„Hagen Benz – Das Böse in dir“: Heiner Lauterbach und Julia Koschitz in packendem Thriller
Heiner Lauterbach feiert im ARD-Thriller „Hagen Benz – Das Böse in dir“ sein Krimi-Comeback. Als Ex-Kommissar mischt er sich in einen Mordfall ein und trifft auf Ermittlerin Elena Weber (Julia Koschitz) – ein spannendes Duell zweier Einzelgänger zwischen Wahrheit, Täuschung und Abgrund.

Im Thriller „Hagen Benz – Das Böse in dir“ prallen zwei eigenwillige Ermittler aufeinander, die sich nur widerwillig zusammentun. Heiner Lauterbach verkörpert den geheimnisvollen Ex-Kommissar Hagen Benz, der sich in den aktuellen Fall einer entschlossenen Chefermittlerin (Julia Koschitz) einmischt.
Die Handlung von „Hagen Benz – Das Böse in dir“
Die Handlung beginnt mit einem rätselhaften Fund: Am Ufer wird eine Wasserleiche entdeckt und für Kommissarin Elena Weber (Julia Koschitz) beginnt ein rätselhafter Fall, der sie schon bald an ihre Grenzen bringt. Denn aus der Ferne beobachtet ein Unbekannter die Ermittlungen: der frühere Kommissar Hagen Benz (Heiner Lauterbach), der nach einem Herzinfarkt in den Vorruhestand ging.
Benz ist überzeugt, dass Elenas Mordfall mit einem seiner ungelösten Fälle zusammenhängt – dem Tod eines Obdachlosen. Obwohl sie seine Methoden misstrauisch beäugt, lässt sich die Ermittlerin auf eine Zusammenarbeit ein. Gemeinsam stoßen sie auf erschütternde Verbrechen und ein düsteres Geheimnis, das tiefer in die menschliche Psyche führt, als beiden lieb ist. Doch Benz spielt entgegen ihres Abkommens nicht mit offenen Karten, und Elena muss bald erkennen, dass ihr Partner mehr zu verbergen hat, als er zugibt.
Heiner Lauterbach feiert Krimi-Comeback in „Hagen Benz – Das Böse in dir“

Mit „Hagen Benz – Das Böse in dir“ feiert Heiner Lauterbach ein überzeugendes Comeback als TV-Ermittler. Fast drei Jahrzehnte ist es her, dass er in „Faust“ und „Eurocops“ in einem Krimi als Protagonist wirkte. Der 72-Jährige spielt den geheimnisvollen Ex-Kommissar mit jener Mischung aus Charisma, Härte aber auch Verletzlichkeit, die den Film trägt. Julia Koschitz bildet als entschlossene Kommissarin Elena Weber das perfekte Gegenstück: klug, emotional, kämpferisch. Regisseurin Christine Hartmann inszeniert das Duell der beiden mit einem modernen Noir-Touch, der den Thriller visuell stark macht.
Kritik: Starke Figuren, düstere Atmosphäre, klassischer Krimiplot
Inhaltlich überzeugt der Film vor allem durch seine Figuren und weniger durch den eigentlichen Fall. Der Krimiplot entwickelt sich eher konventionell, bleibt aber solide spannend erzählt und bietet genau das, was das ARD-Primetime-Publikum erwartet: psychologische Tiefe statt reiner Action. Besonders reizvoll ist das Spiel mit Andeutungen: Man weiß lange nicht, was Hagen Benz wirklich antreibt und welche Verbindung er zur Kommissarin hat. Diese undurchsichtige Dynamik zwischen Lauterbach und Koschitz sorgt für Spannung bis zum Schluss und lässt hoffen, dass „Hagen Benz – Das Böse in dir“ nur der Auftakt zu einer neuen Krimireihe wird.
Ob als eigenständiger Thriller oder möglicher Auftakt zu einer neuen Krimireihe – „Hagen Benz – Das Böse in dir“ zeigt, dass klassische Ermittlergeschichten auch heute noch funktionieren, wenn sie mit starken Figuren und Atmosphäre erzählt werden. Heiner Lauterbach beweist eindrucksvoll, dass er selbst mit über 70 noch ein Publikum fesseln kann, und Julia Koschitz liefert das passende Gegengewicht. Sollte die ARD an der Figur festhalten, hätte das Format das Potenzial, sich als intelligenter, düsterer Gegenpol zu den üblichen Wohlfühlkrimis im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu etablieren.









