie groß der finanzielle Unterschied hätte sein können. Er vermutete, dass eine Beteiligung an den Erlösen ausgereicht hätte, um nie wieder arbeiten zu müssen. Dennoch blickt der Schauspieler ohne Bitterkeit zurück.
Stattdessen ordnet er die Einnahmen realistisch ein und erinnert sich an das, was ihm die Filme zumindest indirekt ermöglichten: „Dank der ‚Sissi‘-Filme konnte ich mir mein erstes Auto kaufen, einen Ford 15M. Dank der Filme, die danach folgten, habe ich mich zum Maserati hochgearbeitet.“
Warum bekommen die Schauspieler keine Tantiemen?
Die Praxis, Schauspieler nicht an späteren Verwertungen zu beteiligen, war in den Anfangsjahren des Kinos keine Seltenheit. Wiederholungsrechte, internationale Ausstrahlungen oder spätere Medienformate spielten damals eine untergeordnete Rolle. Entsprechend fehlten vertragliche Regelungen, die heute selbstverständlich sind.
Heutzutage sind solche Vertragsmodelle kaum noch vorstellbar. In der Regel erhalten Schauspielerinnen und Schauspieler Wiederholungs- oder Wiederverwertungsvergütungen, wenn Produktionen erneut ausgestrahlt oder anderweitig genutzt werden.









