„Menschlicher Fehler“

Todesursache von Extremsport-Ikone Felix Baumgartner bekannt!

Der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner ist im Juli verstorben. Nun ist die genaue Todesursache endlich klar.

Österreichs bekanntester Extremsportler: Felix Baumgartner verunglückte bei einem Gleitschirmflug an der italienischen Adriaküste tödlich.
Österreichs bekanntester Extremsportler: Felix Baumgartner verunglückte bei einem Gleitschirmflug an der italienischen Adriaküste tödlich. Foto: IMAGO / Eibner

Das Unglück ereignete sich am Donnerstag, dem 17. Juli 2025, gegen 16 Uhr in der Nähe der Adriaküste, genauer in Porto Sant’Elpidio in der Region Marken. Baumgartner war laut zahlreicher Berichte mit einem motorisierten Gleitschirm unterwegs, als er offenbar das Bewusstsein verlor und in den Pool eines Hotels stürzte. Wiederbelebungsversuche vor Ort blieben erfolglos. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod Baumgartners feststellen.

Todesursache endlich klar – „menschliches Versagen“

(Update: 6. Oktober)

Nach langer Zeit der Ungewissheit ist nun endlich die genaue Todesursache von Felix Baumgartner (†56) bekannt. Wie Staatsanwalt Raffaele Iannella aus Fermo auf Anfrage der „Bild“-Zeitung mitteilte, war menschliches Versagen die Ursache des Unglücks. Ein technisches Gutachten habe ergeben, „dass der Unfall auf einen reinen menschlichen Fehler zurückzuführen ist; der Gleitschirm befand sich in einwandfreiem Zustand und wies keine Mängel auf.“

Dem Bericht von Iannella zufolge verlor Baumgartner während einer Sturzspirale die Kontrolle über seinen Gleitschirm: „Es kam zu einem raschen Höhenverlust, als eine Sturzspirale einsetzte, und Baumgartner war nicht in der Lage, den Schirm aus der Spirale heraus zu steuern.“ Der Rettungsschirm öffnete sich erst kurz vor dem Aufprall. Bereits zuvor war bekannt, dass Baumgartner sich dabei unter anderem Verletzungen an der Wirbelsäule zugezogen hatte.

Der Staatsanwalt ergänzte: „Während er sich in der Spirale befand, wendete Baumgartner nicht die vorgesehene Technik an, um die Fluglage wiederherzustellen. Dazu sei eine ‚konstante und entschlossene Betätigung der rechten Steuerleine‘ erforderlich. Dies führte zum Verlust der Kontrolle über das Fluggerät und dazu, dass die Spirale nicht verlassen werden konnte.“

(Originalartikel vom 17. Juli)

Der tragische Unfall ereignete sich am Donnerstagnachmittag, dem 17. Juli 2025, nahe Porto Sant’Elpidio an der italienischen Adriaküste. Baumgartner war mit einem motorisierten Gleitschirm (Motorschirm) in der Nähe von Fermo gestartet, als er laut Augenzeugen plötzlich das Bewusstsein verlor. Das Fluggerät geriet außer Kontrolle und stürzte auf das Gelände des Camping-Hotels „Le Mimose“. Beim Aufprall wurde eine Hotelangestellte von Trümmerteilen erfasst und leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Er war der Mann, der aus dem All sprang

Felix Baumgartner wurde am 20. April 1969 in Salzburg geboren. Weltweite Berühmtheit erlangte er am 14. Oktober 2012, als er im Rahmen des Projekts Red Bull Stratos aus rund 39 Kilometern Höhe aus der Stratosphäre sprang und damit gleich mehrere Rekorde aufstellte: den höchsten bemannten Ballonsprung, den längsten freien Fall (bis dahin), und er war der erste Mensch, der im freien Fall ohne technische Hilfsmittel die Schallmauer durchbrach.

Der Sprung wurde live übertragen und weltweit von einem Millionenpublikum verfolgt. Für viele galt der Moment als das extremste und spektakulärste Einzelsportereignis des Jahrzehnts.

Felix Baumgartner sorgte regelmäßig für Aufsehen

Bereits vor dem Stratosphären-Projekt war Baumgartner in der Base-Jumping-Szene bekannt: 1999 sprang er von den Petronas Towers in Kuala Lumpur, dem damaligen höchsten Gebäude der Welt. Weitere Stunts führten ihn unter anderem über die Canal Grande in Venedig, zur Christusstatue in Rio oder zur Klippe von Kapstadt.

Nach dem Stratos-Sprung zog sich Baumgartner weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Er engagierte sich zeitweise im Motorsport, trat gelegentlich als Redner auf und äußerte sich immer wieder kritisch zu gesellschaftlichen und politischen Themen, was nicht nur Zustimmung fand.

Große Trauer in der Sportwelt

Die Nachricht von seinem Tod sorgte international für Bestürzung. Aus der Welt des Sports und der Wissenschaft gibt es erste Reaktionen: Man würdigt Baumgartner als Pionier des Muts, als Grenzgänger, der das physikalisch und psychisch Machbare immer wieder neu definierte.

Der österreichische Bundeskanzler äußerte sich laut APA in einem kurzen Statement: „Felix Baumgartner hat Österreich weltbekannt gemacht – sein Mut wird unvergessen bleiben.“

Felix Baumgartner bleibt unvergessen

Felix Baumgartner verkörperte wie kaum ein anderer das Streben nach dem Außergewöhnlichen. Mit akribischer Vorbereitung, einem hohen Maß an Technikverständnis und unbändigem Willen machte er Dinge möglich, die vorher undenkbar schienen. Sein Sprung aus der Stratosphäre war mehr als nur ein Rekord, er wurde zum Symbol für menschliche Neugier, Pioniergeist und Entschlossenheit.

Felix Baumgartner wurde 56 Jahre alt. Er hinterlässt nicht nur eine beeindruckende Liste an sportlichen Leistungen, sondern auch einen bleibenden Eindruck im kollektiven Gedächtnis einer Generation, die mit ihm sprichwörtlich an ihre Grenzen ging.

Häufige Fragen zur Todesursache von Felix Baumgartner

Baumgartner verlor während einer Sturzspirale die Kontrolle über seinen Gleitschirm.

Ja, italienische Behörden haben eine gerichtsmedizinische Untersuchung zur Klärung der Todesursache eingeleitet.

Zeugenaussagen zufolge war er bereits bewusstlos, als er in den Hotelpool stürzte. Eine Wiederbelebung blieb erfolglos.

Quellen

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