Leslie Parrish ist tot: Hollywood trauert um „Batman“-Star
Leslie Parrish, bekannt durch durch „Batman“ und „Raumschiff Enterprise“, wurde 90 Jahre alt.

Leslie Parrish ist tot. Die US-Schauspielerin starb bereits Ende 2025 im US-Bundesstaat Washington, wie erst jetzt bekannt wurde. Sie wurde 90 Jahre alt. Erica Berdan, die Tochter ihres zweiten Ehemanns Richard Bach, bestätigte die Nachricht gegenüber dem „Hollywood Reporter“.
Parrish hinterließ vor allem in den 1950er- bis 1970er-Jahren Spuren in Film und Fernsehen. Zu ihren bekanntesten Projekten zählen der Politthriller „Der Botschafter der Angst“, die Serie „Batman“ und die Science-Fiction-Kultserie „Raumschiff Enterprise“.
Von der Modelkarriere nach Hollywood
Geboren wurde Leslie Parrish am 18. März 1935 als Marjorie Hellen in Melrose bei Boston. Ihre Kindheit verbrachte sie in Upper Black Eddy im US-Bundesstaat Pennsylvania, wo sie zunächst Klavier lernte. 1953 zog sie nach New York, begann als Model und wurde dort von einem Talentscout der Twentieth Century Fox entdeckt.
Das Studio nahm sie unter einem neuen Künstlernamen unter Vertrag und schickte sie nach Hollywood. Bereits 1955 war sie in mehreren kleineren Filmrollen zu sehen – unter anderem in „Ein Mann namens Peter“ mit Jean Peters und in dem Tanzfilm „Daddy Langbein“ mit Fred Astaire und Leslie Caron.
In den folgenden Jahren arbeitete Parrish regelmäßig für Kino und Fernsehen. Sie trat in Western- und Abenteuerserien wie „Bat Masterson“ auf, übernahm aber auch Gastrollen in Produktionen, die das Fernsehen ihrer Zeit prägten. Dazu gehörten „Perry Mason“, „Raumschiff Enterprise“, „Solo für O.N.C.E.L.“ und „Batman“.
Ihre bekanntesten Rollen
Besonders vielfältig war Parrishs Arbeit in den 1960er-Jahren. Sie spielte in Komödien wie „Drei auf einer Couch“ mit Jerry Lewis und „Sex und die alleinstehende Frau“ mit Tony Curtis und Natalie Wood.
Ihre wohl bekannteste Filmrolle übernahm sie 1962 in John Frankenheimers „Der Botschafter der Angst“. Dort verkörperte sie Jocelyn Jordan, die Verlobte der von Laurence Harvey gespielten Figur. Der Film gilt als prägender Politthriller seiner Zeit.
Auch im Fernsehen blieb Parrish dem Publikum mit markanten Auftritten im Gedächtnis. In „Raumschiff Enterprise“ spielte sie 1967 die Archäologin und Anthropologin Carolyn Palamas. Im selben Jahr war sie in „Batman“ als Glacia Glaze zu sehen – einer Eiskunstläuferin und Verbündeten des von Eli Wallach gespielten Mr. Freeze.
Bereits in der ersten Staffel der Serie hatte sie eine andere Rolle übernommen: Als Hollywood-Starlet Dawn Robbins wurde ihre Figur vom Pinguin entführt. Die Serie setzte damit auf eine für damalige Produktionen typische Besonderheit: Parrish kehrte später als völlig anderer Charakter zurück.
Einsatz gegen Krieg und für die Umwelt
Neben ihrer Schauspielarbeit engagierte sich Parrish früh politisch. Sie schloss sich der Jeannette Rankin Brigade an, die gegen den Vietnamkrieg protestierte. Außerdem unterstützte sie Tom Bradley, der später zum ersten schwarzen Bürgermeister von Los Angeles gewählt wurde. Nach seinem Wahlsieg berief er Parrish in seine Blue Ribbon Commission.
Ihre letzte Rolle spielte sie 1978 in dem Fernsehfilm „No Margin for Error“. Danach zog sie sich zunehmend aus Hollywood zurück und widmete sich vollständig dem Umweltschutz.
Gemeinsam mit ihrem Ehemann Richard Bach gründete sie auf Washingtons Orcas Island das Spring Hill Wildlife Sanctuary am Mount Woolard. Dort setzte sie sich für den Schutz von Natur und Tierwelt ein.










