Goodbye Deutschland

„Goodbye Deutschland“: So ging es für Familie Davis nach dem Buschbrand weiter!

Nach den verheerenden Buschbränden in Australien verlor Familie Davis bei „Goodbye Deutschland“ fast ihre gesamte Existenz. Doch wie geht es den Auswanderern heute? Es gibt überraschend positive Neuigkeiten.

Ben Davis beim Interview nach dem Buschbrand
Der verheerende Buschbrand hatte schwerwiegende Folgen für Familie Davis bei „Goodbye Deutschland“ Foto: RTL

Für Familie Davis wurde der Traum vom Leben in Australien innerhalb weniger Stunden zum Albtraum. Die Auswanderer verloren bei den verheerenden Buschbränden Anfang 2020 nahezu ihre komplette Existenz. In der VOX-Doku „Goodbye Deutschland“ begleitet das Kamerateam Sabrina und Ben Davis auf ihrem langen Weg zurück in ein normales Leben. Doch wie ging es nach den dramatischen Ereignissen und den Dreharbeiten für die Familie weiter?

„Goodbye Deutschland“: Feuerhölle zerstört das Lebenswerk der Familie Davis

Sabrina Davis wanderte 2009 von München nach Australien aus und baute sich dort gemeinsam mit ihrem Mann Ben eine neue Existenz auf. Die Familie lebte mit ihren Kindern Jordan und Kerily auf einer Farm auf Kangaroo Island. Dort hielten sie rund 500 Schafe und verdienten ihren Lebensunterhalt vor allem mit der Bienenzucht und dem Verkauf von Honig.

Doch Anfang 2020 änderte sich alles. Die verheerenden Buschbrände, die weltweit für Schlagzeilen sorgten, machten auch vor Kangaroo Island nicht Halt. Während Sabrina mit den Kindern rechtzeitig zu ihren Schwiegereltern fliehen konnte, blieb Ben gemeinsam mit seinem Bruder und seinem Vater auf der Farm zurück. Stundenlang versuchten die drei Männer, das Wohnhaus gegen die Flammen zu verteidigen.

Am Ende konnten sie zwar ihr eigenes Leben retten, die Farm jedoch nicht. Das Wohnhaus wurde durch die enorme Hitze so stark beschädigt, dass es später abgerissen werden musste. Sämtliche 500 Schafe kamen in den Flammen ums Leben, außerdem wurde ein Großteil der Bienenvölker vernichtet. Innerhalb einer einzigen Nacht verlor die Familie fast ihre komplette Existenz.

Der schwere Neuanfang nach dem Brand

Trotz des unfassbaren Verlusts entschieden sich Sabrina und Ben bewusst gegen einen Neuanfang an einem anderen Ort. Sie wollten ihre Farm wieder aufbauen und auf Kangaroo Island bleiben.

Dabei halfen ihnen unter anderem zahlreiche Spenden sowie eine GoFundMe-Kampagne, die von Freunden ins Leben gerufen wurde. Langsam entstand wieder Hoffnung. In „Goodbye Deutschland“ ist zu sehen, wie die Familie Schritt für Schritt versucht, ihr Leben neu zu ordnen.

Während Ben zunächst in einer einfachen Hütte auf dem Grundstück wohnte, um sich um die verbliebenen Bienen und Felder zu kümmern, lebten Sabrina und die Kinder übergangsweise rund eine Stunde entfernt in einer Notunterkunft. Gleichzeitig liefen die Planungen für ein neues Wohnhaus. Ben zeigte sich damals optimistisch, dass die Familie schon bald wieder gemeinsam auf ihrer Farm leben könnte.

Auch emotional war der Wiederaufbau eine große Herausforderung. Dennoch machten Sabrina und Ben immer wieder deutlich, dass sie ihren Traum vom Leben in Australien nicht aufgeben wollten. Statt sich von der Katastrophe entmutigen zu lassen, blickten sie nach vorne und sahen den Wiederaufbau als Chance für einen kompletten Neuanfang.

Wie geht es Familie Davis heute?

Anders als viele Zuschauer:innen vielleicht vermuten, hat Familie Davis Australien nie den Rücken gekehrt. Sabrina und Ben leben weiterhin auf Kangaroo Island, wo sie ihre Farm nach den verheerenden Buschbränden Stück für Stück wieder aufgebaut haben.

Ein erstes positives Update veröffentlichte Sabrina bereits Ende 2020 auf der gemeinsamen GoFundMe-Seite. Dort berichtete sie, dass die Familie dank der zahlreichen Spenden mehr als 500 neue Schafe kaufen konnte – genau so viele, wie bei den Buschbränden ums Leben gekommen waren. Da die Versicherung den Hausneubau finanzierte, investierten Sabrina und Ben die Spendengelder bewusst in den Wiederaufbau ihrer Landwirtschaft. Für die Familie war das der entscheidende Schritt zurück in eine wirtschaftliche Zukunft.

Auch beruflich hat Sabrina aus den Ereignissen etwas Neues geschaffen. Heute arbeitet sie beim Australian Red Cross im Bereich Katastrophenvorsorge und -resilienz. Dort entwickelt sie Programme, mit denen Gemeinden besser auf Naturkatastrophen vorbereitet werden sollen. Gleichzeitig engagiert sie sich als Gründerin des Projekts „Humans of Kangaroo Island“, mit dem sie Geschichten von Betroffenen erzählt und Spenden für ihre Heimatgemeinde sammelt.

Erst vor wenigen Tagen erklärte Sabrina in einem LinkedIn-Beitrag, dass sie ihre eigene Geschichte bewusst nutzt, um andere Menschen zu unterstützen. Nach den verheerenden „Black Summer Fires“ habe sie sich vorgenommen, ihre Erfahrungen weiterzugeben und Betroffenen Mut zu machen. Dabei betont sie auch, wie sehr ihr selbst die Unterstützung des Australian Red Cross während des jahrelangen Wiederaufbaus geholfen habe.

Über das Privatleben der Familie gibt Sabrina zwar nur noch selten Einblicke. Die öffentlichen Informationen zeigen jedoch, dass sie weiterhin auf Kangaroo Island lebt, ihre Farm nach wie vor betreibt und sich mit großem Engagement für Menschen einsetzt, die – wie sie selbst einst – alles durch eine Naturkatastrophe verloren haben. Damit gehört Familie Davis bis heute zu den beeindruckendsten Erfolgsgeschichten von „Goodbye Deutschland“.

Quellen

  • LinkedIn

  • TVNow

  • GoFundMe