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Esther Schweins: Neuer Job! „Let’s Dance“ öffnete ihr die Tür

Nach „Let’s Dance“ schlägt Esther Schweins einen überraschenden neuen Weg ein: Die Schauspielerin lässt sich zur Fachtanzlehrerin für Senioren ausbilden. Der Auslöser dafür ist sehr persönlich.

Massimo Sinato mit Esther Schweins in der 19. und wie Fans fürchten letzten Let's Dance-Staffel.
Esther Schweins und ihr Tanzpartner Massimo Sinató bei „Let’s Dance“. Foto: IMAGO / Panama Pictures

Bei „Let’s Dance“ entdeckten viele Zuschauerinnen Esther Schweins noch einmal von einer ganz neuen Seite. Gemeinsam mit Profitänzer Massimo Sinató stellte sich die Schauspielerin 2026 der Herausforderung auf dem RTL-Parkett. Nun bleibt das Tanzen offenbar ein fester Bestandteil ihres Lebens – allerdings in einem ganz anderen Zusammenhang.

Esther Schweins absolviert derzeit eine Ausbildung zur Fachtanzlehrerin für Senioren. Dabei geht es nicht nur um klassische Tanzschritte, sondern auch um Bewegungsangebote für ältere Menschen und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Der Grund für diesen neuen Weg liegt Schweins besonders am Herzen: Ihre eigene Mutter brachte sie auf die Idee.

Esther Schweins wird Tanzlehrerin für Senioren

Die 56-Jährige macht ihre Ausbildung in Mainz. Auf das Thema Seniorentanz sei sie durch ihre pflegebedürftige Mutter aufmerksam geworden. „Ich habe meine Mutter im letzten Jahr in eine Pflegeeinrichtung der Caritas bringen müssen und dort zum ersten Mal Stuhltanz gesehen“, erklärte Schweins im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Was zunächst eine persönliche Erfahrung war, entwickelte sich für sie offenbar schnell zu einem neuen Interessengebiet. Inzwischen beschäftigt sich die Schauspielerin intensiv mit Stuhl- und Rollatortanz sowie Angeboten für Menschen mit Parkinson oder Demenz. Damit verbindet Schweins ihre Leidenschaft für Bewegung mit einem Thema, das durch ihre eigene Familie eine besondere Bedeutung bekommen hat.

„Let’s Dance“ spielte für Esther Schweins eine besondere Rolle

Ganz neu ist das Tanzen für Esther Schweins natürlich nicht. Anfang 2026 nahm sie an der 19. Staffel von „Let’s Dance“ teil und tanzte dort an der Seite von Massimo Sinató. Ein besonders persönlicher Moment war dabei ein Tango, den sie ihrer Mutter Lieselotte zu deren 90. Geburtstag widmete.

Die Teilnahme endete allerdings früher als geplant. Schweins musste die RTL-Show nach der fünften Runde auf ärztlichen Rat verlassen. Im Training hatte sie sich zwei Rippen gebrochen, die sich später verschoben hatten. Heute kann sie wieder tanzen und nutzt die Erfahrungen aus dieser Zeit nun offenbar auf eine ganz andere Weise.

Esther Schweins setzt sich für „Tanzen auf Rezept“ ein

Für Schweins geht es bei ihrer Ausbildung um weit mehr als Freizeitbeschäftigung. Sie ist überzeugt davon, dass Tanzen gerade im höheren Alter gesundheitliche Vorteile haben kann. „Tanzen verbindet Bewegung, Gleichgewicht, Koordination, Gedächtnistraining, Musik und soziale Begegnung“, erklärt sie. Außerdem könne es nach ihrer Einschätzung die kognitive Leistungsfähigkeit fördern, das Sturzrisiko senken sowie Herz und Kreislauf stärken.

Einen weiteren Punkt hält sie für besonders wichtig: Gemeinsames Tanzen kann soziale Kontakte schaffen „Es wirkt auch gegen ein weiteres großes Gesundheitsrisiko unserer Zeit, die Einsamkeit“, sagt Schweins.

Deshalb spricht sich die Schauspielerin sogar für ein Konzept aus, das zunächst ungewöhnlich klingt: „Tanzen auf Rezept“. „Die Idee ist überhaupt nicht so wild. In Großbritannien gibt es das schon“, erklärt sie.

Warum Esther Schweins das Thema Senioren besonders wichtig ist

Hinter ihrem Engagement steht auch der Blick auf eine alternde Gesellschaft. Schweins verweist darauf, dass der Anteil älterer Menschen in den kommenden Jahren weiter steigen werde, während Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen bereits heute stark belastet seien.

Präventive Bewegungsangebote könnten deshalb aus ihrer Sicht künftig eine größere Rolle spielen. Ganz allein ist sie mit dieser Idee nicht: Der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband hat bereits mehrere Hundert Fachtanzlehrerinnen und Fachtanzlehrer für Senioren ausgebildet. Daneben existieren weitere Angebote und Programme anderer Tanzverbände.

Für Schweins bedeutet die Ausbildung damit nicht einfach nur einen zusätzlichen Job. Vielmehr scheint sie darin die Möglichkeit zu sehen, ihre Bekanntheit für ein gesellschaftliches Thema zu nutzen, das sie persönlich betrifft.

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