Nach Wanda Perdelwitzs Tod während Dreharbeiten: So ging es am RTL-Set weiter
Nach dem Tod von Wanda Perdelwitz während der Dreharbeiten zu „Behringer und die Toten“ musste das RTL-Team schwierige Entscheidungen treffen. So ging es weiter.

Der Tod von Wanda Perdelwitz erschütterte das Team der RTL-Krimireihe „Behringer und die Toten“ mitten während der Dreharbeiten. Nun läuft die letzte Folge mit der Schauspielerin – und erstmals wird auch bekannt, wie es damals am Set weiterging.
Emotionaler Abschied bei RTL
Nachdem bereits in der vergangenen Woche im Abspann an Wanda Perdelwitz erinnert wurde, sendet RTL nun einen weiteren Abschiedsgruß in seiner Krimireihe „Behringer und die Toten“. Damit verabschiedet sich die sogenannte „Behringer-Family“ von der Darstellerin der Figur Charly Behlke.
Die Schauspielerin war im Oktober 2025 infolge eines Fahrradunfalls gestorben. Ihr letzter Fall – die Folge „Rivus“ – wird am Dienstagabend um 20.15 Uhr bei RTL ausgestrahlt. Laut Vorschau erwartet die Zuschauer ein besonders wendungsreiches Drama.
Todesnachricht erreichte das Team mitten am Set
Für die Produktion war der Verlust besonders schmerzhaft, weil er mitten in der laufenden Produktion eintrat. Produzentin Berit Walch sprach vorab über diese schwierige Situation.
„Als wir von Wandas tödlichem Unfall in Hamburg erfahren haben, war das ganze Team gerade versammelt, um zu drehen“, berichtete Walch. Die Nachricht habe alle Beteiligten tief getroffen: „Das war für uns alle ein tiefer Schock.“ Seit dem ersten Film verstehe sich das Team der Reihe als enge Gemeinschaft, erklärte die Produzentin weiter.
Trotz des Schocks legte die Produktion zunächst eine kurze Pause ein. Danach mussten alle Beteiligten eine persönliche Entscheidung treffen. „Nach einer einstündigen Pause war es jedem freigestellt, ob er wieder ans Set kommen will“, so Walch. Doch das Team traf schließlich eine gemeinsame Entscheidung: „Das Team war einstimmig: Wir machen weiter.“
In dieser schwierigen Situation hätten sich die Beteiligten gegenseitig unterstützt und Halt gegeben. Auch RTL habe laut Walch Verständnis für die besondere Lage gezeigt.
Offene Szenen mussten neu gedacht werden
Eine große Herausforderung blieb jedoch bestehen: Noch nicht alle Szenen mit Wanda Perdelwitz waren abgedreht.
Normalerweise gebe es im Produktionsalltag zwar feste Abläufe, wenn Szenen angepasst werden müssten. Doch laut Walch war die Situation diesmal außergewöhnlich: „In diesem Fall war alles anders.“ Der Grund: Das Team wusste, dass die Schauspielerin nicht mehr ans Set zurückkehren würde.
Deshalb mussten einige Szenen ohne sie neu konzipiert werden. Dabei habe das Team versucht, respektvoll mit ihrem Werk umzugehen. „Es gab noch offene Szenen, die wir ohne sie neu gedacht haben, immer mit dem Anspruch, ihr filmisches Vermächtnis würdig abzuschließen“, erklärte Walch.
Zukunft der Figur Charly Behlke ist offen
Für die Rolle Charly Behlke zieht die Produktion jedoch eine klare Grenze. „Niemand kann Wanda ersetzen – und niemand außer Wanda könnte Charly spielen“, stellte Produzentin Walch klar.
Wie es mit der RTL-Krimireihe „Behringer und die Toten“ weitergeht, ist aktuell noch nicht entschieden. Zunächst wolle man überlegen, wie das Andenken an Wanda Perdelwitz und ihre Figur bewahrt werden kann.
„Uns ist wichtig, das Andenken an Wanda Perdelwitz und ihre Rolle Charly Behlke würdig zu bewahren“, so Walch.







