„Fernsehgarten“-Schlussstrich nach über 20 Jahren – Sänger rechnet mit ZDF ab
Kritik am „ZDF-Fernsehgarten“: Der Schlager-Star Tim Toupet wird nicht mehr in der Sendung auftreten. Was steckt dahinter?

Nach mehr als zwei Jahrzehnten ist für Tim Toupet endgültig Schluss: Der 54-Jährige wird künftig nicht mehr im „ZDF-Fernsehgarten“ auftreten und das, obwohl gerade erst das Mallorca-Special über die Bühne gebracht wurde. Gegenüber „t-online“ erklärt der Sänger, dass er sich bewusst gegen weitere Auftritte entschieden habe – und übt dabei deutliche Kritik an der Show.
Tim Toupet: „Ich sehe keinen Mehrwert“
„Ich habe in meinen 22 Jahren fast jedes Jahr im 'Fernsehgarten' teilgenommen“, sagt Tim Toupet. Für seinen Rückzug gebe es jedoch mehrere Gründe. Vor allem das Verhältnis zwischen Aufwand und Bezahlung stimme für ihn nicht mehr.
„Ich sehe keinen Mehrwert in dieser Sendung. Der Aufwand steht zum Ertrag in keinem Verhältnis“, erklärt der Musiker. Für einen oft nur wenige Minuten langen Auftritt müssten Künstler:innen bereits am Vortag zu Proben anreisen. Die Vergütung sei zudem lediglich „dreistellig vor Steuer“.
Tim Toupet trifft bewusste Entscheidungen bei seinen Auftritten
Neben den finanziellen Aspekten spielt auch seine persönliche Lebensplanung eine Rolle. „Ich reduziere gerade absolut bewusst meine Auftrittsanzahl“, sagt Tim Toupet. Mit 54 Jahren wolle er mehr Zeit für Familie, Hobbys und Freizeit haben. „Ich habe mein Leben sehr finanziell diszipliniert gelebt, sodass ich seit Jahren nur noch Dinge mache, die mir Spaß machen“, betont der Sänger. TV-Auftritte hätten für seine Karriere inzwischen ohnehin nicht mehr den Stellenwert wie früher.
Mit seiner Entscheidung reiht sich Tim Toupet in eine Gruppe von Künstler:innen ein, die dem „ZDF-Fernsehgarten“ zuletzt kritisch gegenüberstanden. Auch Ballermann-Star Ikke Hüftgold hatte die Vergütung und den Umgang mit Partyschlager-Acts in der Vergangenheit öffentlich bemängelt.“Ich würde mich selbst betrügen, wenn ich dieses Schmierentheater mitspielen würde. Dazu kommt, dass wir Künstler keine Gagen bekommen, weil man uns den Newcomern zuschreibt und uns die Sendung als großartige Promo-Chance verkauft“, verriet der Sänger letztes Star „t-online“.
Neben Kritik der Gäste wurde in der Vergangenheit auch immer wieder Moderatorin Andrea Kiewel kritisiert, jüngst sorgte sie mit rassistischen Aussagen in der Sendung für Aufsehen.









