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Deutsche TV-Premiere

„One for the Road“ bei Sat.1: Frederick Lau als Bauleiter am Abgrund

Sat.1 zeigt „One for the Road“ mit Frederick Lau und Nora Tschirner erstmals im TV. Die Tragikomödie läuft am Sonntag um 20.15 Uhr.

Nora Tschirner im rosafarbenen Blazer und Frederick Lau im blauen Sakko stehen lächelnd nebeneinander vor einer „One for the Road“-Fotowand.
Nora Tschirner und Frederick Lau spielen in „One for the Road“ die Hauptrollen Mark und Helena. Foto: IMAGO / Future Image

Ein Bier nach Feierabend, Drinks beim Geschäftsessen und anschließend weiter in den nächsten Club: Für Mark gehört Alkohol ganz selbstverständlich zu seinem Alltag. Dass sein Konsum längst bedenkliche Ausmaße angenommen hat, will er sich allerdings nicht eingestehen. In „One for the Road“ muss Frederick Lau als Berliner Bauleiter feststellen, dass er sein Leben weniger unter Kontrolle hat als gedacht. Am Sonntag feiert die Tragikomödie von 2023 ihre deutsche TV-Premiere bei Sat.1.

„One for the Road“: Darum geht es in der Tragikomödie

Mark Jung (Frederick Lau) steht beruflich ständig unter Strom. Als Bauleiter einer großen Berliner Baustelle trägt er viel Verantwortung, nach Feierabend folgen Geschäftsessen und lange Nächte. Abschalten kann er vor allem mit einem Drink in der Hand – und meistens bleibt es nicht bei einem.

Zum Verhängnis wird ihm das, als er nach einer durchzechten Nacht eigentlich nur schnell sein Auto umparken will. Die Polizei erwischt ihn alkoholisiert am Steuer, der Führerschein ist erst einmal weg. Um seine Fahrerlaubnis zurückzubekommen, muss Mark an einem Vorbereitungskurs für die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) teilnehmen.

Für ihn ist die Sache zunächst klar: Die Kontrolle war Pech, ein ernsthaftes Problem habe er nicht. Selbst als sein bester Freund Nadim sein Verhalten zunehmend kritisch sieht, hält Mark an dieser Überzeugung fest.

Nora Tschirner bringt Marks Vorsatz ins Wanken

Im MPU-Kurs lernt Mark schließlich Helena (Nora Tschirner) kennen. Auch die Grundschullehrerin musste ihren Führerschein nach einer Alkoholfahrt abgeben. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und kommen sich schnell näher.

Gleichzeitig lässt sich Mark auf eine Wette mit Nadim ein: Bis zur MPU will er komplett abstinent bleiben. Was für ihn zunächst nach einer überschaubaren Herausforderung klingt, wird schon bald schwieriger als erwartet.

Denn ohne die gewohnten Drinks verändert sich sein Alltag spürbar. Mark wird gereizter und muss erkennen, wie selbstverständlich der Konsum bislang zu seinem Leben gehörte. Auch Helena kämpft mit ihren eigenen Gewohnheiten – und aus der zunächst lockeren Bekanntschaft wird für beide zunehmend eine gegenseitige Stütze.

„One for the Road“ zwischen Komik und ernstem Sucht-Drama

Regisseur Markus Goller und Drehbuchautor Oliver Ziegenbalg erzählen die Geschichte nicht als klassisches schweres Suchtdrama. Stattdessen verbindet „One for the Road“ ernste Momente mit teils derbem Humor und Situationen, über die man zunächst lachen kann – bis deutlich wird, was eigentlich dahintersteckt.

Dabei rückt immer stärker die Frage in den Mittelpunkt, wie lange Mark sein Verhalten noch als normalen Teil seines Lebens abtun kann. Sein ursprüngliches Ziel, einfach nur den Führerschein zurückzubekommen, wird dadurch zunehmend nebensächlich.

Vor allem Frederick Lau trägt den Film als Mann, der zwischen Selbstüberschätzung, Kontrollverlust und ersten Momenten der Einsicht schwankt. Mit Nora Tschirner bekommt er eine Partnerin an die Seite, deren Figur mit ganz ähnlichen Schwierigkeiten kämpft. So zeigt die Tragikomödie auch, wie fließend die Grenze zwischen gesellschaftlich akzeptiertem Konsum und Abhängigkeit sein kann.

Wann läuft „One for the Road“ bei Sat.1?

Sat.1 zeigt „One for the Road“ am Sonntag, 9. August 2026, um 20.15 Uhr. Der Film mit Frederick Lau und Nora Tschirner läuft damit erstmals im deutschen Fernsehen und ist bis 22.35 Uhr angesetzt.

Nach seinem Kinostart im Oktober 2023 schafft es die Tragikomödie nun also auch ins Free-TV – und verbindet einen unterhaltsamen Sonntagabend mit einem Thema, das deutlich ernster ist, als es zunächst scheint.

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