Oscar-Favorit 2026? Dieser BAFTA-Triumph spricht eine deutliche Sprache
Die BAFTA Awards 2026 sorgen für großes Aufsehen: Ein Hollywood-Film triumphiert mit sechs Preisen, Robert Aramayo überrascht als Bester Hauptdarsteller und „Zootopia 2“ gewinnt im Animationsbereich. Alle Highlights und Gewinnerinnen im Überblick.

Die Award-Saison steuert auf ihren Höhepunkt zu und die BAFTA Awards 2026 haben das Oscar-Rennen noch einmal kräftig durcheinandergewirbelt. In der Londoner Royal Festival Hall führte Alan Cumming durch den Abend. Zwischen prominenten Überraschungsauftritten – sogar Paddington ließ sich blicken – und emotionalen Dankesreden wurde deutlich: Dieses Jahr ist nichts vorhersehbar.
„One Battle After Another“ ist der große Gewinner
Mit gleich sechs Auszeichnungen setzte sich Paul Thomas Andersons Polit-Drama „One Battle After Another“ an die Spitze des Abends. Der Film wurde unter anderem als Bester Film, für die Beste Regie und das Beste adaptierte Drehbuch ausgezeichnet. Auch in technischen Kategorien wie Kamera und Schnitt überzeugte das Werk.
Bei seiner Dankesrede zeigte sich Anderson bewegt: „Das ist überwältigend und wunderbar“, sagte er, als er den Regiepreis entgegennahm. Er erinnerte an seinen langjährigen Regieassistenten Adam Somner, der im November 2024 verstarb. Besonders eindringlich zitierte er Nina Simone: „I know what freedom is: It’s no fear.“ Und fügte hinzu: „Lasst uns weiter Dinge ohne Angst schaffen. Das ist eine gute Idee.“
Nach Erfolgen bei den Golden Globes gilt der Film nun als heißer Oscar-Favorit.
Große Überraschung: Robert Aramayo triumphiert
Für den emotionalsten Moment des Abends sorgte Robert Aramayo. Für seine Rolle im britischen Indie-Drama „I Swear“ gewann er den BAFTA als Bester Hauptdarsteller – und setzte sich gegen Leonardo DiCaprio, Timothée Chalamet und Ethan Hawke durch.
Sichtlich überwältigt nannte er seinen Sieg „absolut verrückt“ und sagte: „Ich kann das absolut nicht glauben. Alle in dieser Kategorie hauen mich um.“ Zusätzlich erhielt Aramayo auch den vom Publikum gewählten EE Rising Star Award – ein doppelter Triumph.
Auch „Hamnet“ und „Sinner“ werden gewürdigt
Als Beste Hauptdarstellerin wurde Jessie Buckley für ihre Rolle in „Hamnet“ ausgezeichnet. Sie spielt darin Agnes Hathaway, Ehefrau von William Shakespeare. Mit ihrem Sieg schrieb sie Geschichte als erste irische Gewinnerin in dieser Kategorie.
Auch Wunmi Mosaku überzeugte: Für „Sinners“ erhielt sie den BAFTA als Beste Nebendarstellerin. Über ihre Rolle sagte sie, sie habe darin „einen Teil meiner Hoffnungen, der Kraft meiner Vorfahren und meiner Verbundenheit gefunden – Anteile, von denen ich dachte, ich hätte sie verloren oder versucht, sie als Immigrantin, die dazugehören wollte, kleinzuhalten“.
Ryan Coogler wurde für „Sinners“ mit dem Preis für das Beste Originaldrehbuch geehrt und schrieb damit ebenfalls Geschichte.
Animation: „Zootopia 2“ räumt ab
Im Animationsbereich setzte sich Disneys Fortsetzung „Zootopia 2“ (auch bekannt als „Zoomania 2“) durch und gewann den BAFTA als Bester Animationsfilm. Das Abenteuer um Judy Hopps und Nick Wilde ist zudem für den Oscar nominiert.
In der Kategorie Kinder- und Familienfilm gewann hingegen das indische Coming-of-Age-Drama „Boong“ – ein starkes Zeichen für internationale Vielfalt.
Diese Highlights gab es noch
Visuell beeindruckte vor allem Guillermo del Toros „Frankenstein“, der mehrere Preise in handwerklichen Kategorien wie Kostümdesign, Produktionsdesign sowie Make-up und Haarstyling erhielt.
Der BAFTA für die Besten visuellen Effekte ging an „Avatar: Fire and Ash“, während „F1“ für den Besten Ton ausgezeichnet wurde. Als Bester nicht-englischsprachiger Film triumphierte Joachim Triers „Sentimental Value“.
Ein starkes Signal setzte auch Akinola Davies Jr., der für „My Father’s Shadow“ den Preis für das Herausragende britische Debüt erhielt. Er widmete die Auszeichnung seinen Eltern, die als Einwanderer „alles geopfert“ hätten.
Darum sind die BAFTA Awards so wichtig
Die BAFTAs gelten als wichtiger Gradmesser für die Oscars und 2026 zeigte sich: Klare Favoriten können stürzen. Während „Marty Supreme“ trotz zahlreicher Nominierungen leer ausging, etablierten sich andere Produktionen als neue Hoffnungsträgerinnen im Preisrennen. Jetzt bleibt die große Frage: Wiederholt sich dieser Triumph bei den Oscars?
Eine vollständige Liste aller Gewinnerinnen und Gewinner findet ihr auf der offiziellen BAFTA-Website.







