Heute in Spielfilmlänge

„Morden im Norden – Weil du böse bist“: Ermittlerduo rollt im neuen ARD-Krimi einen alten Cold Case neu auf

In „Morden im Norden – Weil du böse bist“ holt ein Cold Case das Team wieder ein und bringt Finn Kiesewetter an seine Grenzen. Der neue ARD-Krimi in Spielfilmlänge läuft heute in der ARD.

Sven Martinek und Ingo Naujoks im Cover des neuen Films “Morden im Norden – Weil du böse bist“
Foto: ARD/NDR/Thorsten Jander

Die Lübecker Kommissare Finn Kiesewetter (Sven Martinek) und Lars Englen (Ingo Naujoks) sind zurück zur besten Sendezeit. Im neuen Fall in Spielfilmlänge wird es dieses Mal düster, emotional und moralisch brisant. Am Montag, 5. Januar 2026, um 20:15 Uhr, zeigt die ARD den neuen Spielfilm „Morden im Norden – Weil du böse bist“, der bereits seit dem 31. Dezember in der ARD Mediathek abrufbar ist. Fans der Erfolgsreihe dürfen sich auf ein Krimi-Melodram freuen, das die Frage nach Schuld, Wahrheit und Gerechtigkeit neu stellt.

Handlung: Ein Cold Case, der alles verändert

Der Fall um die verschwundene Anja Liebke holt die Lübecker Mordkommission mit voller Wucht ein. Vor zwei Jahren hatte die Polizei auf dem Boot der Familie ein blutiges Anglermesser mit den Initialen ihres Freundes Patrick gefunden. Für Kommissar Finn Kiesewetter (Sven Martinek) war klar, dass er den Täter überführt hatte – doch der Prozess endete überraschend mit einem Freispruch.

Jetzt werden die sterblichen Überreste der jungen Frau an der Küste entdeckt. Wieder führt die Spur zu Patrick. Und doch ist eine neue Anklage gesetzlich unmöglich, denn niemand darf zweimal wegen derselben Tat vor Gericht stehen. Für den Vater des Opfers (Thomas Sarbacher) ein unerträglicher Zustand – und die Situation eskaliert, als eine wichtige Entlastungszeugin verschwindet.

Sven Martinek: „Für Finn wird es persönlich“

Hauptdarsteller Sven Martinek beschreibt die enorme emotionale Belastung seines Ermittlers: „Für Finn Kiesewetter ist der Fall sehr persönlich. Die emotionale Nähe zur Opferfamilie bringt ihn aus dem Gleichgewicht. Zwischen Wut, Schuldgefühlen und widersprüchlichen Spuren muss er lernen, Abstand zu gewinnen – um klar zu sehen und die Wahrheit zu erkennen.“

Sein Schauspielkollege Ingo Naujoks ergänzt: “Wir sind dem Format im Kern treu geblieben. Wir erzählen Krimi-Melodramen, oft ist die Familie Schauplatz der Verbrechen, und die Kommissare ermitteln mit hoher Empathie für Opfer und Täter.“

Genau diese Mischung aus Nähe, Moral und Spannung macht „Morden im Norden – Weil du böse bist“ zum nächsten Highlight für alle ARD-Krimifans.

Die Besetzung des neuen Films „Weil du böse bist“

Neben Martinek und Naujoks sind unter anderem Christoph Tomanek, Karoline Eichhorn, Tessa Mittelstaedt und Thomas Sarbacher zu sehen. Regie führte Tanja Roitzheim, das Drehbuch stammt von Mike Bäuml nach einer Idee von Mariann Kaiser und Malte Vogt.

Kritik: Viel Atmosphäre, aber ein zäher Mittelteil

Inhaltlich setzt der Spielfilm auf Stimmung statt Tempo. Über weite Strecken nimmt sich „Weil du böse bist“ viel Zeit für norddeutsche Küstenbilder, stille Momente und die innere Zerrissenheit der Figuren. Das sorgt für Atmosphäre, lässt den Fall aber phasenweise etwas ins Stocken geraten und macht ihn zäh. Erst als neue Spuren auftauchen und sich die beiden beteiligten Familien offen gegenüberstehen, gewinnt der Krimi deutlich an Zugkraft.

Die Ermittler geraten dabei selbst an ihre Grenzen, und das emotional wie beruflich. Die Spielfilmlänge spielt dem Stoff dabei in die Karten: Sie gibt dem Krimi mehr Raum für Atmosphäre, Figurenentwicklung und moralische Zwischentöne, die in einer regulären Serienfolge kaum so ausführlich erzählt werden könnten. Die abschließende Auflösung überzeugt nicht gänzlich, bietet aber interessante Einblicke in juristische Grauzonen und moralische Fragen.

Parallel zum Spielfilm zeigt die ARD seit dem 24. November immer montags um 18:50 Uhr neue Episoden der Serie „Morden im Norden“ im Ersten.

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