Kobold-Überraschung

Kobolde am Set von Wednesday? Jenna Ortega verrät, was wirklich passierte

Bei den Dreharbeiten zu „Wednesday“ passierte Kurioses: Hauptdarstellerin Jenna Ortega spricht über mysteriöse Kobolde am Set – und verrät, wie Tim Burton darauf reagierte.

Die Addams Familie steht gemeinsam mit dem neuen Direktor in einem Büro
Die Addams-Familie wird in Staffel 2 von „Wednesday“ eine ganz neue Rolle spielen. Foto: JONATHAN HESSION / NETFLIX

Pünktlich zum Start des ersten Teils am 6. August auf Netflix plauderten Tim Burton, Jenna Ortega, Joanna Lumley und Steve Buscemi über magische Momente, schräge Set-Erlebnisse und ihre ganz eigene Sicht auf düstere Internate!

Die „Wednesday“-Stars im Interview

Wenn Tim Burton Schüler an der Nevermore Academy wäre, welche übernatürliche Fähigkeit würde er euer Meinung nach haben und welchen Club würde er gründen?

Tim Burton: Ich würde rausgeschmissen werden. Wirklich. Wir [zeigt auf Steve] sind zwei Menschen, die die Schule mehr hassen als fast jeder andere. Okay, tut mir leid, ich weiß nicht, wer sie mehr hasst – ich oder du –, aber wir tun es.

Jenna, was entdeckst du nach all der Zeit noch an deiner Zusammenarbeit mit Tim Burton?

Jenna Ortega: Es gibt so viel zu lernen. Ich bin noch relativ neu im Team und habe nicht die lange Geschichte, die Joanna und Steve haben. Was ich an der Arbeit mit Tim liebe, ist, dass nichts für den Alltag wirklich vorgeplant ist. Es ist wunderbar, an einem Set zu sein, ihm alles anzuschauen, wie aus allen Perspektiven, und dann wird jeder Tag frisch und neu. Bei einer Serie kann man leicht in Routine und feste Abläufe verfallen, aber Tim variiert das: An manchen Tagen will er viele Einstellungen, an anderen versucht er, alles in eine zu packen. Dabei richtet er sich immer nach dem Drehbuch, manchmal sogar nur nach einer einzigen Zeile – das ist wirklich faszinierend. Seine Prioritäten unterscheiden sich deutlich von denen eines typischen Regisseurs.

Tim Burton: Ich erinnere mich, am ersten Tag der ersten Staffel war Jenna vor allen anderen da und hat alles beobachtet. Sie weiß oft mehr als ich selbst. Aber das ist das Schöne daran: Wir haben ein Drehbuch, aber jeden Tag überrascht mich die Besetzung aufs Neue. Ich liebe das. Es hält alles frisch, es fühlt sich wirklich wie ein Film an – wir drehen sozusagen viele kleine Filme.

Steve Buscemi: Und Tim liebt Schauspieler. Das spürt man einfach. Als ich bei „Big Fish“ mit ihm arbeitete, spielte ich einen Dichter. Für mich schrieb ich ein bisschen Unsinn in ein Notizbuch, und Tim sagte sofort, wir müssen eine Einstellung davon machen. So lernt man, dass er alles nutzt, was man zu bieten hat.

Tim Burton: Ich wünschte, du würdest das Gedichtsbuch veröffentlichen. Es ist fast wie Haiku.

Steve und Joanna, was habt ihr neben der restlichen Besetzung und unter Tims Regie am meisten gelernt?

Joanna Lumley: Es ist so, dass wir alle arbeiten. Das Lustige an der Arbeit von Schauspielern ist, dass man Menschen intensiv liebt – fast wie Familie – und dann verschwindet man wieder. Wenn man also in eine neue Familie kommt, muss man sie vom ersten Moment an lieben und ihnen voll vertrauen. Das wird hier durch alles, was an der Show gemacht wird, sehr erleichtert. Erstens haben wir Tim, der eine besondere Magie besitzt – man will einen Regisseur mit dieser geheimnisvollen Extra-Power. Dann eine Besetzung, die ihr Handwerk versteht und genau weiß, wer sie ist – wie Jenna, die einfach Wednesday ist.

Aber Steve, du bist ein neuer Charakter, der vorher noch nicht existierte. Hester Frump musste erst erschaffen werden, und man baut seine Figuren, indem man sich an den bereits bestehenden orientiert. Es ist himmlisch, etwas Neues zu machen, aber auch beängstigend, weil man Angst hat, die anderen zu enttäuschen oder anders zu spielen, als es erwartet wird. Ich bin sehr laut, während andere leise sind. Jenna ist so subtil und professionell, dass ich manchmal ihre Lippen lesen muss. Ich könnte die ganze Stadt mit meinem Geschrei wecken. Man passt sich an, und ich liebe das alles.

Und für dich, Steve?

Joanna Lumley: Da quietscht ein Stuhl.

Jenna Ortega: Ja, der nervt mich die ganze Zeit... Nein, alles gut [lacht].

Steve Buscemi: Ja, was Joanna gesagt hat, stimmt total. Es ist einschüchternd, aber auch aufregend. Die Einschüchterung liegt bei mir, weil ich weiß, dass Tim am Set eine Atmosphäre schafft, in der alle ihr Bestes geben können – Schauspieler wie Crew.

Tim Burton: Ich sehe das auch so. Es ist schön zu sehen, wie alle am Set begeistert sind, von Kameramann bis Designer. Jeder freut sich, wenn diese Leute kommen. Braucht hier jemand WD40? [Alle lachen]

Joanna Lumley: Das ist so ein Gothic-Ding hier. Die Knochen. Wir sitzen an einem Grab, und jemand versucht auszubrechen.

Was hat euch am meisten überrascht beim Dreh in Irland für Staffel zwei?

Tim Burton: Diese verdammten Kobolde.

Jenna Ortega: Überall, sie beißen an die Knöchel.

Tim Burton: Ich hatte einige Beulen von den kleinen Wesen an den Knöcheln.

Steve Buscemi: Ich war überrascht, wie viel Guinness ich täglich trinken konnte – nicht während der Dreharbeiten. Aber es war toll, dort zu drehen. Die Leute sind großartig.

Joanna Lumley: Ich war sehr begeistert, weil ich schon öfter in Irland gedreht habe – in den Ardmore Studios. Ich wusste gar nicht, dass es südlich davon noch ein weiteres Studio gibt. Die Ashford Studios, wo wir gedreht haben, wurden zehn Jahre für die Serie „The Vikings“ genutzt. Die Überreste auf dem Hügel sind toll, denn jeder Künstler weiß, dass schmutzige oder bemalte Unterlagen besser sind als blankes Weiß. Also hatten wir diesen herrlichen alten Kram um uns, und obwohl es eine Herausforderung war, war das Arbeiten dort fantastisch. Irland hat eine gewisse andere Weltlichkeit, die perfekt zum Gefühl von „Wednesday“ passt.

Tim Burton: Wir hatten das ganze Studio für uns, was großartig war, und haben ein paar Kulissen „ausgeliehen“.

Jenna Ortega: Ja, wir haben es gemacht. Ich glaube, die Pilgerwelt besteht aus alten Kulissen. Alles an Irland war wunderschön, und wir hatten eine unglaublich engagierte und talentierte Crew. Die einzige wirkliche Herausforderung war das Grün – es war so intensiv, dass die Addams plötzlich lebendig wirkten [alle lachen].

Tim Burton: Da muss man ein bisschen runterfahren.

Die 2. Staffel von „Wednesday“ ist ab dem 6. August (Teil 1) & 3. September (Teil 2) 2025 exklusiv auf Netflix verfügbar.

Quellen

  • „Wednesday” Pressekonferenz

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