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„Modern Family": Was wir von Phil, Gloria & Co lernen!

So viele Bauchmuskeln wie beim ständigen Lachen über „Modern Family“ bekommt man wohl nirgendwo sonst. Doch aus der Show lässt sich auch die ein oder andere Lehre ziehen!

Modern Family Season 9
„Modern Familiy“: Von dieser TV-Familie können wir einiges fürs echte Leben lernen! Foto: ABC

Diese Netflix-Serie sollte als Trainingseinheit gelten, denn von Phil, Mitchell, Lily und dem Rest der Bande kann man vor allem eines lernen: Das Leben nicht zu ernst zu sehen. Bei der „Netflix“-Serie über die Patchwork-Familie der "Dunphys" und "Prichetts" ist der Fun-Faktor garantiert. Jeder Charakter ist so individuell und besticht durch seine eigenen Marotten, dass man die Familie schnell ins Herz schließt. Egal, ob Vater Phil Dunphy mal wieder das Alpaka „Joline“ anschleppt oder Claire einen neurotischen Anfall wegen Blattsalat erleidet...

Die großen und kleinen Probleme der großen und kleinen Familienmitglieder lassen "Modern Family"-Zuschauern bereits seit 2009 das Herz aufgehen und sein wir doch mal ehrlich: Irgendwie erkennt man sich doch auch häufig in ihnen wieder! Einiges können wir von den Protagonisten auch lernen. Die 10 wichtigsten A-ha-Momente haben wir für euch zusammengetragen…

 

"Modern Family"-Aha-Moment Nummer 1: Der Tag, an dem Lily schwul ist

Staffel 4, Episode 19: Eigentlich soll die kleine Lily (Aubrey Anderson-Emmons) einen „Mädelstag“ mit ihrer Tante Gloria (Sophia Vergara) verbringen, damit sie ihr mal alle Fragen stellen kann, die Mädchen in ihrem Alter eben so haben. Sie sind gerade erst in der Auffahrt, als Lily ihrer Tante eröffnet: „Wusstest du eigentlich, dass ich schwul bin?“ Gloria und Lilys Väter, Mitchell (Jesse Tyler Ferguson) und Cameron (Eric Stonestreet), führen daraufhin mit Lily ein Gespräch. Es stellt sich heraus, dass Lily einen Klassenkameraden hat, dessen Eltern Italiener sind, folglich ist er auch Italiener. Da Lilys Väter Schwul sind, denkt Lily nun, sie sei ebenfalls schwul.

Kinder eifern immer ihren Eltern nach und möchten sich mit ihnen identifizieren. Diese Folge zeigt uns auf schöne Weise, dass wir durch Gemeinschaft und Liebe zu Menschen gehören, nicht durch Herkunft oder sexuelle Orientierung.

 

"Modern Family"-Aha-Moment Nummer 2: Als Phil seinen Sohn nicht genug unterschätzt

Staffel 1, Episode 18: Luke (Nolan Gould) soll an einem Schulprojekt teilnehmen und sein Vater Phil (Ty Burrell) wird von Claire (Julie Bowen) beauftragt, darauf zu achten, dass er nicht abgelenkt wird. Phil glaubt an Luke und lässt ihn alleine arbeiten. Als er zurück ins Zimmer kommt, spielt Luke vermeintlich mit einem Spielzeug, Mr. Kartoffelkopf aus „Toy Story.“ Kleinlaut gibt Phil darauf hin bei Claire zu: "Entschuldigung, dass ich unseren Sohn nicht genug unterschätzt habe.“ Zum Schluss stellt sich heraus, dass Luke das Spielzeug  benutzt hat, sein Projekt zu erweitert.

Manchmal muss man also einfach nur darauf vertrauen, dass Kinder ihren eigenen Weg finden und nicht zu viel Stress aufbauen. Wer weiß, vielleicht kommt ein großartiges Projekt dabei heraus.

 

"Modern Family"-Lehre Nummer 3: Geschwisterliebe rostet nicht

Staffel 1, Episode 7: Als Manny (Rico Rodriguez) ein Fecht-Turnier meistert und sein Stiefvater Jay (Ed O’Neil) mächtig stolz ist, sind seine leiblichen und mittlerweile erwachsenen Kinder Mitchell und Claire gekränkt. Als die beiden in ihrer Kindheit mit dem Eiskunstlauf  Erfolge feierten, war ihr Vater nie so mit Stolz erfüllt. Außerdem trägt Mitchell Claire noch ihren Austritt aus dem Duo nach. Am Ende der Folge liegen sich die beiden in den Armen und Tanzen ihre damalige Choreografie.

Egal wie lange wir unsere Geschwister also aus den Augen verloren haben: Geschwisterliebe rostet nicht!

 

"Modern Family"-Lehre Nummer 4: Steh zu deinen Dramen!

Staffel 1, Episode1: Cameron aka Cam ist für sein theatralisches Wesen bekannt. Ob er nun gerade Clown „Fizbo“ ist, bei „Cats“ die Hauptrolle spielt oder Töchterchen Lily in "König der Löwen"-Manier in die Familie einführt: Dramatik ist vorprogrammiert! Obwohl Cam zu emotionalen Ausdrücken neigt, kommt er genau deswegen bei seiner Familie und seinen Freunden immer gut an.

Modern Family
"Modern Family". Bild: ABC.

Von Zeit zu Zeit ist es also völlig okay, die innere „Drama-Queen“ herauszulassen.

 

"Modern Family"-Lehre Nummer 5: Manchmal müssen wir einfach Kind sein

Zusammen mit seinem Sohn Luke denkt sich Phil immer wieder neuen Quatsch aus. Luke und sein Vater sind beste Freunde. Ob mit Wasser im Garten spielen, Pistolen abfeuern oder gemeinsame Trampolin-Sessions, diese beiden unternehmen einfach alles zusammen. Nach Phils Aussage wird er so lange mit Luke Unfug anstellen, wie dieser ihn lässt. Es scheint zu klappen, den Phil ist immer gut drauf und hat sein inneres Kind in den Erwachsenen-Alltag gerettet.

Vielleicht ist es gar nicht schlecht ab und an ein bisschen kindisch zu sein. Es macht Spaß und hält uns jung!

 

"Modern Family"-Lehre Nummer 6: Man(n) ist nie zu alt, um neue Freunde zu finden

Staffel 3, Episode 7: Eigentlich wollte Phil gemeinsam mit Luke ein Baumhaus bauen. Dieser ist allerdings nicht allzu begeistert und verabschiedet sich schon bald von dem Projekt. Phil ist traurig, weil er früher mit seinen Freunden ein Baumhaus gebaut hat. Gerade als er aufgeben will, sieht er im Nachbargarten Andre (Kevin Hart), der neu eingezogen ist. Die beiden beschließen, gemeinsam weiterzuarbeiten und teilen ihre Kindheitserinnerungen mit einander.

Seit dieser Folge sind Andre und Phil befreundet. Man ist also nie zu alt, neue Freunde zu finden und mit ihnen tolle Sachen zu unternehmen.

 

"Modern Family"-Lehre Nummer 7: Ein bisschen mehr Freizügigkeit

Staffel 1, Episode 15: Von Gloria (Sofía Vergara) sind wir freizügige Outfits und Sexappeal gewohnt, doch als die Dunphy-Eltern beschließen den Valentinstag mit einem Rollenspiel zu begehen, sehen wir eine ganz neue Seite von Claire. Ihre Alteregos „Juliana“ und „Clive Bigsby“ treffen sich im Hotel und verbringen eine aufregende Nacht. Dieser Brauch wiederholt sich jedes Jahr aufs Neue - natürlich nie ohne Pannen. Trotzdem trägt das alljährlich Abenteuer dazu bei, dass ihre Beziehung auch nach vielen Jahren spannend bleibt. 

Es muss ja nicht immer gleich ein Rollenspiel sein, aber mit der richtigen Kommunikation und einer Portion Kreativität kann man sein Liebesleben ordentlich aufpeppen.

 

"Modern Family"-Lehre Nummer 8: „Sei der Wind in seinem Rücken, nicht die Spucke in seinem Gesicht“

Staffel 1, Folge 1: Manny wird von seiner Mutter Gloria immer bedingungslos unterstützt. Als Stiefpapa Jay sagt, dass sie ihn nicht so verweichlichen soll, kontert Gloria, er müsse „der Wind in seinem Rücken sein, nicht die Spucke in seinem Gesicht.“ Ein spanisches Sprichwort, in Gloria-Manier frei übersetzt. Für kurze Zeit versuchen die beiden dennoch, Manny ein bisschen weniger zu verhätscheln. Letztendlich stellt sich jedoch heraus, dass die Umgangsweise von Gloria doch die richtige ist. 

Modern Family
"Modern Family" der Wind in deinem Rücken. Bild: ABC

Unterstützung ist nie verkehrt, auch wenn wir nicht alles gut finden, was unsere Lieben machen.

 

"Modern Family"-Lehre Nummer 9: Vernachlässige nicht deine Freunde

Staffel 1, Episode 10: Als Cameron und Mitchell mal wieder einen Abend ausgehen wollen, rufen sie ihre alte Freundin Sal (Elizabeth Banks) an. Diese schimpft auf das neu adoptierte Baby, Lily. Irgendwann bemerken die beiden, dass Sal eifersüchtig ist und sie ihre Freundin wegen Lily vernachlässigt haben.

Auch Freunde können eifersüchtig werden und brauchen von Zeit zu Zeit ein wenig Aufmerksamkeit oder ein bisschen Gesellschaft. Eigentlich logisch, vor allem für junge Eltern jedoch leicht aus den Augen zu verlieren. 

 

"Modern Family"-Lehre Nummer 10: Nicht jedem sieht man seine Nationalität an - und niemand möchte nur danach beurteilt werden

Staffel 1, Folge 16: Als Lily sich verletzt, lernen Mitchell und Cameron ihre Kinderärztin kennen, die asiatisch aussieht. Da Lily aus Vietnam kommt, denkt Cam, jetzt wäre der Zeitpunkt, etwas über ihr Herkunftsland zu lernen und befragt die Kinderärztin. Die reagiert nur mit: „Ich komme aus Denver.“ Ups!

Zu raten, welche Wurzeln jemand hat, geht eigentlich immer nach hinten los. Auch wer asiatische oder afrikanische Eltern hat, ist häufig schlicht und einfach Deutscher, Amerikaner etc. Einfach etwas Vorurteilsfreier durch das Leben gehen.

Wer jetzt Lust bekommen hat, die Serie zu sehen, kann sich hier den Trailer zur neuen Staffel angucken:

 
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