Neuer „Herr der Ringe”-Film von Stephen Colbert: Warner Bros. quetscht die letzten Tropfen aus Tolkiens Vorlage raus
Stephen Colbert schreibt einen neuen „Herr der Ringe“-Film – basierend auf bislang unverfilmten Kapiteln. Doch auch die Zeit nach „Die Rückkehr des Königs“ wird ein wenig beleuchtet.

Überraschende Nachricht für Fantasy-Fans: Stephen Colbert arbeitet nach dem Ende seiner Late-Night-Show an einem neuen Film aus dem „Herr der Ringe“-Universum. Der Comedian, bekennender Tolkien-Fan, soll das Drehbuch zu „The Lord of the Rings: Shadow of the Past“ schreiben – produziert von Peter Jackson.
Das Projekt basiert auf bislang nicht verfilmten Kapiteln aus „Die Gefährten“, dem ersten Band von J. R. R. Tolkien. Damit greift Warner Bros. erneut tief in die literarische Vorlage und setzt die Expansion des beliebten Fantasy-Universums konsequent fort.
Unverfilmte Kapitel als neuer Film
In einem gemeinsamen Video erklärte Colbert, wie es zu dem Projekt kam. Beim erneuten Lesen des Buches habe er sich besonders auf bestimmte Abschnitte konzentriert, die in den Filmen von Jackson nie umgesetzt wurden. „Du weißt, was mir die Bücher bedeuten und was mir deine Filme bedeuten, aber ich habe mich immer wieder bei den sechs frühen Kapiteln in ‚Die Gefährten‘ wiedergefunden, die ihr damals nicht für den ersten Film entwickelt habt“, sagte er.
Daraus entstand schließlich eine konkrete Idee: „Ich dachte, Moment – vielleicht könnte das eine eigene Geschichte sein, die in die größere Handlung passt. Können wir etwas machen, das gleichzeitig vollständig den Büchern und den Filmen treu ist?“ Gemeinsam mit seinem Sohn entwickelte Colbert daraufhin ein Konzept und wagte schließlich den Schritt, Jackson zu kontaktieren.
„Es hat ein paar Jahre gedauert, bis ich meinen Mut zusammengesammelt habe, dich anzurufen, aber vor etwa zwei Jahren habe ich es getan“, so Colbert weiter. Dass das Studio begeistert reagierte, freut ihn besonders: „Ich könnte nicht glücklicher sein, dass Warner Bros. es geliebt hat.“
Worum es im neuen Film geht
Laut ersten Informationen soll die Rahmenhandlung von „The Lord of the Rings: Shadow of the Past“ rund 14 Jahre nach Frodos Abreise spielen. Im Mittelpunkt stehen Sam, Merry und Pippin, die sich erneut auf eine Reise begeben und die ersten Schritte ihres früheren Abenteuers nachverfolgen.
Parallel dazu entdeckt Sams Tochter Elanor ein lange verborgenes Geheimnis, das erklärt, warum der Ringkrieg beinahe schon verloren gewesen wäre, bevor er überhaupt richtig begonnen hatte. Die Handlung knüpft damit direkt an bekannte Figuren an und erweitert gleichzeitig die Hintergrundgeschichte des Universums.
Produziert wird der Film neben Jackson auch von den langjährigen „Herr der Ringe“-Produzenten Philippa Boyens und Fran Walsh.
Colbert hat eh Zeit
Ein weiterer Aspekt sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit: Colbert hat nach dem Ende seiner Show „The Late Show“ ab diesem Sommer mehr Zeit für neue Projekte. Die Absetzung der Show hatte zuvor für Diskussionen gesorgt, unter anderem wegen möglicher politischer Hintergründe. Für Colbert eröffnet sich dadurch nun jedoch die Möglichkeit, sich intensiver seinem Herzensprojekt zu widmen.
Der Film ist nicht das einzige neue Projekt im Tolkien-Universum. Bereits angekündigt ist „Der Herr der Ringe: Die Jagd nach Gollum“, der am 17. Dezember 2027 erscheinen soll. Regie führt dabei Andy Serkis, der selbst als Gollum bekannt wurde.










