Fußball

Jogi Löw über unerfüllten Kinderwunsch: „Meine Frau konnte keine Kinder bekommen“

Jahrzehntelang führte Jogi Löw die deutsche Nationalmannschaft, wurde für viele Spieler zur Vaterfigur. Nun spricht der Weltmeister-Coach ungewöhnlich offen über ein Thema, das ihn bis heute bewegt: den unerfüllten Wunsch nach eigenen Kindern.

Joachim Löw
Ex-Bundestrainer Joachim Löw zeigt sich von einer ungewohnt verletzlichen Seite: „Heute denke ich natürlich manchmal, es wäre schön gewesen mit eigenen Kindern.“ Foto: IMAGO / Matthias Koch

Normalerweise hält sich Jogi Löw mit privaten Details zurück. Im Gespräch mit Moderator Riccardo Basile macht der ehemalige Bundestrainer nun jedoch eine bemerkenswert offene Ausnahme. Auf die Frage, ob er sich jemals vorgestellt habe, wie sein Leben mit eigenen Kindern verlaufen wäre, antwortet der 66-Jährige ehrlich: „Das habe ich mir nicht nur einmal vorgestellt“.

Für Löw steht fest: Eigene Kinder zu haben, wäre für ihn etwas ganz Besonderes. „Das wäre natürlich wunderschön gewesen.“

„Meine Frau konnte keine Kinder bekommen“

Für die Kinderlosigkeit des Ex-Trainers gibt es einen klaren Grund: „Das ist natürlich sehr privat, aber meine Frau konnte keine Kinder bekommen“, gesteht er. Gemeinsam hätten sie immer wieder versucht, eine eigene Familie zu gründen. Doch letztlich mussten sie akzeptieren, dass sich dieser Lebenstraum nicht erfüllen würde.

Trotz der Enttäuschung habe das Paar gelernt, mit der Situation umzugehen. „Dann hatte man sich damit natürlich auch ein Stück weit abgefunden“, sagt Löw rückblickend.

Seine Karriere profitierte von der Kinderlosigkeit

Heute sieht Löw auch die Vorteile seines kinderlosen Lebens. Seine außergewöhnliche Karriere, die ihn rund um den Globus führte, wäre als Vater womöglich ganz anders verlaufen: „Mit Kindern hätte ich vielleicht auch gar nicht überall in der Weltgeschichte rumreisen und überall in so unterschiedlichen Ländern tätig sein können.“

Die berufliche Freiheit habe ihm Chancen eröffnet, die mit familiären Verpflichtungen schwerer umzusetzen gewesen wären. „Es hätte mir vielleicht auch manche Vorteile genommen in meinem Berufsleben“, räumt der langjährige Nationaltrainer ein.

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