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Nach „Babo“ kommt Xatar (†): Doku über Haftbefehls besten Freund geplant

Nach Haftbefehl bekommt nun auch Xatar seine eigene Doku. Der NDR erzählt das Leben des verstorbenen Rappers in einer dreiteiligen Serie.

Giware Hajabi auf dem roten Teppich.
Das Leben von Giware Hajabi alias Xatar wurde bereits 2022 fürs Kino verfilmt. Foto: IMAGO / Panama Pictures

Kurz nach dem gigantischen Erfolg von Babo – Die Haftbefehl-Story steht bereits das nächste große Musikprojekt über die deutsche Rap-Szene bevor. Der NDR hat eine dreiteilige Dokuserie überden 2024 verstorbenen Rapper Xatar angekündigt. Die Produktion entsteht in Zusammenarbeit mit SWR, WDR und HR und soll im Frühjahr in der ARD-Mediathek erscheinen.

Wie der Sender mitteilte, begann die Arbeit an der Serie noch zu Xatars Lebzeiten. Man wolle dabei nicht nur den Musiker zeigen, sondern vor allem „den Menschen Giwar Hajabi hinter dem Mythos“. Die Doku fragt, so der NDR weiter, „nach Inszenierung, nach Widersprüchen, Brüchen, Verfehlungen und Sehnsüchten“.

Vom Goldraub zum Rap-Olymp

Xatar, bürgerlich Giwar Hajabi, war eine der schillerndsten und zugleich widersprüchlichsten Figuren im deutschen Rap. Seine Gangsta-Persona hatte reale Wurzeln: 2009 überfiel er gemeinsam mit Komplizen einen Goldtransporter – sie inszenierten eine Polizeikontrolle und erbeuteten laut Gericht 59 Kilogramm Gold im Wert von rund 1,7 Millionen Euro.

Nach seiner Haftentlassung schaffte Xatar das, was kaum jemand für möglich gehalten hätte: Er wurde einer der einflussreichsten Künstler des Landes. Drei Nummer-eins-Alben in den deutschen Charts, darunter „Baba aller Babas“ (2015), „Der Holland Job“ (2016, mit Haftbefehl) und „Alles oder nix II“ (2018), machten ihn zu einer festen Größe in der Musikszene.

Haftbefehl-Doku als Wegbereiter

Der Erfolg von „Babo – Die Haftbefehl-Story“ bei Netflix hat offenbar den Weg für die neue ARD-Produktion geebnet. Laut dem Streamingdienst wurde die Doku über Haftbefehls Leben in den ersten sechs Tagen mehr als 4,1 Millionen Mal angesehen – sie führte damit die Netflix-Charts in Deutschland, Österreich und der Schweiz an und belegte weltweit Platz vier unter den nicht-englischsprachigen Filmen.

Dass nun ausgerechnet eine Doku über Xatar, Haftbefehls engen Freund und musikalischen Weggefährten, folgt, dürfte die Aufmerksamkeit auf das Thema noch einmal verstärken.

Ein Film über den Menschen hinter dem Mythos

Die NDR-Serie soll Xatars Vermächtnis und das Leben seiner Familie nach seinem Tod beleuchten. Besonders im Fokus steht dabei seine Ehefrau Farvah Hajabi, die versucht, „Ordnung in das geschäftliche und musikalische Erbe zu bringen und das Lebenswerk ihres Mannes fortzuführen“, wie der Sender erklärt.

Farvah Hajabi möchte laut Mitteilung „zeigen, wie viel Herzblut, Vision und Menschlichkeit in Giwar stecken“.

Xatar starb am 7. Mai 2025 im Alter von nur 43 Jahren – die Ursache seines Todes blieb lange unklar. Die Staatsanwaltschaft Köln leitete ein Todesermittlungsverfahren ein, fand aber laut Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer keine Hinweise auf Fremdverschulden.

Quellen