Schauspielerin Muriel Baumeister über ihre Alkoholsucht: „Ich habe mein Leben lang getrunken“
Muriel Baumeister gehört zu den bekanntesten Schauspielerinnen im deutschen Fernsehen. Umso erschütternder sind nun ihre ehrlichen Einblicke in ein Kapitel ihres Lebens, das bisher im Verborgenen blieb.

Überraschende Beichte von Schauspielerin Muriel Baumeister: Mit einer schonungslosen Offenheit spricht der TV-Star jetzt im Interview mit der „Bild“ über ihre Alkoholsucht, Klinikaufenthalte und einen Moment, der alles veränderte.
Muriel Baumeister: „Schon früh gehörte Alkohol zum Alltag“
In einem aktuellen Interview der „Bild“ fand Muriel Baumeister deutliche Worte: „Ich habe mein Leben lang getrunken.“ Was zunächst gesellschaftlich akzeptiert und harmlos erschien, entwickelte sich schleichend zu einer Abhängigkeit.
Besonders alarmierend sei für sie rückblickend gewesen, dass sie begann, allein zu trinken und unruhig wurde, wenn kein Alkohol im Haus war. Zudem erinnert sie sich an extreme Trinkexzesse: „Ich war mal mit Freunden unterwegs, da habe ich zehn Gin Tonic getrunken, ohne nennenswerte Auswirkungen. Für normale Leute unvorstellbar.“
Der folgenschwere Wendepunkt
Im Jahr 2016 erreichte ihre Sucht einen dramatischen Tiefpunkt. Mit 1,4 Promille Alkohol im Blut streifte sie beim Einparken eine Leitplanke. Ihre Tochter saß dabei mit im Auto. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, doch der Vorfall sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Rückblickend sagt Baumeister: „Ich habe mich normal gefühlt und das war eigentlich das Schlimme.“
Auch gesundheitlich hatte der Alkohol längst Spuren hinterlassen: eine chronische Magenschleimhautentzündung und tägliches Erbrechen waren Teil ihres Alltags.
Ein klarer Weckruf
Nach zwei gescheiterten Entzügen suchte Muriel Baumeister 2017 schließlich professionelle Hilfe und ließ sich in die geschlossene Psychiatrie der „Berliner Charité“ einweisen. Diese Zeit beschreibt sie rückblickend als „schrecklich“. Den entscheidenden Impuls gab ihre beste Freundin, eine Ärztin. „Sie hat gesagt ‚Ich gucke mir das nicht mehr an.‘“ Heute ist sie nach eigenen Angaben seit fast zehn Jahren trocken.
Hinweis: Wenn du das Gefühl hast, die Kontrolle zu verlieren oder Hilfe brauchst, ist es ein Zeichen von Stärke, Unterstützung anzunehmen. Kostenlose und anonyme Beratung erhältst du zum Beispiel bei der Sucht & Drogen-Hotline unter 01806 313031 (rund um die Uhr erreichbar) oder online bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.kenn-dein-limit.de. Bitte denk daran: Hilfe zu suchen ist der erste Schritt.









