Klartext von Christian Polanc

Ex-„Let’s Dance“-Profi rechnet hart mit Jury-Wertung ab – „nicht fair“

Christian Polanc ist mit einigen Bewertungen aus der vergangenen Show nicht zufrieden. Vor allem eine Sache irritiert ihn.

Die Jury bei Let's Dance mit den 10er Kellen
Wie fair ist die Bewertung der Jury bei „Let's Dance“? Jetzt hagelt es Kritik. Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Das Teilnehmerfeld bei „Let’s Dance“ lüftet sich immer weiter. Am vergangenen Freitag musste überraschend Favoritin Nadja Benaissa die Sendung verlassen – trotz erneuter 30 Punkte. Andere Kandidaten hatten hingegen mehr Glück. Anna-Carina Woitschack und Evgeny Vinokurov beispielsweise durften sich ebenfalls über 30 Punkte freuen. Doch waren die überhaupt gerechtfertigt? Wenn es nach Ex-„Let’s Dance“-Profi Christian Polanc geht, jedenfalls nicht.

Jede Woche nimmt der Tänzer mit seiner Freundin Laura die aktuelle „Let’s Dance“-Folge unter die Lupe und gibt seine ganz eigene Einschätzung ab. Dieses Mal wird klar, dass er mit der Jury in einigen Fällen nicht einer Meinung war.

Unfaire „Let’s Dance“-Bewertung für Anna-Carina und Evgeny?

Während Laura den Paso Doble von Anna-Carina und Evgeny genau wie die Jury gefeiert hat, blieb Polanc skeptisch. „Es war ein sehr guter Paso Doble, wirklich toll“, stellte er klar. Es habe eine „mega Stimmung zwischen den beiden“ geherrscht, was ihm auch sehr gut gefallen habe. Doch 10 Punkte wären ihm der Tanz absolut nicht wert gewesen.

„Ich finde, für einen 10-Punkte-Tanz muss man schon irgendwie deutlich mehr als die Hälfte der Musik irgendwie was machen.“ Er erklärt, dass vor allem die Musikauswahl dem Tanzpaar in die Karten gespielt habe, es sei die „perfekte Paso-Doble-Musik“ gewesen. Man müsse nur cool rumstehen, der Rest erledige sich fast von allein. „Aber ich erwarte halt, wenn jemand 30 Punkte für einen Tanz haben will, dann muss er halt auch 100 Prozent dieser Zeit nutzen, um zu tanzen und zu zeigen, was er kann“, ist Christian Polanc überzeugt.

Christian Polanc: „Hat mich super irritiert“

Das sei bei Anna-Carina und Evgeny seiner Meinung nach aber nicht der Fall gewesen. Nach diversem Vorspiel, Promenaden und Gegenpromenaden sei einfach nichts mehr gekommen. Ihm habe der Hauptteil gefehlt. „Das hat mich super irritiert“, sagt er.

In seinen Augen sei es ein großer Unterschied, ob man Schritte lernen muss, mit denen man 50 Sekunden füllt, oder eben 1:30 Minuten. Zwar seien auch die 45 Sekunden, in denen nicht wirklich getanzt wurde, schön anzuschauen gewesen, aber so spät im Wettbewerb erwarte er einfach etwas anderes.

Deshalb stellt er klar: So könne er ihnen nicht ruhigen Gewissens 10 Punkte geben. „So finde ich es nicht fair den anderen gegenüber.“ Von ihm hätte es deshalb eine solide 9 gegeben.

30 Punkte für Jan Kittmann gerechtfertigt?

Ähnlich verhält es sich übrigens mit dem Tanz von Jan Kittmann und Ekaterina Leonova während des Partner-Switch. Auch für ihren Wiener Walzer hätte er die 10-Punkte-Kelle nicht gezückt. Die Verpaarung fand er zwar „ziemlich gut“, die Leistung aber nicht perfekt genug für insgesamt 30 Punkte. „Ich habe da schon noch ein Hopsala gesehen beim lieben Jan und deshalb war das einfach für mich nicht zehn Punkte.“

Die Zuschauer scheinen aber sowohl die Leistung von Jan als auch von Anna-Carina überzeugt zu haben – beide kamen eine Runde weiter.

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