„Das können sie sich, ehrlich gesagt, abschminken.“

Dunja Hayali: Stellungnahme nach Weidel-Interview!

In ihrem „Abwaschvideo“, diesmal „mit Krawatte“, reflektiert Dunja Hayali auf Instagram das missglückte Gespräch mit Alice Weidel.

Dunja Hayali schaut bedrückt nach unten.
Nach dem Interview mit Alice Weidel hat Dunja Hayli etwas Wichtiges zu sagen. Foto: IMAGO / dts Nachrichtenagentur

Die beiden Frauen trafen am Sonntag (5. Juli 2026) für ein Interview im Kontext des AfD-Bundesparteitags in Erfurt im ZDF-„heute journal“ aufeinander. Doch schon bei der ersten Frage gerieten sie in Streit.

Um genau zu sein, war es Alice Weidel, die keine Lust zu haben schien, Dunja Hayalis Fragen zu beantworten. Stattdessen wollte sie sich über ein angebliches Framing ihrer Partei unterhalten.

Hayali versuchte sie immer wieder zum eigentlichen Gesprächsthema zurückzuführen, doch Weidel hatte offenbar längst die Fassung verloren oder tat zumindest so, um nicht auf die teils ungemütlichen Fragen eingehen zu müssen.

Es entwickelte sich ein Schlagabtausch, der insgesamt rund acht Minuten dauerte und mit Ausführungen von Weidel endete, die AfD werde auch trotz des „Framings“ an die Macht kommen. Dass ihre Partei rechtsradikal sei, weise sie aufs Schärfste zurück. „Wir sind eine bürgerliche Partei, konservativ, liberal“, so die Eigenwahrnehmung. „Da war kein Framing, aber Sie können das gerne machen“, entgegnete Dunja Hayali. „Und ob dann im nächsten Jahr wirklich auf Bundesebene neu gewählt wird, werden wir auch noch sehen.“

Zuschauer:innen stärken Hayali den Rücken

Das Interview rief sehr viel Resonanz hervor, hat Dunja Hayali, die ohnehin immer wieder zur Zielscheibe wird, in den letzten Stunden sehr viel Aufmerksamkeit eingebracht – wenn auch primär positive. Sie sei erstaunlich ruhig geblieben, heißt es im Netz, und sei nicht auf den „klassischen Move von Rechtsextremen, die Presse verächtlich zu machen, Behörden verächtlich zu machen, Fakten zu leugnen, das Narrativ zu verzerren, Fragen zu ignorieren, Wut bei der eigenen Basis zu schüren, die Opferrolle dauerhaft zu pachten“ gekonnt pariert.

Dunja Hayali meldet sich nach Weidel-Interview zu Wort

Und wie denkt Hayali rückblickend über das Interview?

Auf Instagram präsentierte sie in ihrem Video zunächst ganz salopp ihren improvisierten Gürtel, der aus einem Ladekabel bestand. Dann kam sie zur Sache: „Und manche von Ihnen glauben, ich hab ’ne Krawatte – das stimmt übrigens auch, wie Sie sehen, aber die ist von Christian, ansonsten bin ich relativ entspannt.“ Offenbar hatte sich die Moderatorin das Kleidungsstück extra für den Wortwitz bei ihrem Kollegen ausgeborgt.

Ich würde mir nur einfach wünschen, dass wir anders miteinander umgehen“, schlägt sie dann im Clip ernstere Töne an. „Mit Respekt und Anstand. Dass man versucht, Fragen zu beantworten, denn das ist ja unser Job: Fragen zu stellen, und zwar auch unbequeme Fragen – den sogenannten und viel zitierten Finger in die Wunde legen. Und das werden wir, ehrlich gesagt, auch nicht sein lassen. Also das können sich die Leute, die das von uns erwarten oder sagen, ‚Äh, das geht ja immer nur in die eine Richtung‘, das können sie sich, ehrlich gesagt, abschminken.

Diese Überleitung nutzt Dunja Hayali dann, um Tina, offensichtlich die ZDF-Visagistin, zu bitten, sie abzuschminken. Damit endet das Video.

In den Kommentaren bekommt Hayali jede Menge Zuspruch. Ihre Fans bedanken sich unter anderem dafür, dass sich die Moderatorin immer wieder stark mache „und nicht zurückweicht“ oder gratulieren ihr, während des Interviews „ruhig geblieben“ zu sein („Ich hatte schon Puls beim Hören“). In der Kommentarspalte ist das Wort „Professionalität“ mehrfach zu lesen, immer wieder bedanken sich Dunja Hayalis Fans für ihre wichtige Arbeit und ihr Durchhaltevermögen.

Quellen

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