„Enola Holmes 3“: Ende erklärt – bekommen Enola und Tewkesbury ihr Happy End?
„Enola Holmes 3“ läuft seit dem 1. Juli bei Netflix und diesmal steht die Detektivin vor schweren Entscheidungen und einem noch härteren Fall. Wer hat Sherlock entführt – und heiraten sie und Tewkesbury wirklich?

Nach den Ereignissen der ersten beiden „Enola Holmes“-Filme wollen die Detektivin und Lord Tewkesbury in Valletta (Malta) heiraten. Doch kurz vor der Trauung kommen Enola Zweifel. Sie fragt sich, ob sie als Ehefrau eines Lords ihre Unabhängigkeit verlieren und ihre Arbeit als Detektivin aufgeben müsste.
Die Warnungen ihrer Mutter, niemals einfach den Erwartungen anderer zu folgen, gehen ihr dabei ebenso durch den Kopf wie die Erfahrungen mit Tewkesburys Familie. Bei einem Toast macht Tewkesburys Patenonkel Brigadier Sampson so Witze über Enolas starken Willen. Doch er ist nicht der Einzige, der sie ins Grübeln bringt.
Auch Sherlock begegnet ihrer Entscheidung mit Skepsis. Er macht deutlich, dass er befürchtet, seine Schwester könnte ihre Identität als Holmes aufgeben. Zwischen den Geschwistern kommt es deshalb zu einem heftigen Streit.
Als Enola am nächsten Morgen zur Hochzeit eilt, informiert Dr. Watson sie darüber, dass ihr Bruder entführt wurde. Natürlich macht sie sich sofort auf die Suche nach ihm. Gleichzeitig liefert ihr Sherlocks Entführung einen perfekten Grund, die Hochzeit erst einmal sausen zu lassen.
Doch wer steckt hinter Sherlocks Entführung? Was ist mit dem gestohlenen Gold passiert? Und vor allem: Bekommen Enola und Tewkesbury am Ende ihr Happy End und heiraten wirklich?
Wer hat Sherlock entführt?
Bei der Untersuchung von Sherlocks Hotelzimmer entdecken Enola und Watson mehrere Hinweise, darunter ein Stück Spitze und das Wort „Khost“, das in Morsezeichen auf einen Spiegel geschrieben wurde.
Kurz darauf trifft Enola auf einen Sergeant mit Schnurrbart, den Sherlock offenbar schon vor seinem Verschwinden verfolgt hatte. Sie nimmt die Verfolgung durch die Straßen von Valletta auf. Als sie ihn schließlich einholt, wird der Mann erschossen. Bevor er stirbt, bringt er nur noch ein einziges Wort heraus: „Wrath“.
Am nächsten Tag wird auch Tewkesburys Mutter entführt. Die Täter setzen außerdem das Hotel in Brand, offenbar um Beweise zu vernichten. In Lady Tewkesburys Hotelzimmer entdeckt Enola mehrere Kriegsauszeichnungen. Kurz darauf trifft sie auf Mikiel Mizzi, ein Mitglied der Partito Anti-Riformista, einer Gruppe, die für ein freies Malta kämpft.
Mizzi glaubt, dass Sherlock von einer Frau namens Professor Adeline Rathe entführt wurde. Sie soll vor einem Jahr nach Malta gekommen sein und über zahlreiche geheime Informationen verfügen.

Später entdeckt Enola in den Straßen von Valletta eine Frau, die dieselbe Spitze trägt wie das Stoffstück aus Sherlocks Hotelzimmer. Sie verfolgt sie bis in das unterirdische Kanalsystem der Stadt. Dort stellt sich jedoch heraus, dass die Frau gar nicht Professor Rathe ist, sondern für sie arbeitet.
Professor Adeline Rathe ist in Wahrheit Moriarty.
Was ist Moriartys Motiv?
Wie Enola selbst feststellt, steckt hinter Moriartys Plänen nie nur ein einziges Motiv. Einerseits hegt sie einen tiefen Groll gegen die Holmes-Familie. In ihren Augen wird mit zweierlei Maß gemessen: Während Eudoria Holmes für ihre radikalen Aktionen gefeiert wird, landete Moriarty wegen ihrer eigenen Verbrechen im Gefängnis – obwohl sie nach eigener Auffassung nur den wirklich Korrupten etwas wegnimmt.
Während Enola gemeinsam mit Eudoria, Tewkesbury, Watson und Mizzi weiter nach Sherlock sucht, wird jedoch klar, dass Moriarty weit mehr vorhat, als die Holmes-Familie bloß bloßzustellen.
Tewkesbury erkennt schließlich, dass die Frau mit der Spitze eine Spionin ist. Daraufhin erinnert sich Enola daran, sie zuvor mit dem Gouverneur und einem maskierten Mann gesehen zu haben. Anhand seiner Orden identifiziert sie ihn als Brigadier Sampson.
Dabei fällt ihr auf, dass derselbe Orden auch vom unbekannten Sergeant getragen wurde und außerdem in Lady Tewkesburys Hotelzimmer lag. Die Nachforschungen führen zur Schlacht von Khost, einem Konflikt während des Anglo-Afghanischen Krieges, an dem sowohl Tewkesburys verstorbener Vater als auch Brigadier Sampson beteiligt waren.
Als Enola, Tewkesbury und Watson den Brigadier zur Rede stellen, kommt die Wahrheit ans Licht: Tewkesburys Vater führte damals einen Einsatz an, bei dem britische Soldaten afghanisches Gold stahlen. Auf der Rückreise bekam er jedoch Gewissensbisse. Statt das Gold zurückzugeben, versenkte er das Schiff, behauptete, der Schatz sei verloren gegangen, und schob den maltesischen Soldaten die Schuld in die Schuhe.
Genau dieses dunkle Familiengeheimnis wollte Moriarty aufdecken. Gleichzeitig machte sie sich auf die Suche nach dem verschwundenen Gold – allerdings nicht, um es zurückzugeben, sondern um es selbst zu behalten. Enola spielte dabei unwissentlich genau die Rolle, die Moriarty vorgesehen hatte, und führte sie Stück für Stück an das Versteck des Schatzes heran.
Was passiert mit Moriarty und dem afghanischen Gold?
Nachdem Enola die Wahrheit kennt, setzt sie die letzten Puzzleteile zusammen. Die Entführungen, die falschen Spuren, die Spitze, der Brand und die Orden gehörten alle zu Moriartys sorgfältig geplantem Spiel.
Schließlich erinnert sich Enola an einen Spaziergang mit Tewkesbury am ersten Abend auf Malta. Damals hatte er ihr eine Höhle in einer Steilklippe gezeigt, von der sein Vater immer behauptet hatte, dort liege ein Schatz verborgen. Enola erkennt, dass genau dort das afghanische Gold versteckt sein muss.
In dem Wissen, dass Moriarty auftauchen wird, begibt sie sich selbst dorthin. Das finale Duell spielt sich schließlich in dem Verlies ab, in dem Sherlock und Lady Tewkesbury gefangen gehalten werden. Während Sherlock Moriarty mit einer Waffe in Schach hält, schlägt Lady Tewkesbury ihre Entführerin mit einem Stein nieder. Moriarty wird festgenommen und erneut ins Gefängnis gebracht.
Tewkesbury entscheidet sich anschließend, die Fehler seines Vaters nicht zu wiederholen. Er bringt das afghanische Gold nach Afghanistan zurück und erlaubt den maltesischen Behörden, die Beteiligten an dem damaligen Verbrechen strafrechtlich zu verfolgen. Dadurch werden sowohl Brigadier Sampson als auch der britische Gouverneur verhaftet.

Heiraten Enola und Tewkesbury am Ende doch?
Ja. Nachdem Tewkesbury mit dem belasteten Erbe seiner Familie abgeschlossen hat und Sherlock erkennt, dass seine Schwester ihren Nachnamen nicht durch eine Hochzeit verliert, entscheiden sich Enola und Tewkesbury doch noch für die Ehe.
Die beiden heiraten in einer kleinen, schlichten Zeremonie im Kreis ihrer engsten Familie und Freunde. Enola muss dafür weder ihre Unabhängigkeit noch ihre Identität als Holmes aufgeben. Stattdessen finden beide einen gemeinsamen Weg, der zu ihnen passt.







