„Harry Potter“-Serien-Star teilt gegen J.K. Rowling aus
Die neue „Harry Potter“-Serie von HBO steht schon vor ihrem Start im Fokus – vor allem wegen J.K. Rowling. Nun äußert sich ein Star der kommenden Serie ungewöhnlich deutlich zu den kontroversen Ansichten der „Harry Potter“-Schöpferin.

Die Neuauflage der Fantasy-Saga „Harry Potter“ soll alle sieben Romane von Rowling als Serie adaptieren. Während die Vorfreude bei vielen Fans groß ist, begleitet die Produktion auch die anhaltende Debatte um die Autorin und ihre Äußerungen zum Thema Geschlecht und Transidentität.
„Harry Potter“-Star widerspricht J.K. Rowling deutlich
Bel Powley, die in der ersten Staffel der neuen Serie Petunia Dursley verkörpern wird, hat nun unmissverständlich Stellung bezogen. In einem Interview mit der britischen Zeitung „The Telegraph“ erklärte die Schauspielerin: „Ich stimme J.K. Rowlings Blick auf Geschlechter gar nicht zu.“
Damit ließ Powley wenig Raum für Interpretationen. Sie ergänzte, dass die Trans-Community ihrer Meinung nach „Sicherheit, Würde und Respekt und vollständige Akzeptanz“ verdiene.
Gleichzeitig machte die Schauspielerin deutlich, dass ihre persönliche Haltung gegenüber Rowling und ihre Liebe zum „Harry Potter“-Universum für sie zwei unterschiedliche Dinge sind.
Trotz Kritik: Bel Powley liebt „Harry Potter“
„Aber ich liebe ‚Harry Potter‘“, stellte Powley klar. Sie sei mit den Büchern aufgewachsen und gehöre zur ersten Generation von Leserinnen und Lesern, die mit der Zauberwelt groß geworden sei.
Gerade diese Trennung zwischen dem Werk und den Ansichten seiner Schöpferin dürfte für die Schauspielerin eine wichtige Rolle spielen. Powley betonte ihre Begeisterung für die Magie und die düstere Atmosphäre der Geschichten – trotz ihrer klaren Ablehnung von Rowlings Positionen.
Auch Dumbledore-Darsteller John Lithgow äußerte sich
Powley ist nicht das erste Mitglied des neuen „Harry Potter“-Ensembles, das sich mit der Kontroverse auseinandersetzt. Auch John Lithgow, der in der HBO-Serie als Albus Dumbledore zu sehen sein wird, wurde bereits mit Fragen zu Rowling konfrontiert.
Lithgow erklärte, dass das Thema ihn vermutlich für den Rest seiner Karriere begleiten werde. Zugleich zeigte er sich irritiert darüber, dass manche Menschen seine Beteiligung an der Serie vehement ablehnen.
Anders als Powley äußerte sich Lithgow dabei deutlich zurückhaltender. Er verwies unter anderem darauf, dass er in der „Harry Potter“-Welt keine Spur einer transfeindlichen Haltung erkennen könne.
HBO steht vor einer schwierigen Gratwanderung
Für HBO dürfte die Debatte eine besondere Herausforderung darstellen. Einerseits basiert die neue Serie unmittelbar auf Rowlings Romanen, andererseits möchten die Verantwortlichen offenbar verhindern, dass die Kontroversen rund um die Autorin die neue Adaption überschatten.
Schon beim veröffentlichten Werbematerial reagierte das Studio auf Fan-Kritik. In einem neuen Promo-Reel wurde das Bildmaterial gegenüber dem ursprünglichen Teaser offenbar deutlich aufgehellt, nachdem Zuschauer die Farbgestaltung bemängelt hatten.
Die neue „Harry Potter“-Serie soll rund um Weihnachten 2026 starten. Bis dahin dürfte die Frage, wie Cast und Produktion mit J.K. Rowling und der anhaltenden Kontroverse umgehen, die Serie weiter begleiten.








