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RTL-Star fassungslos

„Let’s Dance“-Jurorin Motsi Mabuse spricht Klartext: „Macht mich zutiefst traurig“

Nach Merz-Aussagen zu Gewalt und Migration meldet sich Motsi Mabuse zu Wort – und findet klare, emotionale Worte.

Motsi Mabuse in einem weißen Off-Shoulder-Kleid auf einer Bühne, blickt ernst in die Kamera
Motsi Mabuse findet klare Worte: Die „Let’s Dance“-Jurorin kritisiert die aktuelle Debatte um Gewalt gegen Frauen und fordert mehr Fokus auf den Opferschutz. Foto: IMAGO / Future Image

Die Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur Gewalt gegen Frauen sorgen aktuell für hitzige Diskussionen. Nun meldet sich auch „Let’s Dance“-Jurorin Motsi Mabuse zu Wort – und findet auf Instagram deutliche, emotionale Worte. Ihr Statement zeigt klar, wie sie die laufende Debatte einordnet.

Auslöser war ein Austausch im Bundestag, bei dem sich Merz (erst) auf Drängen mehrerer Abgeordneter endlich zum Thema (digitale) Gewalt gegen Frauen äußerte. Es folge jedoch sofort ernüchterung, denn der Kanzler nutzte die Gelegenheit, um Fehlinformationen zu verbreiten und, so der Vorwurf vieler, ausländerfeindliche Ressentiments zu schüren. Statt sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen, stellte er nämlich einen Bezug zwischen Gewalt gegen Frauen und Zuwanderern her. Das Ergebnis: breite Kritik und Empörung.

Mabuse wünscht sich Fokus auf das eigentliche Problem

Für Motsi Mabuse steht fest: Die Debatte verfehlt den Kern. Sie macht deutlich, dass es ihr nie um Herkunft, Identität oder Hintergrund gegangen sei. Stattdessen rückt sie das in den Mittelpunkt, was aus ihrer Sicht entscheidend ist: der Schutz von Frauen vor Gewalt.

Auslöser für die aktuelle Diskussion war unter anderem der Fall von Collien Fernandes, der in den vergangenen Tagen bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Die Schauspielerin hatte schwere Vorwürfe wegen digitaler Gewalt gegen ihren Ex-Mann öffentlich gemacht.

Vor diesem Hintergrund wird in der aktuellen Debatte auch kritisch hinterfragt, inwiefern die von Friedrich Merz hergestellte Verbindung zwischen Gewalt gegen Frauen und Zuwanderung zielführend ist – insbesondere, da konkrete Einzelfälle nicht zwangsläufig diesen Zusammenhang widerspiegeln.

Kritik an der Entwicklung der Debatte

Besonders kritisch sieht Mabuse, dass das Thema zunehmend mit Fragen nach Herkunft und „Fremdheit“ verknüpft wird. Dadurch werde der Blick vom eigentlichen Problem weg gelenkt – nämlich von der Verantwortung gegenüber den Opfern und der Frage, wie Frauen besser geschützt werden können.

Für die TV-Jurorin ist klar: Eine solche Verschiebung der Debatte hilft niemandem – und erschwert vielmehr eine sachliche Auseinandersetzung.

Die Diskussion trifft Motsi Mabuse auch persönlich. Als bekannte „Let’s Dance“-Jurorin, die seit Jahren fest zur deutschen TV-Landschaft gehört, und als Frau mit Migrationshintergrund, die hier lebt, arbeitet und ihre Familie aufgebaut hat, beobachtet sie die Entwicklung mit großer Sorge.

Sie beschreibt die Situation als „zutiefst traurig“ – ein deutliches Zeichen dafür, wie emotional sie das Thema bewegt.

Motsi Mabuse mit deutlichem Appell

Abschließend richtet Mabuse einen klaren Appell an Politik und Gesellschaft: Im Mittelpunkt müsse die Frage stehen, wie Frauen wirksam vor Gewalt geschützt werden können – nicht, woher Täter stammen.

Deutschland sei auch ihr Zuhause, betont die „Let's Dance“-Jurorin, und plädiert für eine Debatte, die Verantwortung übernimmt, statt Menschen gegeneinander auszuspielen. Gleichzeitig erinnert sie daran, dass Menschen mit Migrationsgeschichte ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft sind.

Quellen
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