Bewegender TV-Moment

Gisèle Pelicot heute bei „maischberger“: „Es war ein Prozess gegen die Feigheit“

Gisèle Pelicot spricht heute bei „maischberger“ über ihren öffentlichen Vergewaltigungsprozess, Mut und Neuanfang. Alle Infos zum bewegenden TV-Auftritt in der ARD.

Zwei Frauen sitzen sich in einem Fernsehstudio gegenüber und lächeln in die Kamera, im Hintergrund ist das Logo „maischberger“ zu sehen.
Zu Gast bei Sandra Maischberger: Gisèle Pelicot. Foto: IMAGO / HMB-Media

Triggerwarnung: In diesem Artikel geht es um häusliche Gewalt und sexuellen Missbrauch. Bei manchen Menschen kann dieses Thema negative Reaktionen auslösen. Bitte sei achtsam, wenn das bei dir der Fall ist!

Der Fall Gisèle Pelicot erschütterte 2024 nicht nur Frankreich, sondern Menschen in ganz Europa. Über Jahre hinweg wurde die Französin von ihrem eigenen Ehemann betäubt und dutzenden fremden Männern ausgeliefert, die sie vergewaltigten. Statt anonym im Hintergrund zu bleiben, entschied sich Pelicot für einen außergewöhnlichen Schritt: Sie machte den Prozess öffentlich – und wurde so zur Stimme vieler Betroffener.

Heute Abend ist Gisèle Pelicot in der ARD-Talkshow „maischberger zu Gast. Dort spricht sie über ihre Erfahrungen, den langen Weg durch die Gerichtsverhandlungen – und darüber, wie sie heute auf ihr Leben blickt.

Der Prozess, der alles veränderte

Sandra Maischberger diskutiert in ihrer Sendung regelmäßig politische und gesellschaftlich relevante Themen mit ihren Gästen. Mit Gisèle Pelicot empfängt sie heute eine Frau, deren Geschichte weit über einen einzelnen Kriminalfall hinausgeht.

2024 entschied sich Pelicot bewusst dafür, das Verfahren öffentlich führen zu lassen. Ein Schritt, der Mut erforderte – und ein klares Zeichen setzte. Über diesen Moment sagt sie: „In dem Moment sah ich, wie sich die Gesichter der Angeklagten und ihrer Anwälte veränderten. Ich sah ihre Wut. Und ich sagte mir: Du hast bereits einen Punkt erzielt, du bist auf der Zielgeraden zum Sieg, du wirst es schaffen.

Für sie war es mehr als ein Gerichtsverfahren. Es war ein gesellschaftliches Signal.

Ihr Kampf für ein gesellschaftliches Umdenken

Gisèle Pelicot kämpft längst nicht mehr nur für sich selbst. Ihr Ziel ist es, auf strukturelle Probleme im Umgang mit sexualisierter Gewalt aufmerksam zu machen und Betroffenen Mut zu geben. In der ARD-Sendung sagt sie: „Es war ein Prozess gegen die Feigheit und gegen das Leugnen. Genau das strahlten diese Männer aus. Vergewaltigung war für diese Männer kein Verbrechen.

Deutliche Worte, die unter die Haut gehen. Mit ihrem öffentlichen Auftreten will sie dazu beitragen, dass sich das gesellschaftliche Bewusstsein verändert – und Opfer mehr Unterstützung erfahren.

Frau mit kinnlangem rötlichem Haar sitzt in einem TV-Studio und spricht während einer Talkshow-Aufzeichnung.
Gisèle Pelicot spricht in der ARD-Talkshow „maischberger“ offen über ihren öffentlichen Prozess und ihren Kampf gegen sexualisierte Gewalt. Foto: IMAGO / HMB-Media

Wie geht es Gisèle Pelicot heute?

Neben der juristischen Aufarbeitung spricht Pelicot bei „maischberger“ auch darüber, wie es ihr heute geht: „Heute erlaube ich mir, glücklich zu sein. Ich habe ein Recht darauf“, sagt sie im Interview.

Dieser Satz steht sinnbildlich für ihren Neuanfang. Pelicot hat zudem ein Buch veröffentlicht: „Eine Hymne an das Leben“. Darin verarbeitet sie ihre Geschichte und richtet sich vor allem an Frauen und Mädchen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Ihre Botschaft: Ihr seid nicht allein – und ihr habt das Recht auf Unterstützung und ein selbstbestimmtes Leben.

Das Interview heute Abend in der ARD

Bei „maischberger“ spricht Gisèle Pelicot offen über ihren öffentlichen Vergewaltigungsprozess, über gesellschaftliche Verantwortung und über ihre wiedergewonnene Zuversicht. Das vollständige Interview mit Gisèle Pelicot läuft heute um 22:50 Uhr in der ARD bei „maischberger“.

Hinweis der Redaktion: Wenn du von häuslicher Gewalt betroffen oder Opfer von sexuellen Missbrauch geworden bist, findest du unter der kostenlosen Hotline 0800 22 55 530 (anonym) Hilfe und Beratung.