Hanka Rackwitz startet neu: Vom „Sommerhaus“ in den Dorfkrug
Vom Reality-TV zurück ins echte Leben: Hanka Rackwitz startet mit 57 Jahren noch einmal komplett durch – und stellt sich dabei einer Herausforderung, die für sie früher undenkbar gewesen wäre.

Hanka Rackwitz ist jetzt Wirtin. Die frühere „Sommerhaus der Stars“-Teilnehmerin hat im kleinen Ort Freist in Sachsen-Anhalt den „Dorfkrug“ gepachtet. In dem Dorf leben gerade einmal 270 Menschen – und genau dort will die 57-Jährige nicht nur arbeiten, sondern auch leben.
Für die Reality-TV-Bekanntheit ist dieser Schritt weit mehr als ein beruflicher Wechsel. Es ist ein radikaler Neuanfang, beruflich wie persönlich. Hanka möchte im Dorf ankommen, Teil der Gemeinschaft werden und sich eine neue Existenz aufbauen.
Dschungelcamp Sommerhaus Zwänge: 30 Jahre Kampf gegen Ängste
Bekannt wurde Hanka Rackwitz einem breiten Publikum spätestens im Dschungelcamp 2017. Dort sprach sie erstmals offen über ihre Ängste und Waschzwänge. Auch im „Sommerhaus der Stars“ wurde deutlich, wie stark Zwangsstörungen ihren Alltag geprägt haben.
Rund 30 Jahre kämpfte sie mit massiven Zwängen. Dass sie heute freiwillig Gäste bewirtet, Geschirr anfasst und mit Trubel sowie Unordnung umgehen muss, wäre für sie früher kaum vorstellbar gewesen.
Hanka Rackwitz Neuanfang 57: „Ex-Dschungelcamperin kämpft um ihren Traum“
Mit der Pacht des „Dorfkrug“ erfüllt sich Hanka einen lang gehegten Wunsch. Doch kurz vor der Eröffnung kommen Zweifel auf.
„Wenn du selber noch gar nicht fit bist. Also ich kann ja selber noch nicht wissen, ob das alles, was ich mache, richtig ist und ob das alles schmeckt”, sagt sie.
Ihr Anspruch ist hoch: Essen, Service und erster Eindruck sollen stimmen. Gleichzeitig wächst die Verantwortung – und mit ihr die Nervosität.
Hanka Rackwitz Zwänge überwunden: „Wenn ich die Zwänge noch hätte …“
Auch wenn Hanka viele ihrer Zwänge inzwischen hinter sich gelassen hat, bleibt der Alltag als Wirtin eine direkte Konfrontation mit früheren Ängsten.
„Wenn ich die Zwänge noch hätte, würde nichts von dem gehen, was ich hier tue”, erklärt sie.
Wie ernst sie ihren Neustart nimmt, zeigt eine Situation aus dem Arbeitsalltag: Sogar fremden Urin habe sie bereits weggewischt. „Musste ja machen.”
Dorfkrug Eröffnung Freist: 40 Gäste warten um 12 Uhr
Am Eröffnungstag wird es ernst. Punkt 12 Uhr stehen knapp 40 Gäste vor der Theke und warten auf ihr Essen. Während Geschäftspartner Pierre die Bratwürste verkauft, kümmert sich Hanka um Pommes und Currywurst – und um die wachsende Ungeduld im Gastraum.
Die entscheidende Frage: Kann der „Dorfkrug“ die Dorfbewohner überzeugen? Und wird Hankas mutiger Neustart gelingen?
Persönlicher Befreiungsschlag statt nur Gastronomie
Für Hanka Rackwitz ist der „Dorfkrug“ kein gewöhnliches Projekt. Es ist ein Befreiungsschlag nach Jahrzehnten voller Ängste.
Mit 57 Jahren wagt der „Sommerhaus“-Star noch einmal alles – und zeigt, dass ein echter Neuanfang möglich ist, selbst nach langen, schwierigen Phasen im Leben.







