„Krimi-Dinner“: ARD äußert sich zu einer Fortsetzung!
Die ARD hat das „Krimi-Dinner“ am Samstagabend zum echten Quotenhit gemacht – doch wie stehen die Chancen auf eine Fortsetzung des interaktiven TV-Experiments?

Ein prachtvolles Schloss, ein 70. Geburtstag, eine tote Frau im roten Kleid und mittendrin ein Bill Kaulitz, der aus einer gigantischen pinkfarbenen Torte springt: „Tödliches Spiel – Das Krimi-Dinner“ hat am 22. November 2025 für einen dieser Fernsehmomente gesorgt, über die am nächsten Tag alle sprechen. Mit 3,857 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern und einem Marktanteil von 18,1 Prozent gelang der ARD ein echtes Primetime-Highlight. Verständlich also, dass viele Fans wissen wollen: Kommt da noch mehr?
ARD bremst die Erwartungen – vorerst keine Entscheidung zur Fortsetzung
Wer auf schnelle Antworten hofft, muss allerdings stark sein. Die ARD freut sich zwar über den Erfolg, hält sich in Sachen Zukunft aber bedeckt. „Zunächst freuen wir uns über den hohen Zuspruch des Publikums und können aber zum momentanen Zeitpunkt keine Aussage darüber treffen, ob es eine Fortsetzung geben wird“, heißt es auf Nachfrage von „DerWesten.de“ vom Sender.
Für viele, die am liebsten sofort in den nächsten Mordfall hineingesprungen wären, ist das vermutlich eine kleine Enttäuschung.
Krimi-Dinner so besonders macht
Der Hype rund um das Event kommt nicht von ungefähr. „Tödliches Spiel – Das Live-Krimi-Dinner“ ist ein Mix aus „Tatort“, Cluedo und Impro-Theater – mit einem interaktiven Twist, der das Publikum selbst zur Ermittlerin macht.
In einem alten Schloss feiern Familie und Freunde den 70. Geburtstag des Brettspiel-Magnaten Maximilian Kampstahl. Doch bevor das Fest richtig startet, liegt seine Ehefrau Zoé Kampstahl (Martina Hill) tot im Saal. Sechs prominente Verdächtige, alle mit eigenen Geheimnissen, alle mit möglichen Motiven – und alle improvisieren ihre Dialoge live.
Unter den Verdächtigen befanden sich Unternehmer Maximilian „König“ Kampstahl (Uwe Ochsenknecht), sein Sohn Anselm (Max Giermann) sowie seine Tochter Eila (Verena Altenberger). Ebenfalls im Fokus der Ermittlungen standen Psychiaterin Helene Blesnik (Annette Frier), Anwalt Dr. Philipp Menasse (Serkan Kaya) und Sicherheitschef Rocco (Jürgen Maurer), die allesamt ihre eigenen Geheimnisse und möglichen Motive mitbrachten.
Wer war der Mörder? Das Publikum lag goldrichtig
Per Telefon und SMS konnten die Menschen in Deutschland und Österreich live abstimmen, wem sie den Mord zutrauen. Schon früh kristallisierte sich ein Favorit heraus und der Verdacht stimmte: Maximilian Kampstahl alias Uwe Ochsenknecht war der Täter.
Mit 3,86 Millionen Zuschauenden und starken 16,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe 14 bis 49 war das „Krimi-Dinner“ auch beim jungen Publikum ein Erfolg. Für ARD und ORF dürfte das Format damit grundsätzlich attraktiv bleiben.







