Babo – die Haftbefehl-Story

Haftbefehl wird deutlich: Sein Statement geht unter die Haut

Haftbefehl bricht nach der Netflix-Doku Babo – Die Haftbefehl-Story erstmals sein Schweigen. Jetzt äußert sich der Rapper mit klaren, emotionalen Worten.

Haftbefel aka Aykut Anhan mit Sturmmaske neben Elias M'Barek
Haftbefehl meldet sich nach der Netflix-Doku erstmals selbst zu Wort – emotional und ehrlich wie nie zuvor. Foto: ddp

Seit dem Start der Netflix-Doku Babo – Die Haftbefehl-Story ist Haftbefehl wieder in aller Munde. Millionen Zuschauer:innen verfolgen, wie Aykut Anhan, so sein bürgerlicher Name, in der schonungslosen Dokumentation über seine Abstürze, Süchte und inneren Kämpfe spricht. Zwei Jahre lang ließ sich der 39-Jährige begleiten, entstanden ist ein ehrlicher, oft schmerzhafter Blick in das Leben eines Mannes, der alles hatte und fast alles verlor.

Der Verlust, der alles veränderte

Besonders emotional sind die Passagen, in denen Haftbefehl über seinen Vater spricht. Der Suizid von Jelal Anhan war ein Wendepunkt, der nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Brüder und seiner Mutter für immer veränderte.

In der Doku erinnert sich Haftbefehl an die schweren Jahre danach: an Depressionen, Einsamkeit und die Leere, die blieb. „Ich hab ihn drei-, viermal erwischt, wie er sich umbringen wollte“, gesteht er in der Doku.

Die unsichtbare Heldin

Während Haftbefehls Vater in der Doku mehrfach thematisiert wird, bleibt eine Person fast vollständig im Hintergrund: seine Mutter. Viele Fans wunderten sich nach der Veröffentlichung, warum sie nicht zu sehen war.

Dabei war sie diejenige, die die Familie nach dem Tod ihres Mannes zusammenhielt – eine Frau, die ihre Kinder allein großzog und gleichzeitig den Verlust ihres Partners verarbeiten musste. Neue Details zu ihr verriet zuletzt Spiegel-Autor Juan Moreno im Podcast Shortcut:„Die Mutter ist eine grandiose, tolle Frau (…) sie war eine sehr erfolgreiche Ruderin, hat in Istanbul für Beşiktaş gerudert, war wahnsinnig erfolgreich.“

Moreno berichtet, dass Haftbefehls Mutter ursprünglich in der Doku erscheinen wollte, sich dann aber kurz vor Drehbeginn umentschied: „Sie bat mich in einer herzlichen Sprachnachricht, darauf zu verzichten, sie im Film zu zeigen, weil es ihr zu schwerfallen würde, über ihren verstorbenen Mann und den Zustand ihres Sohnes zu sprechen.“

Haftbefehl findet erstmals bewegende Worte

Nun hat Haftbefehl selbst auf die Fragen vieler Fans reagiert – mit einem emotionalen Statement auf Facebook. Darin spricht er zum ersten Mal direkt über seine Mutter:

„Zum Thema über meine Mama werde ich noch was sagen, doch eines steht schon jetzt fest: Keine Worte der Welt können auch nur annähernd widerspiegeln, was sie geleistet hat und jeden Tag aufs Neue leistet. Sie ist die Königin inmitten all der Stürme, das Herz, das niemals müde wird zu lieben, die stille Kraft, die alles zusammenhält, wenn andere längst zerbrochen wären.“

Diese Worte zeigen, wie viel Liebe und Dankbarkeit Haftbefehl seiner Mutter entgegenbringt und welch zentrale Rolle sie in seinem Leben spielt. Nach Jahren des Schweigens richtet der Rapper den Blick dorthin, wo seine Geschichte ihren Ursprung hat: zu der Frau, die ihn geprägt, beschützt und durch jede Krise getragen hat. Gleicher Respekt gilt für Haftbefehls Frau, die trotz der Trennungsgerüchte stark an der Seite ihres Mannes steht.

Quellen

  • Netflix

  • Spiegel-Podcast „Shortcut“

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