Fall Collien Fernandes: Spanisches Gericht widerspricht Aussagen von Ulmens Anwalt
Die Anzeige von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen beschäftigt das Gericht in Palma de Mallorca. Jetzt sorgen neue Aussagen für Klarheit.

Wie geht es nach der Anzeige von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen jetzt weiter? Vor rund zwei Wochen hatte die Schauspielerin ihrem früheren Partner vorgeworfen, auf sozialen Medien täuschend echt aussehende Fakeprofile von ihr erstellt und mit mehreren Männern sexuelle Gespräche in ihrem Namen geführt sowie erotische Bilder und Videos verschickt zu haben. In einem Artikel des „Spiegel“ erklärte die Moderatorin, dass sie Ende 2025 in Spanien Anzeige gegen ihren Ex-Mann erstattet hatte. Daraufhin hatte das Gericht in Palma Vorermittlungen eingeleitet.
Verwirrung um Verfahren gegen Christian Ulmen
Christian Schertz, der Anwalt von Christian Ulmen, hatte sich vergangenen Freitag in einem ausführlichen Statement zu den Vorwürfen geäußert und erklärt, dass Ulmen „zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Frau Fernandes oder anderen Personen hergestellt und/oder verbreitet“, habe. Entsprechende Darstellungen seien „falsch“.
Zudem hieß es in der Mitteilung, dass das Verfahren auf Mallorca „ausgesetzt“ worden sei, da es „an einer wesentlichen Voraussetzung für die Fortsetzung“ fehle. Weiterhin habe Collien Fernandes „die erforderliche Voraussetzung, eine Erklärung vor einem spanischen Notar abzugeben, nicht erfüllt.“ Auch „sämtliche Ermittlungshandlungen“ seien damit ausgesetzt. Dieser Darstellung widerspricht nun das Gericht.
Das sagt das spanische Gericht zu dem Fall
Auf Anfrage des „Spiegel“ teilte das Bezirksgericht in Palma am Montag mit, dass das Verfahren zwar ausgesetzt sei, die Begründung, die Ulmens Anwälte vorgelegt hätten, aber falsch seien. „Die Richterin, die in diesem Verfahren ermittelt, muss noch entscheiden, ob die Ermittlungen in Spanien oder in Deutschland durchgeführt werden sollen. Nur aus diesem Grund ist das Verfahren derzeit ausgesetzt“, heißt es. Die Staatsanwaltschaft auf Palma de Mallorca hatte beim Bezirksgericht beantragt, dass das Verfahren nach Deutschland abgegeben wird. Eine Entscheidung soll in wenigen Tagen fallen.
Jorge Agüero Lafora, Leiter der Kanzlei Fukuro Legal, vertritt Fernandes in dem Fall und will, dass das Verfahren in Spanien bleibt. „Wir glauben, dass es unserer Mandantin zusteht, sich für den Rechtsweg in Spanien zu entscheiden“, betont er gegenüber dem „Spiegel“.
Christian Ulmens Anwalt ist nach dem neuesten Statement des Gerichts in Spanien zurückgerudert. Gegenüber „Focus Online“ erklärt die Kanzlei: „Tatsächlich liegt die Verzögerung des spanischen Verfahrens nach unserer jetzigen Kenntnis darin begründet, dass die Prüfung, ob das Verfahren in Spanien oder in Deutschland zu führen ist, andauert.“ Zuvor habe man „auf mehrfache Nachfrage“ die vorherige Version „eindeutig bestätigt“ bekommen. Nach einer erneuten Überprüfung sei festgestellt worden, dass man über den Stand des Verfahrens falsch informiert gewesen sei.









